Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Papst Benedikt XIV. erlässt eine Konstitution zur Neuordnung des
Patriarchats von Aquileia. Benedikt weist auf seine bisher in Form von
Breven erl...
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1751-1760
1751 Juli 6 / Juli 17
Druck, Papier
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Romae apud sanctam Mariam Maiorem anno incarnationis Dominicae millesimo septingentesimo quinquagesimo primo pridie Nonas Iulii pontificatus nostri anno undecimo ... Anno a nativitate Domini nostri Iesu Christi millesimo septingentesimo quinquagesimo primo indictione decimaquarta die vero 17 mensis Iulii pontificatus autem sanctissimi in Christo patris et domini nostri papae XIV anno undecimo supradicta constitutio affixa et publicata fuit ad valvas basilicae Lateranensis et principis apostolorum et cancellariae apostolicae curiaeque generalis in monte Citatorio et in acie campi Florae ... per me Franciscum Bartolotti apostolicum cursorem
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Benedikt XIV. erlässt eine Konstitution zur Neuordnung des Patriarchats von Aquileia. Benedikt weist auf seine bisher in Form von Breven erlassenen Bestimmungen in Omnium ecclesiarum von 1749 November 29 und Postquam per alias von 1750 Juni 27 zu Aquileia hin; die Bestimmungen gelten weiterhin. Er berichtet von den Bemühungen Maria Theresias, Königin von Ungarn, Böhmen und gewählte Kaiserin, und dem Dogen der Republik Venedig sowie einem Schreiben der Kaiserin von 1751 März 17, überbracht von Kardinalpriester Marius Millino, sowie einem Schreiben des Dogen von 1751 März 31, überbracht durch Kardinalpriester Carlo Rezzonico. Die Kardinäle haben die Standpunkte April 6 dem Papst vorgetragen. Eine neun Artikel umfassende Einigung zwischen dem Reich und Venedig wird durch Graf Ulfeld bzw. Andreas Tronum erreicht: 1. Errichtung des Erzbistums Udine und des Erzbistums Gorizia. 2. Die bisherigen Kanoniker von Aquileia dürfen ihren Titel nicht weiter führen. Die Kaiserlichen gehören zum Erzbistum Gorizia, die Venezianer zum Bistum Udine. 3. [Daniele] Delfino, Kardinal [von Sta. Maria sopra Minerva], darf seinen Titel als Patriarch von Aquileia Zeit seines Lebens weiter führen. 4. Nach dessen Tod wird der Titel eines Patriarchen von Aquileia unterdrückt. 5. Das Reich und Venedig werden wegen Aquileia keine Forderungen an den Papst stellen. 6. Das Reich will wegen Aquileia keine Ansprüche auf venezianisches Gebiet erheben. 7. Der Besitz des Patriarchats wird nach Herrschaftszugehörigkeit zu Österreich oder Venedig auf die Neugründungen aufgeteilt. 8. Streitigkeiten sollen gerecht entschieden werden. 9. In-Kraft-Treten. Der Papst begründet seine Zustimmung mit der gefährlichen Situation in Aquileia, die kaum einem Patriarchen die Residenz in seiner Stadt ermöglich hat. Der Papst stimmt dem obigen Vertrag zu und setzt ihn durch Unterdrückung des Patriarchats und die Errichtung der zwei Erzbistümer um. Entscheidungen, die bisher von päpstlichen Vikaren getroffen wurden, werden ungültig. Zukünftig werden sie in den Erzbistümern Udine und Gorizia getroffen. Das Nominationsrecht steht jeweils den Herzögen von Österreich bzw. der Republik Venedig zu. Bisher hatte Aquileia zwei Pfarreien, die Patriarchatskirche Sta. Maria [Assunta]und die Kirche St. Johann in Foro, deren Pfarrer vom Volk gewählt wurde. Da die Stadt der Herrschaft des Herzogs von Österreich unterliegt, fällt sie an das Erzbistum Gorizia. Die Johanneskirche wird zur Hauptpfarrkirche von Aquileia erhoben. Die bisherige Patriarchatskirche wird direkt dem Papst unterstellt. Dazu wird ein päpstlicher Delegat entsandt, der zukünftig aus den Untertanen des Herzogs von Österreich ausgewählt werden muss. Nonobstantien. Publikationsbefehl. Iniuncta nobis a supremo pastorum