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Medaillensammlung Boldt, Harald (Bestand)
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Tektonik >> (VOR-) ARCHIVISCHE SAMMLUNGEN >> Phaleristische, numismatische und andere Realien
Laufzeit: [1683] - 1981
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Einleitung
Der Sammler
Die Medaillensammlung Boldt wurde 1985 durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz für das Geheime Staatsarchiv PK vom privaten Sammler Harald Boldt, Boppard am Rhein, erworben.
Der Verleger Harald Boldt (geb. 26. Mai 1912 ) war seit 1950 Inhaber des gleichnamigen Verlags in Göppingen und Boppard (seit 1957), in dem u. a. die umfangreichen Akteneditionen "Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung", "Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts" und "Akten der Reichskanzlei" erschienen sind. Harald Boldt hatte sich zunächst dem Journalismus zugewandt und wurde Chefredakteur der Neuen Württembergischen Zeitung in Göppingen. Anfang der 1950er Jahre gab er die Zeitschrift "Der Heimkehrer" heraus. In der Folgezeit erschienen Veröffentlichungen des Deutschen Bundestages, der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, des Militärge-schichtlichen Forschungsamtes und der Ranke-Gesellschaft. Als Kommissionsverlag des Bundesarchivs verlegte er von 1961 bis 1977 auch die ersten drei Auflagen der Bestandsübersicht des Bundesarchivs "Das Bundesarchiv und seine Bestände".
Harald Boldt starb 1992 in Boppard. Der Verlag wurde 1996 vom R. Oldenbourg Verlag, München, übernommen.
(Vgl. Wer ist wer? 1986/87; Nachruf in: Rhein-Zeitung Nr. 179 vom 4. 8. 1992, S. 15)
Die Sammlung
Die Medaillensammlung Boldt ist eine Sammlung von Medaillen zum preußischen König Friedrich II. (1712-1786, König 1740) und seiner Zeit. Der Sammler Harald Boldt hat sie als sog. Histoire métallique angelegt, d. h. aufgenommen wurden nicht nur Stücke preußischer Provenienz, sondern auch solche, die in der Zeit Friedrichs II. zur preußischen Geschichte einen mittelbaren oder unmittelbaren Bezug aufwiesen. Dies betrifft sowohl Ereignisse als auch Personen. Insbesondere Medaillen österreichischer Herkunft sind zahlreich vertreten. Die Sammlung umfasst neben den zeitgenössischen Medaillen auch Stücke, die vor der Geburt Friedrichs II. bzw. postum erschienen sind. Enthalten sind einige Unikate und unedierte Stücke, ferner die bekannteste kleinste und größte preußische Medaille die zur Zeit Friedrichs II. geprägt wurden. Bei den Medaillen handelt es sich zum einen um Auftragsprägungen zu verschiedenen Anlässen (Huldigungen, Hochzeiten, Kriegserfolge, Friedensschlüsse usw.), die von den Höfen oder anderen Institutionen bei den Medailleuren bestellt wurden. Zum anderen erfolgten die Prägungen auf Initiative des Medailleurs oder privater Personen bzw. Unternehmen aus meist wirtschaftlichen Motiven. Zu unterscheiden sind hier Prägungen etablierter Medailleure, die zur Erinnerung an bedeutende Ereignisse hergestellt wurden, um an Münz- und Medaillenliebhaber verkauft zu werden, sowie sogenannte Volksmedaillen, d. h. vielfach im Gussverfahren hergestellte Massenprodukte (ohne Medailleursignum) von schlechtem bis mittelmäßigem Stempelschnitt.
In ihrer thematischen Geschlossenheit kann die Sammlung Boldt als eine der wertvollsten privaten Sammlungen zu Friedrich II. gelten. Der Erhaltungsgrad der Medaillen ist durchweg gut bis vorzüglich. Der Bestand wird ergänzt durch eine umfangreiche Fotodokumentation, die neben den Fotografien der Medaillen Hinweise auf historische Zusammenhänge, Vorkommen in anderen Sammlungen und Literaturhinweise enthält.
Hinweise zur Benutzung
Für die grob chronologisch angelegte Medaillensammlung Boldt wurde eine neue Systematik aufgestellt. Innerhalb der Systematik ist die Sammlung chronologisch geordnet, d. h. in den Systematikgruppen befinden sich nicht nur Medaillen auf die jeweiligen Ereignisse
(z. B. Siebenjähriger Krieg, 1756-1763), sondern auch andere Ereignismedaillen auf historische Begebenheiten in diesem Zeitraum (z. B. Sturmflut, 1756).
Die Datierung bezeichnet in der Regel die auf der Medaille geprägte Datumsangabe. Die tatsächliche Ausprägung zahlreicher Medaillen erfolgte jedoch in vielen Fällen nicht in dem angegebenen Prägejahr, da Medaillen aufgrund der Nachfrage auch Jahre später nachgeprägt wurden.
Ist die Medaille nicht preußischer Provenienz, so ist die Herkunft, sofern bekannt, im Feld Bemerkungen' aufgeführt.
Bei unsignierten Medaillen, deren Medailleur aber in der Literatur bekannt ist, wurde der Name des Medailleurs in Klammern vermerkt.
Aus technischen Gründen konnten nicht alle Sonderzeichen auf den Medaillen in der Daten-bank dargestellt werden.
