Vor Ludwig Franz Houben, Notar zu Moers, bekennt Diederich Rheinen (Rhey-), Ackerer zu Homberg, von der Pastoratkasse der evangelischen Gemeinde zu Homberg aus Händen des Kirchmeisters Hermann Scholtheiß, Ackerers zu Lohmannsheide, Bürgermeisterei Baerl, ein Darlehen von 300 Talern Preußisch Kurant erhalten zu haben. Er verspricht, dafür so lange alljährlich auf Martini [11. November], im nächsten Jahr [1850] zum ersten Mal, 5 % Zins zu entrichten, bis das Kapital nach einer beiden Teilen freistehenden halbjährigen Aufkündigung vor dem Zinstermin abgelegt wird. Zur Sicherheit von Kapital, Zinsen und Kosten setzt der Schuldner seine 4/5 an einer zu Homberg in den Rheinkämpen gelegene, 4 Morgen, 124 Ruten, 20 Fuß große Baumweide mit Holzung (Anlieger: Rheinen, Heckmann, Freukes, Rhein, Hackscher Weg) zu Hypothek, damit der Gläubiger sich nötigenfalls daran schadlos halten kann. Er erklärt, dass besagte Wiese aus dem elterlichen Nachlass stamme, jedem der 5 hinterlassenen Kinder 1/5 davon zustehe, er die Anteile seiner Geschwister Catharina, Agnes und Christina Rheinen gemäß Kaufakt vom 14. Dezember 1818 erworben und diese laut Genehmigungs- bzw. Quittungsakt vom 18. Oktober und 6. November dieses Jahres [1849] dafür befriedigt habe [vgl. RW 1282 Nr. 16], so dass er zu 4/5 an vorgenannter Wiese beteiligt und befugt sei, diese zur Hypothek zu stellen. - So geschehen ... in der Amtsstube des unterschriebenen Notars in Gegenwart der zu Moers (Meurs) wohnenden Zeugen Franz Claesges, Kleinhändler, und Hermann Lambrecht, Weber, ...