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Grafschaft Rietberg / Urkunden (Bestand)
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Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.5. Weitere weltliche Territorien (E) >> 1.5.4. Grafschaft Rietberg >> Grafschaft Rietberg
1231-1814
Bestandsgeschichte: Seit 1237 nach Besitzteilung der Grafen von Arnsberg selbständig, Grafen von Rietberg (aus dem Hause Cuijk-Arnsberg), 1562 an das Haus Cirksena, 1699 an die Grafen von Kaunitz. 1807 zum Königreich Westphalen, 1815 an Königreich Preußen. 1820/21 Ankauf der Standesherrschaft durch F. L. Tenge in Niederbarkhausen.
Form und Inhalt: Grafschaft Rietberg - Urkunden
Die Grafschaft Rietberg
Konrad III. (1347-1365) trug seine "Freiheiten" dem Reich zu Lehen auf und erhielt sie mit dem Recht zur Setzung von Freistühlen vom Kaiser zurück. Rietberg war nun freie Grafschaft.
Graf Konrad V. von Rietberg (1428-1472) mußte 1456 die bisher reichsunmittelbare Grafschaft dem hessischen Landgrafen Ludwig I. für 600 rheinische Gulden zu Lehen auftragen; 1814 erfolgte die letzte Belehnung mit der Grafschaft Rietberg durch die hessischen Landgrafen.
Zwar wurde 1535 in der Grafschaft Rietberg die Reformation eingeführt, doch setzte sich später die Gegenreformation durch.
Als Graf Otto IV. von Rietberg 1552 kinderlos starb, fiel die Herrschaft Rietberg an Ottos Sohn Johann II. zu Rietberg, der aus Ottos zweiter Ehe mit Onna, Tochter des ostfriesischen Häuptlings Hero Omken, hervorging (Haus Cirksena). Das Harlingerland, ein Landstrich an der Nordseeküste Ostfrieslands, blieb bis 1600 in Personalunion mit Rietberg verbunden.
Mit dem Aussterben der männlichen Linie der Grafen von Rietberg 1562 wurde das Lehen von der Landgrafschaft Hessen eingezogen, doch nach Protest 1565 den weiblichen Nachkommen verlehnt. Durch Heirat kamen 1581 die Grafschaft Rietberg und das Harlingerland an Ostfriesland. Doch verzichtete Graf Enno III. 1600 im Berumer Vergleich zugunsten seiner Töchter auf die Grafschaft Rietberg. Seine Tochter Sabina Catharina erbte die Grafschaft Rietberg und heiratete ihren Onkel Johann, mit dem sie das Haus Ostfriesland in Rietberg begründete, das 1690 in männlicher Linie ausstarb. 1699 kam Rietberg durch Heirat der Erbtochter Maria Ernestine Franziska an die Grafen von Kaunitz.
Die Grafschaft Rietberg gehörte bis zum Jahre 1806 zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis, gelangte 1807 zum Königreich Westphalen, 1815 an das Königreich Preußen. 1820/21 erwarb Friedrich Ludwig Tenge in Niederbarkhausen die Standesherrschaft Rietberg. 1946 wurde Rietberg Teil von Nordrhein-Westfalen.
Der Bestand
In die Regesten der Urkunden bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts sind alle darin erwähnten Namen aufgenommen worden. Wenn dies nicht angängig erschien, sind die Namen in das Register des handschriftlichen Findbuchs (jetzt bei den Alten Repertorien) einverleibt. Die Regesten der späteren Urkunden sind kürzer verfaßt, und nur von den wichtigeren sind alle Namen im Register enthalten. Bei jeder einzelnen dieser Urkunden ist dies besonders im Regest vermerkt.
Das vorliegende Findbuch A 250 I "Grafschaft Rietberg - Urkunden" wurde 2007 durch den Dienstleister ArchivInForm abgeschrieben und vom Unterzeichneten überarbeitet, autopsiert, z.T. nachverzeichnet und geordnet.
Literatur
·Ester, Mathias M., Der gräflich-rietbergische Kammerrat und Rentmeister Ludwig Reinking (1744-1811), in: Beiträge zur westfälischen Familienforschung 45 (1987), S. 193-225.
