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C Rep. 147-01 Rat des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg, Bezirksbürgermeister (Bestand)
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Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 3 Räte der Stadtbezirke und nachgeordnete Einrichtungen >> C Rep. 147 Rat des Stadtbezirkes Berlin-Lichtenberg
Vorwort: C Rep. 147-01 Rat des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg, Bezirksbürgermeister
1. Behördengeschichte
Bei Kriegsende wurden die ersten Bezirksbürgermeister von den jeweiligen sowjetischen Bezirkskommandanten eingesetzt.
Gewählte Bürgermeister gab es nach den Wahlen vom 20. Oktober 1946, als die Bezirksversammlungen die neuen Bezirksämter mit Bürgermeister, Stellvertretern und Bezirksräten wählten.
Nach der administrativen Spaltung Berlins 1948 wurden in den Bezirken im Ostteil der Stadt die Bürgermeister zunächst wieder eingesetzt.
In Umsetzung der Verwaltungsreform und nach der Konstituierung der Volksvertretung im Stadtbezirk wurde 1953 von dieser ein "Vorsitzender des Rates" gewählt. Diese Bezeichnung entsprach etwa dem Aufgabenbereich des Bürgermeisters. Im Ergebnis der Einführung des "Gesetzes über die örtlichen Organe der Staatsmacht" von 1957 und des "Gesetzes über die Vervollkommnung und Vereinfachung der Arbeit des Staatsapparates in der DDR" von 1958 wurde das Amt ab Ende 1958 wieder als "Stadtbezirksbürgermeister" oder "Bezirksbürgermeister" bezeichnet.
Die Funktion umfasste die Leitung der Arbeit des Rates des Stadtbezirkes und des ihnen vom Rat übertragenen Aufgabengebietes. Sie hatten die Weisungs- und Disziplinarbefugnis gegenüber den übrigen Ratsmitgliedern.
Am 07. Mai 1945 berief der sowjetische Bezirkskommandant Franz Stimmig zum Bezirksbürgermeister von Lichtenberg. Er wurde am 15. Juni 1945 durch Günter Riesebrodt abgelöst, dem Helmut Schwenn (Dezember 1946 - September 1947) und Wilhelm Pomezny (Oktober 1947 - Dezember 1948) im Amt folgten.
Nach der administrativen Spaltung Berlins übernahm Richard Schalkowski das Amt (1948-1950). Die weiteren Bürgermeister Lichtenbergs waren: Horst Hilbert (1951-1954, 1965-1967), Willi Jahnke (1955-1959), Franz Bachmann (1959-1962), Kurt Schumann (1962-1965), Willy Betsch (1967-1970) und Heinz Müller (1970-1976).
Vom 1. März 1976 bis zum 19. Februar 1990 war Günter Milke Bürgermeister. Am 19. Februar 1990 musste er zurücktreten. Ihm folgte Peter Hlavaty als Bürgermeister.
Mit den Kommunalwahlen vom 6. Mai 1990 entstand wieder eine demokratisch legitimierte Bezirksverordnetenversammlung. Sie wählte Christian Kind zum Bürgermeister. Nach den Gesamtberliner Bezirksverordnetenwahlen von 1992 übernahm Gottfried Mucha das Amt. Er wurde im November 1995 von Wolfram Friedersdorff abgelöst, der im Jahr 2000 auch zum ersten Bürgermeister des fusionierten Bezirks Hohenschönhausen-Lichtenberg gewählt wurde.
2. Bestandsinformationen
Das Findbuch basiert auf der Retrokonversion der Findkartei aus dem Verwaltungsarchiv des Rates des Stadtbezirks.
Die Klassifikation des Bestandes erfolgte nach einer Mustersystematik; das Findbuch weist nur die mit Akten belegten Klassifikationspunkte aus.
Insgesamt umfasst der Bestand 195 [AE] 2.70 [lfm] über die Zeit von 1945 - 1981.
Die Benutzung erfolgt über Findbuch und Datenbank.
