Johann Nachbauer ("Nachpur") der Ältere, Bürger in Ulm, verkauft seinem Sohn, dem Ulmer Bürger Johann Nachbauer dem Jüngeren, seinen Hof in Offenhausen [Stadt Neu-Ulm] mit allen Zugehörungen und Rechten. Dazu gehören ein Haus, zwei Städel, die Hofstatt, ein Garten, ungefähr 55 Jauchert Äcker und ungefähr 12 Tagwerk Wiesmahd. Den Hof bewirtschaftet derzeit Johann Eberlin, der davon jährlich ein Drittel der Ernte liefert. Ausgenommen sind davon 3 Jauchert Äcker, von denen er die Hälfte der Ernte entrichtet. Dazu gibt er noch jährlich 4 Pfund Heller Heugeld, 2 Pfund Pfeffer, 8 Herbsthühner, 200 Eier und 1 Fastnachtshuhn. Wenn der Beständner für sich 2 Muth Lein aussät, dann soll er gleichzeitig für seine Herrschaft 1 Muth Lein aussäen, wozu er von dieser den Samen erhält. Der Hof ist freies Eigengut. Allerdings stehen dem Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/1 und 254] von 12 Jauchert Äckern, die in den Hof gehören, jährlich 12 Imi Getreide, halb Einkorn und halb Hafer, zu. Davon gibt der Meier auf dem Hof 8 Imi und die Herrschaft 4 Imi. Des Weiteren erhält von 1 Jauchert Acker die Pfarrkirchenbaupflege ("Vnser Frowen pfarrkirchen buw") in Ulm 1 Pfund Wachs und von einem weiteren Jauchert Acker die Pfarrkirche St. Ulrich in Pfuhl ("Pfu/o/l") [Stadt Neu-Ulm] 1 Pfund Wachs und die Deutschordenskommende in Ulm [abgegangen Bereich Bahnhofstraße 11 - 13, Bahnhofstraße 5, Parz. 281/1 und 281/3] ein Drittel von einem Pfund Wachs. Dafür hat er von seinem Sohn 900 rheinische Gulden Ulmer Stadtwährung erhalten. Er überträgt ihm daher den Hof mit allen Rechten, die ihm bisher daran zugestanden haben und übernimmt die Gewährleistung für den Verkauf.