Die in dem Feld Edition/Literatur' ausgewiesenen Literaturhinweise und Editionen versu-chen die jüngsten bekannten Veröffentlichungen anzugeben. In diesen Werken finden sich dann in der Regel ältere Nachweisungen auf Literatur, Auktionen und Vorkommen in öffentlichen und privaten Sammlungen. Die hier benutzten Sigel werden im vorgestellten Sigelverzeichnis aufgelöst.
Friedrich II. wurde nicht in den Personenindex aufgenommen.
Umfang: 357 VE, davon 348 Medaillen
Laufzeit: [1683] - 1981
Letzte vergebene Nummer: 356
Die Sammlung ist wie folgt zu bestellen: VIII. HA, D 2, Nr. xy
Die Sammlung ist wie folgt zu zitieren: VIII. HA Siegel, Wappen, Genealogie, D 2 Medaillensammlung Boldt, Nr. xy
Zur Beachtung:
Nach Möglichkeit sollte aus Gründen des Bestandserhalts auf die Bestellung der Medaillen verzichtet und zunächst auf die Editionen mit Abbildungen zurückgegriffen werden. Die Literaturhinweise sind im Feld Edition/Literatur' aufgeführt. Die Mehrzahl der Editionen ist in der Dienstbibliothek des GStA PK vorhanden; deren Signaturen sind im Sigelverzeichnis vermerkt.
Die Sammlung ist nur unter Aufsicht und über das Referat 3. 4 zu benutzen.
(Klare) Berlin, im Dezember 2007
Archivangestellte
Sigelverzeichnis
Bannicke, Elke: Johann Christian Koch: Medailleur des Barock, Berlin 2005 (Bibl.-Sign.: 5 K 398)
Bernheimer, Francisca: Georg Wilhelm Vestner und Andreas Vestner. Zwei Nürnberger Medailleure, München 1984
Brockmann, Günther: Die Medaillen Joachim I. - Friedrich Wilhelm I. 1499-1740 (= Die Medaillen der Kurfürsten und Könige von Brandenburg-Preußen, Bd. 1), Köln 1994 (Bibl.-Sign.: 3 M 30)
Friedensburg und Seger: Schlesiens Münzen und Medaillen der neueren Zeit. Im Auftrage des Vereins für das Museum Schlesischer Altertümer hg. von Ferdinand Friedensburg und Hans Seger, Breslau 1901 (Bibl.-Sign.: 22 F 19)
Hahn, Gunther/Kernd'l, Alfred: Friedrich der Große im Münzbildnis seiner Zeit, Frankfurt am Main 1986 (Bibl.-Sign.: 3 H 48)
Die Paul Henckel'sche Sammlung Brandenburg-Preußischer Münzen und Medaillen, beschrieben von Adolf Weyl, Berlin 1876 (Nachdruck Bielefeld 1974), (Bibl.-Sign.: 1 W 72, ohne Abb.)
Jaschke, Norbert/Maercker, Fritz Peter.: Schlesische Münzen und Medaillen. Ergänzung und Weiterführung des Werkes von F. Friedensburg und H. Seger - Schlesiens Münzen und Medaillen der neueren Zeit, Ihringen 1985 (Bibl.-Sign.: 3 J 9)
Schlesische Medaillen aus fünf Jahrhunderten. Ein Katalog zu der gleichnamigen Ausstellung des Schlesischen Museums zu Görlitz in Zusammenarbeit mit Fritz Peter Maercker, Görlitz 1999 (Bibl.-Sign.: 3 M 33)
Die Münzen- und Medaillen-Sammlung in der Marienburg. Bearbeitet von Emil Bahrfeldt, 7 Bde. Danzig und Königsberg 1901 ff. (Bibl.-Sign.: 3 M 17)
Collectio Montenuovo. Verzeichnis verkäuflicher Münzen aus der Fürstlich Montenuovo'schen Münzsammlung Österreich, Frankfurt am Main 1895
Olding, Manfred: Die Münzen Friedrichs des Großen. Katalog der preußischen Münzen von 1740-1786, Osnabrück 1987 (Bibl.-Sign.: 3 O 4)
Olding, Manfred: Die Medaillen auf Friedrich den Großen von Preußen 1712 bis 1786 (= Die Medaillen der Kurfürsten und Könige von Brandenburg-Preußen, Bd. 2 ), Regenstauf 2003 (Bibl.-Sign.: 3 O 7)
Pniower, Georg: Sammlung von Medaillen der Brandenburg-Preußischen Regenten (ab 1640), Frankfurt 1894
Sommer, Klaus: Die Medaillen des Königlich Preußischen Hof-Medailleurs Daniel Friedrich Loos und seines Ateliers, Osnabrück 1981 (Bibl.-Sign.: 4a 187)
Sommer, Klaus: Die Medaillen der königlich-preußischen Hof-Medailleure Christoph Carl Pfeuffer und Friedrich Wilhelm Kullrich, Osnabrück 1986 (Bibl.-Sign.: 3 S 55)
Strothotte, Werner: Die Zeit in der Numismatik. Kalender-Medaillen, Münzen, Medaillen, Plaketten zum neuen Jahr, Gütersloh 2004
Zitierweise: GStA PK, VIII. HA, D 2
Umfang: k.A. (357 VE); Angaben zum Umfang: k.A. (357 VE)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.