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Stadt Warendorf Urkunden
1611 Juni 1
Regest: Testament des Georg Heßeling. Er vermacht: der Alten Kirche 15 Reichstaler; vier armen Leuten eine wöchentliche Rente von je 10 1/2 Schillingen aus einer Summe von 1500 Reichstaler. Diese Armen erhalten zusätzlich noch 2 Gademe, die er von Jaspar Huge gekauft hat und die bei des Bürgermeisters Pagensteckers Häusern liegen, als Wohnung, mit dem Zugangsrecht zu dem Brunnen, der zwischen den Gademen liegt. Diese Gademe sollen "der bürger kinder proven (= Präbende) geheißen werden. Auch sollen solche armen qualificierte personen und bürgerkinder sein, deren eltern zum wenigsten ein bürgerskindt geboren sein". Das Kapital sollen die Armenprovisoren verwalten, in vier Teile teilen, so daß die Provisoren alle Vierteljahr die Renten zahlen können. Sie sollen darüber dem Rat Rechnung legen. Weiterhin vermacht er: der Schule 40 Reichstaler; den Kindern des verstorbenen Christian Heßeling Joannis 30 Reichstaler; Johann Bloeck, Lic. jur. 100 Reichstaler; Gerdt Heßeling zu Amsterdam einen Becher (Stope) mit seinem Namen im Wert von 30 Reichstaler, 300 Reichstaler sollen so angelegt werden, daß nach 3 Jahren "etliche geringe bürgertöchter, so sich ehelich zu bestaden begehrt, verhanden wehren, die welche sich bey ihren eltern oder anderen guten leuten ehrlich im dienste, und nicht utwendig mit hofertigen kleideren verhalten" in den Genuß der Rente kommen können. Auch hier soll der Rat Aufsicht führen. Weiterhin sollen 200 Reichstaler so angelegt werden, daß von der Rente der Roggen gekauft werden kann, wenn er am preiswertesten ist, um davon Brot backen zu lassen und unter 12 Hausarmen zu verteilen. Den Kindern des verstorbenen Henrich Heßeling und der Else Bocksilber vermacht er 80 Reichstaler; den Kindern von Christian Sternberg und Ursula Bocksilber 80 Reichstaler, dem Christian Sternberg 100 Reichstaler, den Kindern des Christian Sternberg und der Mette Heßeling 80 Reichstaler, dem Werner Pagenstecker 100 Reichstaler, Werner Pagensteckers und Katharina Heßelings Kindern 80 Reichstaler, der Witwe des Hermann Heßeling einen silbernen Becher von 10 Reichstaler, dem Dr. jur Georg Heßeling 200 Reichstaler, seinem Sohn Gerdt Jürgen Heßeling 25 Reichstaler, dem Sohn Jürgen des verstorbenen Arndt Heßeling, seinem Taufkind, 50 Reichstaler, Henrich Dickmanns Frau 25 Reichstaler, Gerdt Heßeling sen. 100 Reichstaler, seinen Kindern aus den ersten beiden Ehen 480 Reichstaler, der Tochter des Wandmachers Henrich Heßeling, jetzige Frau Dülberich, 70 Reichstaler, Gerdt Heßeling jun. 10 Reichstaler und seinen Kindern 20 Reichstaler, den Kindern des Jurgen Bocksilber 100 Reichstaler, für den Bau des Steinweges vor dem Freckenhorster Tor vom Kamp des verstorbenen Johann Dorsel bis auf die Anhöhe 40 Reichstaler. Sein Wohnhaus mit Holzschuppen und Brauhaus, den Brunnen und allem Zubehör vermacht er Johann Heßeling, Henrichs Sohn. Er soll Ursula Heßeling 200 Reichstaler daraus geben. Die Dusenschursche erhält 20 Reichstaler, Greteken Danitz 10 Reichstaler, die Kinder des Gerdt Krummacher, Gerd und seine Schwester, jeder 5 Reichstaler, die Kinder Wilhelm und Jorgen der Ursula Schiltmacher 30 Reichstaler, die Tochter Elseke des verstorbenen Hermann Eßeling 10 Reichtaler, die Kinder der Trineke Schiltmacher 10 Reichstaler und die Kinder des verstorbenen Jorgen Heßeling je 10 Reichstaler. Erben seiner beweglichen und unbeweglichen Güter werden Johann Sternberg an Stelle des verstorbenen Henrich Heßeling, sein Sohn Johann und Jürgen Bocksilber mit der Bedingung, daß der Sterbfall unter den Kindern dieser drei geteilt werden soll. Er unterschreibt, Rat und Bürgermeister siegeln auf sein Bitten mit dem Stadtsekretsiegel.
Abschrift - 2 Foliobogen. Auszugsweise Abschrift in A 1043. Alt: Abt. 2 D IV 1a, jetzt: A 237.
Urkunden
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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