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C Rep. 109 Magistrat von Berlin, Abteilung Bau- und Wohnungswesen (Bestand)
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Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.1 Magistratsverwaltungen
Vorwort: C Rep. 109 - Magistrat von Berlin, Abteilung Bau- und Wohnungswesen
1. Behördengeschichte
Die Behörde wurde am 17. Mai 1945 als "Abteilung für Bau- und Wohnungswesen" gebildet. Zum Stadtrat und Abteilungsleiter berief man Hans Scharoun.
Nach den Wahlen vom Oktober 1946 wurde Karl Bonatz mit dieser Funktion betraut. Die Abteilung gliederte sich in folgende Bereiche: Stadtplanung, Grünplanung (Grünflächen, Kleingartenwesen), Vermessungswesen, Hochbauverwaltung (Hochbau, Maschinenwesen, Elektrowesen), Tiefbauverwaltung (Tiefbauwesen, Straßenbauwesen, Brückenbauwesen, Wasser- und Hafenbauwesen, Bahnbauwesen, Lagerplatzbetrieb), Wohnraumverwaltung (Wohnungswesen, Siedlungswesen) und Bauordnungswesen.
1947 strukturierte der Magistrat die Abteilung neu und gliederte diese nun in folgende Ämter: Hauptamt für Stadtplanung, Hauptamt für Grünplanung und Gartenbau, Hauptamt für Aufbau, Hauptamt für Hochbau (mit Heizamt, Maschinenamt, Elektroamt), Hauptamt für Tiefbau (mit Hauptstraßenbauamt, Straßenbaupolizei, Brückenbauamt, Wasser- und Hafenbauamt, Bahnbauamt, Wasserwirtschaftsamt), Hauptamt für Vermessung, Hauptamt für Wohnungswesen und Baupolizei-Hauptamt. Im Januar 1948 wurde aus dem Referat für "Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung" ein "Pflanzenschutzamt" gebildet.
Nach der administrativen Spaltung der Stadt wählten die Stadtverordneten auf der außerordentlichen Tagung der Stadtverordnetenversammlung am 30. November 1948 Arnold Munter zum Stadtrat und Leiter der Abteilung Bau- und Wohnungswesen.
Im Februar 1950 wurde die Abteilung Bau- und Wohnungswesen im Zusammenhang mit den Strukturänderungen des Magistrats aufgelöst. Die Aufgaben hinsichtlich des Bauwesens übernahm nun die neu gebildete "Abteilung Aufbau".
Die Akten wurden in den Jahren 1952 bis 1960 an das Verwaltungsarchiv des Magistrats abgegeben und gelangten von dort in das Stadtarchiv Berlin. Hier ordnete man sie dem Bestand „Magistratsabteilung Bauwesen bzw. Bezirksbauamt“ (Rep. 110) zu.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 740 Akten (22,50 lfm) mit einer Laufzeit von (1930) 1945 – 1953.
Der Bestand enthält Akten der Leitung, welche Grundsatzfragen behandeln, die Organisation innerhalb der Behörde beschreiben und Befehle der Alliierten und der Sowjetischen Kommandantur beinhalten. Die Handakten Dr. Brockschmidts zu Rechtsfragen, Sequestrierungen und Enteignungsangelegenheiten der Berliner Wohnungsbaugesellschaften bilden eine wichtige Quelle für die Klärung offener Vermögensfragen. Rundschreiben, Verfügungen, Sitzungsprotokolle und Tätigkeitsberichte der Ämter geben Auskunft über die Arbeit der Leitung dieser Magistratsabteilung. Zur Planfinanzierung und Planüberwachung können die überlieferten Grundsatzdokumente und Haushaltsunterlagen, aber auch die Berichte des Ausschusses für Investitionskontrolle Informationen liefern.
Vom Einsatzstab für die Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1951 sind Unterlagen zu Bauvorhaben, Pläne, Berichte und die Abrechnungen mit den Eigentümern der Massenquartiere vorhanden. Die Unterlagen zur Statistik, der Pressestelle und der Betriebsgewerkschaftsleitung runden diesen Teil des Bestandes ab.
Im Bereich Personal und Schulung sind neben den zahlreichen Akten zu Personalangelegenheiten auch Akten zu verschiedenen Wettbewerben vorhanden.
Zur Tätigkeit des Hauptamtes Stadtplanung sind sowohl Unterlagen zur Organisation des Hauptamtes, zu Grundsatzfragen, Industrieerhebungen, Bauprojekten und Bauwirtschaftsplänen, als auch zur Ausstellung und zum Wettbewerb "Berlin plant" vorhanden.
