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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten >> Divisionen >> Panzer-Divisionen
1939-1945 (1975)
Geschichte des Bestandsbildners: Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. 2, S. 242-243, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.
4. Panzer-Division
(WK XIII, Pz. E. A. 35 Bamberg, Inf. E.S. 12 Meiningen, sp. Schweinfurt)
*10.11.1938 in Würzburg an Stelle der nach Wien verlegten 2. Pz. Div. 22.8.1939 mobil mit:
4. Schützen-Brig. (erst nach Mobilmachung errichtet)
Am 18.10.1939 trat das Inf. Rgt. (mot.) 33 Dessau mit II. u. III. von der 13. ID (mot.) zur 4. Pz. Div. und wurde am 1.4.1940 in Schützen-Rgt. 33 umbenannt. Am 11.11.1940 schied das Panzer-Rgt. 36 aus der Division aus und trat zur 14. Pz. Div. über. Das Art. Rgt. erhielt an 21.1.1941 eine III. Abt. aus der II./Art. Rgt. 93. Das Kradsch. Btl. 34 wurde aus dem III./Inf. Rgt. (mot.) 5 der 2. Inf. Div. gebildet. III./Schtz. 33 wurde I. Btl.
1942 wurde die Aufkl. Abt. 7 mit dem Kradschützen-Btl. 34 verschmolzen und dieses 7.6.1943 in Pz. Aufkl. Abt. 4 umbenannt. Das II./Pz. Rgt. 35 wurde 1942 III./Pz. Rgt. 15, so daß die Div. nur eine Pz. Abt. behielt (auch der Stab Panzer-Rgt. 35 wurde vorübergehend in Stab Pz. Jäg. Rgt. 656 umbenannt). Die Heeres-Flakart. Abt. 290 trat 1942 zur Division. Am 14.11.1943 wurde dann auch das Pz. Rgt. wieder auf 2 Abt. gebracht.
Am 3.8.1944 wurde das Gren. Rgt. 1071 (Brünhilde-Aufstellung) der Div. einverleibt und aufgelöst. Vor dem Einsatz in Westpreußen wurde die Div. im Januar 1945 aufgefrischt und erhielt völlig neue Fp. Nummern. Sie kam 1945 auf der Frischen Nehrung in russische Gefangenschaft.
Unterstellung:
1939
Sept.: XVI; 10. Armee; Süd; Osten; Polen
Dez. z. Vfg.; 6. Armee; "B"; Westen; Niederrhein
1940
Jan./April: z. Vfg.; 6. Armee; "B"; Westen; Niederrhein
Mai: XXVII; 6. Armee; "B"; Westen; Maastricht, Lille
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8 Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Günthner). Das hieraus im April 1984 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Auch die Kriegstagebücher der Panzer-Divisionen waren, wie die Kriegstagebücher
aller anderen Verbände, Einheiten und Dienststellen des Heeres vom Mobilmachungstag (26.8.1939) an, dem Heeresarchiv Potsdam einzureichen, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach der Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer), in dieser Reihenfolge auch eingelagert, dann aber systematisch nach den kriegstagebuchführenden Stellen und deren Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (sog. "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass Kriegstagebücher von Divisionen noch bis Anfang oder Mitte 1944 beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind Divisions-Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr an die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert worden und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 verlorengegangen. Weitere Lücken - die nur zum Teil durch E = Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen wieder aufgefüllt werden konnten - haben sich durch Aktenverluste beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 ergeben. Sonst aber sind die Liegnitzer Divisionsbestände vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen gelangt, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und bald darauf nach Frankfurt/Main gebracht wurden, von wo sie in die USA gelangten. Dort wurden sie nochmals erfasst, verfilmt (mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen) und ab 1962 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Hier kamen sie zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und nach deren Auflösung (Anfang 1968) in das Bundesarchiv-Militärarchiv.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten (N=Nachträge):
Außer den Materialien aus Potsdam (bzw. Liegnitz), die etwa 95-98% der Bestände ausmachen, sind noch zu nennen:
- Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat,
- Einzelakten aus anderen der in den USA z.T. unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen ("EAP", u.a.),
- Abgaben aus Privathand, dabei auch Nachkriegs-Ausarbeitungen ("Studies" für die Historical Division/US Army in Europe, u.a.) - siehe die Zugangs-Vermerke in der Spalte "Bemerkungen".
Akten aus der Vorkriegszeit sind, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nicht überliefert; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
Die Schriftgutverzeichnisse weisen stets die gleiche Reihenfolge auf:
- "Stammtafeln" (mit organisationsgeschichtlichen Angaben - auch zu den Divisionseinheiten)
- Ia (Führungsabteilung; auch: Ausbildungsangelegenheiten)
- Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Ib (Quartiermeister) - mit den Unterabteilungen:
III (Div. Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div. Arzt)
IVc (Div. Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Divisions-Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen.
Umfangangabe entfernen
Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: KTB September 1939, November 1939 bis Juni 1940 und Dezember 1940 bis März 1945 sowie Unterlagen zur Divisionsgeschichte.
Ib: KTB Mai bis Juni 1940, Ende Mai 1941 bis August 1942 und Januar bis Dezember 1943.
Ic: TB Mai bis Juni 1940, Juni 1941 bis Juni (Anlagen bis September) 1943 und Oktober bis Dezember 1943.
IIa: TB Ende Mai 1941 bis März 1942 und Juli bis Dezember 1943.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 27-4/...
4. Panzer-Division (4. PD), 1939-1945
210 Aufbewahrungseinheiten; 9,5 laufende Meter
Bestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin: Erkennungsmarken-Verzeichnisse und namentliche Verlustmeldungen
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
RH 10 (OKH/Generalinspekteur der Panzertruppen)
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
N 245 (Nachlass Reinhardt, Hans-Georg)
N 592 (Nachlass Heidkämper, Otto)
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung)
PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
Akten:
RH 10/143 (Zustandsberichte 1943-1945)
ZA1/ 1596: Schneider, Erich: Panzerabwehr im Osten
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 41 und 63
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Neumann, Joachim: Die 4. Panzerdivision 1938-1943. Bericht und Betrachtung zu zwei Blitzfeldzügen und zwei Jahren Krieg in Rußland. (Selbstverlag) Bonn 1985, 1989
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Besondere Benutzungsbedingungen: Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.