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Statuten des Hosenband-Ordens für Großherzog Ludwig III. von Hessen (Druck)
Urkunden des Großherzoglich-Hessischen Hauses >> 1671 - 1894
1862
Hessen
Papierlibell in goldgeprägtem Samteinband mit Wappen des Ordens, mit angehängtem Siegel in Silberkapsel mit eingraviertem Wappen des Ordens
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Statuten des Hosenband-Ordens für Großherzog Ludwig III. von Hessen (Druck)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: HStAD, D 8 Nr. 226/2 (eine rund 30 Blatt umfassende Akte mit dem zeitgenössischen Titel: Die Investitur Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs mit dem Kön. Großbritannischen Orden vom Hosenbande, 1865)
Vermerke (Urkunde): Literatur: Vgl. dazu ausführlich ADLER, Lars: Großherzog Ludwig III. von Hessen und bei Rhein als Knight of the Most Noble Order of the Garter. In: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde NF 70 (2012). S. 77-106.
Entsprechend Art. XXX der Ordensstatuten des Hosenbandordens hatte jeder Ritter bei Aufnahme in den Orden eine Copy of the Statutes (Book of the said Statutes) zu erhalten. Dementsprechend bekam Großherzog Ludwig III. bzw. der seit 25. August 1862 amtierende hessische Ordenskanzler Hermann Freiherr von Nordeck zur Rabenau das Statutenbuch, woran eine große vergoldete Kapsel hing, von Prinz Alfred von Großbritannien während der Zeremonie in Darmstadt ausgehändigt. Dieses Exemplar verblieb - entgegen den geltenden Bestimmungen - auch nach dem Ableben des Großherzogs in Darmstadt und wird heute in der Urkundenabteilung des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt verwahrt. Das 99 Seiten umfassende und insgesamt 38 Artikel beinhaltende Statutenbuch (27,5 x 21,8 cm) wurde 1862 ohne Illustrationen bei Woodfall and Kinder, Angel Court, Skinner Street in London gedruckt. Der mit Goldschnitt versehene Buchblock ist mit Fadenheftung in zwei mit dunkelblauem Samt bezogenen Holzdeckeln eingebunden. Die Vorderseite zeigt in Goldprägung eine doppelte und mit Ornamenten verzierte Rahmung, in der zentral das von einer Königskrone überhöhte Ordenskleinod abgebildet ist. Beglaubigt sind die Statutes of the Garter mit dem anhängenden großen Ordenssiegel, das in einer vergoldeten Metallkapsel eingelegt und an einer blau-goldenen Kordel befestigt ist. Das beidseitig geprägte Siegel aus hellrotem Wachs hat einen Durchmesser von 115 mm und zeigt auf der Vorderseite als Siegelbild den hl. Georg als Drachentöter zu Pferd, in Rüstung und mit Schild (St. Georgskreuz). Die auf 8.00 Uhr einsetzende und im Uhrzeigersinn verlaufende Umschrift lautet: SIGILLUM * MAGNUM * NOBILISSIMI * ORDINIS * GARTERII. Die Siegelrückseite bildet zentral das seit Georg I. (1660-1727) nachweisbare englische Königswappen ab, das wie folgt zu blasonieren ist: gespalten, vorn: In Silber ein rotes Kreuz (St. Georgskreuz); hinten: quadriert, Feld 1: gespalten, vorn: in rot drei goldene Leoparden (England), hinten: in Gold ein roter Löwe innerhalb eines außen und innen mit Lilien besteckten Zwillingsinnenbordes (Schottland); Feld 2: in blau drei golden Lilien 2:1 (Anspruchswappen Frankreich); Feld 3: in blau eine goldene Harfe (Irland); Feld 4: im Göpelschnitt geteilt und mit Herzschild belegt, im Herzschild die Reichskrone (Erzschatz-meisteramt), 1. in rot zwei goldene Leoparden (Braunschweig); 2. in goldenem mit roten Herzen bestreutem Feld ein blauer Löwe (Lüneburg); 3. in rot ein silbernes springendes Pferd (Hannover). Der Schild ist umgeben vom Garter mit der Devise HONI * SOIT * QVI * MAL * Y * PENSE und überhöht von einer Königskrone. Den Siegelrand bildet ein stilisierter Lor-beerkranz. Das Siegel befindet sich in einer aufklappbaren, silber-vergoldeten Metallkapsel (Durchmesser: 130 mm, H.: 25 mm), auf deren Deckel das eingravierte Wappen der englischen Königin Victoria erscheint. Auf der Unterseite des Kapselbodens ist die erhaben aufgesetzte Herstellerangabe GARRARDS / Panton Street / LONDON angebracht. Die 1722 gegründete Gold- und Silberschmiedefirma 'Garrard' in London zog 1735 in die Panton Street und stellte bereits seit der Mitte des 18. Jahrhunderts Dekorationen des englischen Hosenband-ordens her. Nachdem Königin Victoria 1843 den Londoner Juwelier Robert II. Garrard zum Kronjuwelier ernannt hatte, entwickelte sich die Firma zu einem der bedeutendsten Gold- und Silberschmiedeunternehmen Englands. Auf der Deckelinnenseite und in Wiederholung auf der Unterseite des Kapselbodens sind zudem - entsprechend dem englischen Punzierungs-system der Zeit - fünf Silbermarken angebracht. Dabei handelt es sich in der Reihenfolge von links nach rechts um: 1) das Monogramm RS überhöht von einer Krone als Stempel des Meisters (makers mark) von R & S Garrard (Robert & Sebastian Garrard); 2) in rundem Schild das Konterfei der Königin Victoria als Taxstempel (duty mark) ; 3) in abgekantetem Schild ein schreitender Löwe (lion passant) als Ausweis des Sterlingfeingehaltes (925/1000); 4) im Schild ein in Minuskel ausgeführtes g als Jahresbuchstabe (date letter) für das Herstellungsjahr 1862; 5) in spitzem Schild ein hersehender Löwenkopf (leopard's head) als Herkunftsstempel der Stadt London. Damit erweist sich die Metallkapsel als offizielle Auftragsarbeit der Firma Garrard, die sie 1862 aus Sterlingsilber für den Hosenbandorden anfertigte. (Text von Dr. Lars Adler)
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
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Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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