Mainz, 1603.07.09. (Richter Konrad Kennicken). Johann Weittman, B. zu Köln, für sich u.s.Fr. Maria, Philipp Geiher, mainzischer Schultheiß zu Astheim, u.s.Fr. Juliana, Philipp Schaffer, Liz.d.R., kurmainzischer Hofgerichtsbeisitzer, für die Ww. Johann Melchiors, Zollschreibers zu Höchst, bekunden: Vor mehreren Jahren ist das Haus ihres + Vaters und Schwiegervaters Martin Weidman, weltl. Richters und Fiskals, zur Lebenzell genannt, dem Dr. med. Peter Sperer für 1200 fl. Fr.W. verkaufen worden. Davon hat der Käufer 300 fl. dem Matthes Bimundt, Kantengießer zu Linz, für dessen Frau lt. kurf. Dekrets ausbezahlt. Wegen des Restes war das Haus noch in einer beim kais. Kammergericht zu Speyer gegen die Selbachischen Erben schwebenden Sache verhaftet. Nunmehr quittieren die Genannten dem Käufer den Erhalt dieser summe /1050 fl. M.W.) und des in drei Jahren angelaufenen Zinses (157 fl. 12 Albus). Z.: Valentin Diez, Liz.d.R., kurmainzischer Hofgerichtsadvokat, Dr. jur. Georg Adam Veit und Johann Hell d.Ae., B. zu M. 12.7.: Dem Johann Weittman gebühren davon 450 fl., der Juliana 300 fl., der Elisabeth Weidtman 300 fl. Johann Weittman übergibt seinen Anteil dem Thomas Kohler, Wirt zum Weissen Roß zu Mainz, die beiden andern Partnerinnen ihren Gesamtanteil Herrn Johann Hell, alles gegen Verzinsung (lt. erteilter Gültbriefe).