Zwischen Erdtwin von Dumbstorp, Sohn des Ehepaars Peter von Dumbstorp und Alheidt von Langen, und Richtmodt von Caßem, Tochter des verstorbenen Ehepaars Hermann von Caßem zum Alvinghof und Richtmodt Dusas, wird ein Ehevertrag geschlossen. Der Bräutigam bringt 2000 Rtl. ein, belegt in Obligationen von 400 Rtl. bei Berendt von Detten, Bürger zu Münster, 1300 Rtl. in den Gütern zur Huntemollen und 300 Rtl. auf St. Gertrudenburg vor Osnabrück. Rudolf von Caßem zum Alvinghof verspricht seiner Schwester als Brautschatz 1000 Rtl. Stirbt der Bräutigam, so soll die Braut die lebenslängliche Leibzucht an den 2000 Rtl. genießen. Dasselbe gilt im umgekehrten Fall von den 1000 Rtl. der Braut. Die 1000 Rtl. sollen bei den Gütern des Alvinghofs stehen bleiben und mit jährlich 60 Rtl. verzinst werden, wofür sich Rudolf von Caßem und seine Frau Metta Travelmans verbürgen. Die Rente soll im Hause der Brautleute in Osnabrück jährlich auf Michaelis gezahlt werden. Erdtwin von Dumpstorp und die Brüder Rudolf und Godert von Caßem zum Alvinghof siegeln. Die Braut und die Ehefrau Rudolfs unterschreiben mit den Sieglern. am tage der hilligen drei konninge