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Hernani
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Gemäß A. Walker (Franz Liszt, The Weimar Years, S. 287) dirigierte Liszt. Vgl. dazu auch S. Gut (Franz Liszt, S. 747).
Weimarische Zeitung Nr. 75, 18. September 1852, S. 746f.: „Zur Kritik der Oper. 1) Ernani von Verdi“: Gegenstand der Rezension ist zunächst eine Werkkritik, die die typischen Wagnerschen Ressentiments gegenüber der italienischen Oper beinhaltet. Zur Aufführung heißt es: „LISZT dirigirte, wie man den ‚Ernani‘ sollte dirigiren KÖNNEN, wie er aber unseres Erachtens nicht dirigirt werden DÜRFTE, so lange das Orchester – in welchem, beiläufig gesagt, der Mangel an Saiten wieder auffällig genug hervortrat – nicht wieder längere Zeit unter seinem energischen und präcisen Tactirstocke zusammengespielt ist. Wir würden einem schwächeren Dirigenten gegenüber dieses Tadel unterdrückt haben; Liszt aber steht uns über gewisse Rücksichten so erhaben da, daß wir fürchteten, ihn zu beleidigen, wenn wir ihm solche aufdringen wollten. [...] Die Intendanz kann man für die Einbürgerung des vielleicht besten Werkes von Verdi Dank wissen, und möglicherweise dürfte der ‚Ernani‘ gelegentlich eine der schwächern Arbeiten Bellinis – ‚Sonnambula‘ oder ‚Montecchi‘ ersetzen, was immerhin als ein Fortschritt anzusehen wäre.“