1396 Juni 28 (an sant Peter und sant Pauls obent) Hans von Kochendorf (-dorff) beurkundet: Im Auftrag seines Herrn, [Erzbischof Konrad II.] von Mainz, verhörte er am oben gen. Tag zu Sindringen Kundschaft in den Auseinandersetzungen zwischen denen von Schöntal und dem Pfarrer von Sindringen wegen des kleinen Zehnten zu Sindringen und des großen Zehnten zu Buchhof [bei Ohrnberg] (Buch). Die Zeugen Wölflin, Schultheiß zu Sindringen, und die drei Richter Lutz von Eichelshof (Eychsholcz), Berthold Zanger und Heinz Werner (Wernher) erteilten folgende Kundschaft: Der kleine Zehnte in der Pfarrei Sindringen und zu Buchhof habe von alters her halb und der große Zehnte ganz denen von Schöntal gehört, bis ein mit päpstlicher Provision versehener Kleriker namens [Friedrich] Schade (ein bebster genant pfaff Schade) alle Zehnten beansprucht und das Kloster vor geistlichen Gerichten verklagt habe. In einer Schlichtung zu Wimpfen vor Meister Brun (Brünn) wurde der ganze kleine Zehnte dem Pfarrer zu Sindringen zugesprochen, ausgenommen der zu teilende Heu- und Ölzehnte. Als danach Pfaff Schad bat, ihm den Zehnten zu Buchhof zu verleihen, verlieh ihm den Lutz von Eichelshof, damals Schultheiß des Klosters, um jährlich 9 Malter Getreide auf Lebenszeit; danach sollte das Kloster darüber verfügen können. Zeugen: die Edelknechte 1) Hans von Sindringen, 2) Kunz Blatz (Blacz) [von Gochsen zu Sindringen], 3) Kunz von Sindringen, des gen. Hans Sohn, und 4) Hans Wirth (Wirt), Schultheiß zu [Neuen-]Stein (zu dem Stein) Siegler: der A. Ausf. Perg., besch. - 1 abh. Sg. abg. - Rv.: Recognicio minute decime in Sindringen Bem.: Die Identifizierung von Buchhof ergibt sich aus dem Kaufbrief über den dortigen Zehnten vom 22. März 1351 [U 333]. Der Hof Buchhof selbst wurde 1699 an Kloster Schöntal verkauft. - Eichsholz = Eichelshof.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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