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Stadt Warendorf Urkunden
1643 Januar 2
Regest: Die Erben des verstorbenen Bürgermeisters Johann Giese, Johann Giese jun., Georg Schmidt für seine Frau Katharina Bispinck und Gerhardt Heßelinck als Vormund für Gerhardt Giese, entschädigen Johann Middendorf, Schwiegersohn des Johann Giese sen., für schuldige 876 Reichstaler 15 Schilling wie folgt: Pacht des Walgernkamps 60 Reichstaler, wegen der Steckwiese war er noch 30 Reichstaler 15 Schilling schuldig, die nun verrechnet werden; eine Pension seitens der Stadt in Höhe von 29 Reichstaler 14 Schilling; 56 Reichstaler von dem Herrn Schenckinck zu Bevern; die Rente von jährlich 24 Schilling an die Provisoren des Siechenhorstes für 400 Reichstaler, mit der der hinterste Teil seines Wohnhauses, Küche und Kammer, belastet sind; 300 Reichstaler für den halben Haßelkamp vor dem Osttor an der Linnenstraße, belastet jährlich mit 1 Goldgulden für St. Ludgeri zu Münster und 1 1/2 Scheffel Morgenkorn. Geschehen im Haus des Middendorf an der Münsterstraße. Zeugen: Dr. Johann Bocksilber, Wilhelm Leve, Sohn des Johann Leve und Johann Dirkmann aus Schledehausen, Stift Osnabrück. Notariatsinstrument des Theodorus Rotarius alias Redeker.
Abschrift - Foliobogen mit nachgezeichnetem Signet: drei dreiblättrige Kleeblätter, Initialen SHHNP, Devise: Omne trinum perfectum. Alt: Abt. 2 D IV 1b, jetzt: A 237.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.