Einzelne Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
Der Bestand wird wie folgt zitiert:
Landesarchiv Berlin C Rep. 147-01 Rat des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg, Bezirksbürgermeister, Nr. …
3. Verweise
LAB B Rep. 002 Der Regierende Bürgermeister von Berlin/Senatskanzlei - Protokolle Rat der Bürgermeister vorläufige Nummer 1 - 4 Protokolle des Rates der Bürgermeister 1945 - 1948
LAB C Rep. 903-01-03 Kreisleitung der SED - Lichtenberg
LAB C Rep. 904-051 Grundorganisation der SED - Rat des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg
4. Literaturauswahl
Als das Leben begann .Erlebnisberichte aus einer schweren Zeit. Der antifaschistische Widerstandskampf und der Beginn des demokratischen Neuaufbaus Berlin-Lichtenberg, März - Juni 1945. - SED Kreisleitung (1965) Signatur: 06644
Lichtenberg - Rückblick auf das Zeitgeschehen. Beitrag der Bezirksverwaltung Lichtenberg für die Stadtchronistik. - Selbstverl. Ende April bis 31.Juli 1945; 1.August bis 31.Oktober 1945 Signatur: 03808
Mayer, Herbert: Lichtenberg, Ed. Luisenstadt (1997) Signatur: 98/0299
Rathaus Lichtenberg, Nicolai (1994) Signatur: 95/0410
Heuer, Lutz: Der Vereinigungsprozess in Lichtenberg, KPD und SPD auf dem Weg zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. - Ed. Luisenstadt (1993) Signatur: 03/0782
Berliner Straßennamen ein Nachschlagewerk für die Stadtbezirke Friedrichshain, Hellersdorf, Hohenschönhausen, Lichtenberg, Mitte, Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee. - Links Verl. (1992) Signatur: 93/0241
Kubatzki, Rainer: Die Kreisparteiorganisation Berlin-Lichtenberg der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Geschichte in Daten 1945-1949. - Selbstverl. (1988) Signatur: 09773
Kubatzki, Rainer: Kreisparteiorganisation Berlin-Lichtenberg bis zum II. Parteitag, (1986) Signatur: Zs 1306(28)
Ergebnisse der sozialistischen Kommunalpolitik in Berlin-Lichtenberg,
1984-1988. - (1988) Signatur: 09709
Abgeordneteninformation über Zahlen und Fakten zur Entwicklung des Gesundheits- und Sozialwesens im Stadtbezirk Berlin-Lichtenberg, 1985-1987. - Selbstverl. (1988) Signatur: 09706
Hagen, Renate: Möglichkeiten und Ergebnisse der Zentralisierung wirtschaftlicher Prozesse im Rahmen der territorialen Rationalisierung, dargestellt an Untersuchungen im Stadtbezirk Berlin-Lichtenberg für den Bereich Medizintechnik. - Selbstverl. (1986) Signatur: 10203
Großhandelslager Obst, Gemüse, Kartoffeln, Berlin-Lichtenberg, Selbstverl. (1985) Signatur: 08424 Sonderstandort: F2
Zur Entwicklung der Wahlkreises im Stadtbezirk Berlin-Lichtenberg, 1980-1983. - Selbstverl. (1983) Signatur: 10436 - 10450
Zur Entwicklung des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg, 1980-1983. - Selbstverl. (1983) Signatur: 10435
Stadtbezirk Berlin-Lichtenberg, Berlin-Information (1983) Signatur: 08604
Maur, Hans: Mahn-, Gedenk- und Erinnerungsstätten der Arbeiterbewegung in Berlin-Lichtenberg, Selbstverl. (ca.1982) Signatur: 02/1255
Schmidt, Reinhard: Das Bahnbetriebswerk Berlin-Lichtenberg, (1981) Signatur: Zs 1287(1981)
Syring, Hartmut: Der Stadtbezirk Berlin-Lichtenberg stellt sich vor. Berlin-Information (1978) Signatur: 07460
Mehls, Hartmut: Werkstätige des VEB Elektrokohle Berlin-Lichtenberg zum Erfahrungsaustausch in sowjetischen Betrieben, (1977) Signatur: Zs 705(9)
Informationen für den Abgeordneten der Stadtbezirksversammlung Berlin-Lichtenberg und den WBA-Vorsitzenden, Selbstverl. (1974) Signatur: 07919
Herz, Peter: Agentenzentrale SSD (Staatssicherheitsdienst), Berlin-Lichtenberg. - Selbstverl. (1964) Signatur: Soz 1372(3)
Herz, Peter: Berlin-Lichtenberg, Normannenstraße 22, Agentenzentrale SSD, Selbstverl. (1961) Signatur: Soz 1372(2)
Die Arbeiterjugend Berlins gehört in die Reihen der FDJ. Erfahrungen der FDJ-Organisation des VEB Elektrokohle Lichtenberg bei der Gewinnung der Mehrheit der Arbeiterjugend für unseren Verband. - Selbstverl. (1962) Signatur: 06982
Kiefert, Hans: Die Frauen des demokratischen Berlin kämpfen um die Vollendung des Sozialismus aus dem Referat des 2. Sekretärs der Bezirksleitung Groß-Berlin, auf der Arbeiterinnenkonferenz von Groß-Berlin am 04.03.1959 im VEB Elektrokohle, Berlin-Lichtenberg. - Selbstverl. (1959) Signatur: 06770
Plan der sozialistischen Entwicklung des kulturellen Lebens im Stadtbezirk Lichtenberg. Beschluss der Bezirksamtverordnetenversammlung Lichtenberg vom 02.09.1958. - Selbstverl. (1958) Signatur: 10429
Lichtenberg voran im Nationalen Aufbauwerk 1956, Selbstverl. (1956) Signatur: 10431
Planentwurf des Nationalen Aufbauwerkes des Stadtbezirkes Lichtenberg, Selbstverl. (1955) Signatur: Gesch 456
Greinert, Max: Chronik des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg, 1265 bis Sommer 1955. - (1955) Signatur: 07481
Unser Lichtenberg, Planentwurf des Nationalen Aufbauwerkes 1954. - Selbstverl. (1954) Signatur: 04336
Friedrich, Karl-Heinz: Strukturvergleich und Vergleich der Entwicklungsperspektiven in den Kreisplänen von Berlin-Lichtenberg, Friedrichshain und Köpenick, Nationales Aufbauwerk. - (1953) Signatur: 06840
Laschke, Michael: Das Oskar-Ziethen-Krankenhaus Berlin-Lichtenberg von der Städtischen Krankenanstalt zum Paritätischen Gesundheitszentrum. - Leipziger Universitätsverl. (2003) Signatur: 03/0401
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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