Vom Amt für Planungs-, Bau- und Bodenrecht sind Gesetze (wie z.B. Aufbaugesetz, Baulandgesetz), Verordnungen und Richtlinien sowie Akten verschiedener Ausschüsse und Akten über die Zulassung von neuen Baustoffen und von Gerüsten überliefert.
Die Akten des Amtes für Vermessung betreffen bei den Grenzfragen des Stadtgebietes v.a. den Verlauf der Grenzen der Verwaltungsbezirke.
Beim Amt für Grünflächen sind Rundschreiben, Unterlagen zur Dachorganisation des deutschen Gartenbaus und zum Gemüseanbau, zur Grünplanung, zu Bestattungen und Friedhofsangelegenheiten, zum Aufforstungsprogramm sowie zu Ehrenmälern, Brunnen, Kinderspielanlagen und Sportplätzen vorhanden.
Zahlreiche Akten des Hauptamtes Hochbau dokumentieren den Wieder- und Neuaufbau öffentlicher Bauten (Befehlsbauten, Justiz- und Polizeibauten, Verwaltungsgebäude, Kinder- und Jugendheime, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Theater und Kulturhäuser, Sportstätten), während neben den Akten des Elektroamtes, des Technischen Amtes, des Heiz- und Maschinenamtes noch Unterlagen zur Baustoffbeschaffung und -verteilung, zur Trümmerverwertung und zur Bauwirtschaft vorhanden sind.
Die Akten des Amtes für Wohnungsbau enthalten Informationen zu Darlehen des privaten Wohnungsbaus, Investitionen, Eigenheimen für Kulturschaffende, Wohnungsbaugesellschaften (hier v.a. Beschlagnahmen, Gründung der Heimstätte Berlin), zur Vereinigung der Berliner Baubetriebe und über Zulassungen von Firmen zum Baugewerbe.
Die Akten des Amtes für Abräumung betreffen v.a. Rundschreiben, Berichte und Akten zu den Abräumungsarbeiten und die Finanzierung derselben. Verschiedene Dokumente geben auch Auskunft über die Aufstellung und den Betrieb von Trümmeraufbereitungsanlagen, über Sprengungen und zum Abtransport von Trümmerschutt.
Ebenso sind Rundschreiben, Anordnungen und Verfügungen des Hauptamtes für Tiefbau und andere Unterlagen der ihm nachgeordneten Ämter (Amt für Brücken- und Straßenbau, Bahnbauamt, Stadtentwässerung, Wasser- und Hafenbauamt) vorhanden. Bei dem Amt für Brücken- und Straßenbau sind zahlreiche Brückenakten überliefert.
Im Rahmen der Erstellung der Beständeübersicht des Landesarchivs Berlin (Band 3 - Teil C-Bestände) wurden die Akten der Magistratsabteilung Bauwesen (C Rep. 110) entsprechend der Provenienz neu geordnet. Dabei löste man die Akten der Magistratsabteilung Bau- und Wohnungswesen heraus und formierte diese als separaten Bestand mit der Bestandssignatur C Rep. 109.
Er wurde mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand wird wie folgt zitiert: LAB C Rep. 109 Nr. xxx.
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin, Magistratssitzungen
LAB C Rep. 127 Magistrat von Berlin, Abteilung Aufbau
4. Literatur
Denkschrift „Wirtschaftlichkeitsfragen der Trümmerverwertung“, hrsg. von der Deutschen Studiengesellschaft für Trümmerverwertung, Berlin 1949.
Geist, Johann Friedrich; Kürvers, Klaus: Das Berliner Mietshaus, Band 3 - 1945- 1989 (Eine dokumentarische Geschichte der Ausstellung „Berlin plant/Erster Bericht“ 1946 und der Versuche auf den Trümmern der Reichshauptstadt der Großdeutschen Reiches ein Neues Berlin zu bauen, aus dem dann zwei geworden sind), Berlin 1989.
Havemann, Wilhelm: Berlin in der Zukunft - Die Grundlagen der städtebaulichen und wirtschaftlichen Zukunftsmöglichkeiten Berlins, gleichzeitig der Versuch einer kritischen Beleuchtung der Aufbaupläne, Berlin 1946.
Wedler, Bernhard; Hummel, Alfred: Trümmerverwertung und Ausbau von Brandruinen, Berlin 1946.
Berlin, Dezember 2005 / September 2023 Kerstin Bötticher
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
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