principe. Ausstellungsort: Rom, Sta. Maria Maggiore. (siehe Abbildungen: Seite 1, Seite 2, Seite 3 und 4, Seite 5 und 6, Seite 7 und 8, Seite 9 und 10, Seite 11 und 12, Seite 13 und 14, Seite 15 und 16, Seite 17 und 18, Seite 19 und 20)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Benedikt XIV.; Tommaso Ruffo (Thomas Rufus), Bischof von Ostia, Vizekanzler; Annibale Albani (Annibal), Bischof von Porto, Kardinal von San Clemente; Pietro Luigi Carafa (Petrus Aloisius Carafa), Bischof von Albano; Antonio Xaverio Gentilis (Anton Xaver Gentili), Bischof von Praeneste, Kardinal; Raineiro d'Ilcio (Raynerius von Ilcio), Bischof von Sabina, Kardinal; Giovanni A. Guadagni (Johann Antonius Guadagni), Bischof von Tusculum, Kardinal; Nicolò Maria Lercaro (Nikolaus Maria), Kardinalpriester von S. Pietro in Vincoli; Francesco Borghese (Franciscus), Kardinalpriester von Sta. Maria in Trastevere; Domenico Riviera (Dominikus), Kardinalpriester der Titelkirche Duodecim Apostoli; Pompeio Aldobrando (Pompeius), Kardinalpriester von St. Eusebius; Giuseppe Spinelli (Joseph Spinellus), Kardinalpriester von Sta. Prudentiana; Carlo Rezzonico (Karl Rezzonicus), Kardinalpriester von Sta. Maria in Ara Coeli; Domenico Passionei (Dominicus Passioneus), Kardinalpriester von St. Bernhard ad Thermas; Silvio Valenti Gonzaga (Silvius Camerarius), Kardinalpriester von St. Calixt (St. Callisti); Carlo Maria Sacripanti (Karl Sacripantes), Kardinalpriester von Sta. Anastasia; Joaquín Fernández Portocarrero (Joachim Portocarrero), Kardinalpriester von Sta. Caecilia; Camillo Paolucci (Camillus Paulutius), Kardinalpriester von St. Johann und Paul; Carlo Alberto Guidiboni Cavalchini (Karl Albert Cavalchinus), Kardinalpriester von Sta. Maria della Pace; Giacomo Oddi (Jakob Oddi), Kardinalpriester von St. Hieronymus degli Schiavoni; Francesco Ricci (Francisus Riccius), Kardinalpriester von Sta. Maria del Popolo; Antonio Ruffo (Antonius Rufus), Kardinalpriester von St. Silvester; Filippo Maria Monti (Philipp de Montibus), Kardinalpriester von St. Stephan; Fortunato Tamburini (Fortunatus Tamburinus), Kardinalpriester von St. Matthäus in Merulana; Gioacchino Bessozzi (Joachim Besutius), Kardinalpriester von Heilig Kreuz in Jerusalem, Großpoenitentiar; Giovanni Battista Mesmer (Johann Baptist
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Camillo Paolucci (Camillus Paulutius), Kardinalpriester von St. Johann und Paul
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Carlo Alberto Guidiboni Cavalchini (Karl Albert Cavalchinus), Kardinalpriester von Sta. Maria della Pace
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Giacomo Oddi (Jakob Oddi), Kardinalpriester von St. Hieronymus degli Schiavoni
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Francesco Ricci (Francisus Riccius), Kardinalpriester von Sta. Maria del Popolo
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Antonio Ruffo (Antonius Rufus), Kardinalpriester von St. Silvester
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Filippo Maria Monti (Philipp de Montibus), Kardinalpriester von St. Stephan
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Fortunato Tamburini (Fortunatus Tamburinus), Kardinalpriester von St. Matthäus in Merulana
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Gioacchino Bessozzi (Joachim Besutius), Kardinalpriester von Heilig Kreuz in Jerusalem, Großpoenitentiar
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Giovanni Battista Mesmer (Johann Bapt...
Die Urkunde wurde dem Bestand StaM Best. 94, Nr. 1041, f. 45-56 entnommen.
Unter den Unterschriften: (D. cardinalis Passioneus / I. datarius / visa / de curia I. C. Boschi / I. B. Eugenius). Darunter der Publikationsvermerk durch: (Antonius Besani, Magister Cursorum).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.