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Kurtrier: Amt Montabaur (Bestand)
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Enthält: Urkunden [959]-1805
Akten Ende 15. Jh. bis 1815: reiche Überlieferung des 17. und 18. Jhs. für Staatsgebiet, Finanzwesen, Justizwesen, Kirchensachen, Handel und Gewerbe, Forstwesen, Bergbau, Bauwesen
Ortsakten: unter anderem Beschreibungen der vier Kirchspiele 1564, Bann Montabaur 1548, Amt Montabaur 1786/87, Salbuch 1589, 1592, Kontraktenprotokolle Stadt Montabaur 1678-1812, Eisenbergwerke und Hüttensachen 1661 ff., Zünfte der Stadt Montabaur 1515 ff.
Rechnungen von Kellerei und Amt 1564-1815 (mit Lücken), Kirchenrechnungen 1622-1812, Gemeinde-, Armen- und Hospitalrechnungen 1763-1800
Bestandsgeschichte: Die im 19. Jh. übernommene Amtsregistratur bildet den Kern des Bestandes, in den nachträglich viele Akten fremder Provenienz, meist trierischer Zentralbehörden, eingemischt wurden. Die Urkunden des Bestandes im HHStAW wurden im Jahr 2013 mit Fördermitteln der DFG retrokonvertiert.
Geschichte des Bestandsbildners: Aus grundherrlichem Besitz und Rechten in der Forst Spurkenberg erwuchs um die Burg Montabaur das Amt Montabaur, zu dem Kurtrier 1365/1370 Molsberg, vor 1428 das Kirchspiel Helferskirchen sowie durch den Diezer Vertrag 1564 die Diezer vier Kirchspiele und Gerichte Hundsangen, Meudt, Nentershausen und Salz erwarb. Das Amt umfaßte die Gerichte:
a) Montabaur mit dem zuletzt in die Bänne Wirges und Holler aufgeteilten Bann Montabaur mit der Stadt Montabaur, den Vorstädten Allmannshausen, Pfaffenacker und Sauertal und dem Hof Roßberg, den Orten Bannberscheid, Bladernheim, Boden, Daubach, Dernbach, Dies (Anteil), Ebernhahn, Elgendorf, Eschelbach, Ettersdorf, Gackenbach, Heiligenroth, Helferskirchen, Holler, Horbach, Horressen, Hosten, Hübingen, Kirchähr, Leuterod, Moschheim, Niederelbert, Niederdorf, Oberelbert, Ötzingen, Reckenthal, Siershahn, Stahlhofen, Staudt, Untershausen, Welschneudorf, Wirges und Wirzenborn sowie bis 1653 Arzbach mit Kadenbach und Eitelborn,
b) Molsberg, wo die Zivilgerichtsbarkeit zuletzt jedoch den Grafen von Walderdorff zustand,
c) Hundsangen mit Berod, Malmeneich (Anteil), Obererbach, Oberhausen, Pütschbach, Ruppach (Anteil), Steinefrenz, Wallmerod und Weroth,
d) Meudt mit Arnshöfen, Düringen, Ehringhausen, Eisen, Ettinghausen, Ewighausen, Goldhausen, Haindorf, Kuhnhöfen, Hof Langwiesen, Mittelahr, Niederahr, Niedersayn, Oberahr, Obersayn, Ruppach (Anteil), Sainerholz, Weidenhahn und Zehnhausen,
e) Meudt, Kameral mit Meudt in den Fallstöcken und Dahlen,
f) Nentershausen mit Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Kleinholbach, Nentershausen, Niedererbach, Nomborn und Sespenroth (wüst),
g) Salz mit Bilkheim, Brandscheid, Elben, Etzelbach, Girkenroth, Guckheim, Härtlingen, Hahn, Herschbach, Himburg, Himdorf, Kaden, Kleinhaindorf, Kölbingen, Lochheim, Mähren, + Hof Maisenburg, Möllingen, Hof Neuroth, Niederhahn, Obersain, Pfeifensterz, Roth, Rothenbach, Sainscheid, Schönberg, Wahnscheid, Weltersburg (Gemarkung ohne den Ort), Hof Westert, Hof Witzelbach und Wörsdorf.
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: gemeinsamer Index zu Urkunden und Akten von Gensicke und K. H. Hopsch, 1969 (masch.)
Findmittel: Rechnungen: Kartei
Findmittel: Urkunden: Repertorium nach Kartei um 1900, 1953 (masch.)
Findmittel: Akten: Repertorium von Th. Schüler, 1888/1889 (hs.)
47 m (261 Urkunden; 43,75 m Akten und Rechnungen)
Bestand
Literatur: Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. Wiesbaden 1958 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 13), S. 398, 447, 457-60, 475.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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