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Papst Pius II. teilt [Reinhard von Weilnau], Abt von Fulda, mit,
dass er nach Beratung mit den Kardinälen Dietrich (Diether) [von
Isenburg] wegen ...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1461-1470
1461 August 21
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle an Hanfschnur
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Tiburi 1461 anno incarnationis Dominice millesimoquadringetesimosexagesimoprimo duodecim Kalendas Septembris pontificatus nostri anno tertio
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Pius II. teilt [Reinhard von Weilnau], Abt von Fulda, mit, dass er nach Beratung mit den Kardinälen Dietrich (Diether) [von Isenburg] wegen zahlreicher, öffentlich bekannter Verbrechen - Meineid, Simonie, Häresie, Erlangung der päpstlichen Bestätigung als Elekt unter Angabe falscher Tatsachen und Raub - vom Amt des Erzbischofs von Mainz, das Dietrich sich durch Wahl und Provision durch den Papst angemaßt hatte, in Abwesenheit abgesetzt hat, nachdem dieser sich schon durch seine Verbrechen selbst rechtmäßig abgesetzt hat. Zum Inhaber des vakanten Erzbistums Mainz providiert der Papst Adolf von Nassau, Kanoniker am Domstift Mainz, geweihter Subdiakon, ausgezeichnet durch vorbildliche Lebensführung, Lehre, Bildung, klug und erfahren in geistlicher und weltlicher Verwaltung, Gastfreundschaft, Güte, Milde, Gerechtigkeit und viele andere Tugenden und aus edlem Grafenhaus, wie in der darüber ausgestellten Urkunde ausführlicher dargestellt wird. Um den Elekten bei seiner Aufgabe, der Verwaltung des Erzbistums Mainz, zu unterstützen, befiehlt er dem Abt die Unterstützung Adolfs bei der Bewahrung der Rechte des Erzbistums. Ausstellungsort: Tivoli. Hodie iniquitatis filium. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Auf der Plica rechts: (A. de Reate).
Unter der Plica rechts: (G. de Piccolomini).
Auf der Rückseite oberhalb der Hanfschnur: (Registrata apud me G. de Piccolomini).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.