·Hanschmidt, Alvin (Hrsg.), 700 Jahre Stadt Rietberg 1289-1989. Beiträge zu ihrer Geschichte, Rietberg 1989.
·Hanschmidt, Alvin, Die Grafschaft Rietberg (Köln-Westfalen 1180/1980), hrsg. von P. Berghaus und S. Kessemeier, 1980, S. 190-193.
··Hanusa, Margarethe, Langenberg - Geschichte einer westfälischen Gemeinde 800-1913 (Veröffentlichungen aus dem Kreisarchiv Gütersloh / Reihe 1; 12), Bielefeld 2009. [WJ 187]
··Kohl, Wilhelm, Rietberger Beamte 1807, in: Beiträge zur westfälischen Familienforschung 9 (1950), S. 62-64.
··Krüggeler, Wilhelm, Hof- und Ahnenforschung in der ehemaligen Grafschaft Rietberg (Heimatkundliche Reihe / Heimatverein Rietberg 4), Rietberg 1999. [WJ 188]
·Krüggeler, Wilhelm: ”Biographie“ eines eigenbehörigen Bauern aus der Grafschaft Rietberg, in: Joergens, Bettina (Hg.), Biographie, Genealogie und Archive gemeinsam im digitalen Zeitalter: Detmolder Sommergespräche 2006 und 2007, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Insingen 2009, 99-120. [3 B 102]
··Leesch, Wolfgang, Die Grafen von Rietberg aus den Häusern Arnsberg und Ostfriesland, in: Westfälische Zeitschrift 113 (1963), S. 283-376.
·Leidinger, Paul, Zur Frühgeschichte der Grafschaft Rietberg. Beiträge zur Heimatkunde des Kreises Wiedenbrück 3 (1966), S. 43-49.
··Rosenkranz, Georg Joseph, Beiträge zur Geschichte des Landes Rietberg und seiner Grafen. Nebst einigen Urkunden aus dem 13., 14. und 15. Jahrhundert, in: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde Westphalens NF Bd. 4 (1853) und NF Bd. 5 (1854).
··Sagebiel, Martin / Schütte, Leopold (Bearbb.), Territorialarchive von Paderborn, Corvey, Reckenberg, Rheda und Rietberg, Münster 1983.
·Scherl, Hermann, Die Grafschaft Rietberg unter dem Geschlecht der Kaunitz, Innsbruck 1962 (Diss.).
··Schwede, Arnold, Das Münzwesen in der Reichsgrafschaft Rietberg (Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte 70; Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen N.F. 6), Paderborn 2012.
··Schwennicke, Detlev, Europäische Stammtafeln, Band XXVII: Zwischen Maas und Rhein 3, 2010, darin: Die Grafen von Rietberg a.d.H. Arnsberg-Kuyc.
·Schwertener, Karl Philipp, Beiträge zur Verfassungs-, Wirtschafts- und Rechtsgeschichte der Grafschaft Rietberg. Hrsg. Franz Flaskamp. (Quellen und Forschungen zur Natur und Geschichte des Kreises Wiedenbrück 17 (1935)).
Bestell- und Zitierweise:
Grafschaft Rietberg - Urkunden Nr. ...
Münster, den 12. Oktober 2012
Dr. Thomas Reich
1.274 Urkunden.; 1274 Urkunden.
Bestand
German
Martin Sagebiel u. Leopold Schütte (Bearbb.), Territorialarchive von Paderborn, Corvey, Reckenberg, Rheda und Rietberg, Münster 1983; Wolfgang Leesch, Die Grafen von Rietberg aus den Häusern Arnsberg und Ostfriesland, in: Westfälische Zeitschrift 113 (1963), S. 283-376; Hermann Scherl, Die Grafschaft Rietberg unter dem Geschlecht der Kaunitz (Diss.), Innsbruck 1962; Wilhelm Kohl, Rietberger Beamte 1807, in: Beiträge zur westfälischen Familienforschung 9 (1950), S. 62-64; Mathias M. Ester, Der gräflich-rietbergische Kammerrat und Rentmeister Ludwig Reinking (1744-1811), in: Beiträge zur westfälischen Familienforschung 45 (1987), S. 193-225; Alvin Hanschmidt (Hg.), 700 Jahre Stadt Rietberg 1289-1989. Beiträge zu ihrer Geschichte, Rietberg 1989.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.