Der Vormund Johann Mulfelt, Äbtissin Petrissa (Petze) von Rosenthal (-tal), Priorin Clementia und der Konvent des Klosters St. Marien zu Allendorf (Alndorff) verkaufen ihre Kemenate im Klosterhof, zwei Gärten - einer gelegen an demselben Haus, jetzt unbebaut, der andere außerhalb der Mauern hinter dem heiligen Haus -, zwei Flecke Wiesen oberhalb der breytin wysin bzw. darunter sowie Hirdelers Sand (griß) neben der langen Wiese dem Knecht Bernhard (Petzin) Keyser und seiner Ehefrau Gertrud (Geln) auf beider Lebenszeit für erhaltene 30 rheinische Gulden. Die Aussteller geloben Währschaft. Am Haus soll nach Bedarf gebaut werden; das nötige Holz gibt das Kloster. Wasser, Weide, Holz und Feld können die Eheleute nutzen wir die übrigen Hintersassen des Klosters; Holz für Fuhrwerke dürfen sie wie diese aus dem Wald nehmen; ihr Vieh ist dem Hirten zuzutreiben. Das Kloster wird sie schützen und schirmen wie die übrigen Hintersassen, sie aber in keiner Weise beschweren und bedrängen. Nach dem Tod beider Eheleute fallen die Güter an das Kloster zurück. Wenn ein Ehepartner stirbt, ist ein Viertel Roggen an den Konvent zu gaben, beim Tod des zweiten ebenfalls. Über den hinterlassenen Rest können die Eheleute nach Belieben verfügen. (1) Johann Mulfelt siegelt mit seinem, Äbtissin und Priorin mit dem Konventssiegel (2).

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Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Meiningen
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