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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg (Archivtektonik) >> Nachlässe und Familienarchive >> Oberrheinisches Adelsarchiv >> Gayling von Altheim'sches Gesamtarchiv Ebnet >> Gayling von Altheim'sches Gesamtarchiv Ebnet: Familien- und Personenarchive
1735-2019
Biographien der Familie Westphal/Suermondt: Otto Eduard Westphal (1853-1919) Otto Westphal wurde am 12. Juli 1853 als ältester Sohn des Kaufmanns Carl Wilhelm Ludwig Westphal (1824-1900) und seiner Ehefrau, Mathilde Westphal geb. Schlüter (1830-1910) in Hamburg geboren. Carl Wilhelm Ludwig Westphal war Miteigentümer der von seinem Großvater gegründeten Firma G.W.A. Westphal Sohn & Co. Diese Firma befasste sich mit dem Import und Handel von Tee und besteht seit 1796 und bis heute. Ab Herbst 1858 besuchte Otto Westphal eine Privatschule, wo er im Herbst 1869 die I. Klasse absolvierte und für ein halbes Jahr die Selekta besuchte. Parallel bekam er Unterricht in Englisch, Französisch, Latein sowie Physik und nahm Violinstunden. Am 2. August 1870 begann Otto Westphal eine kaufmännische Lehre im Geschäft Dieckmann & Co, wo er bis 1873 als Lehrling arbeitete. Zudem absolvierte er das einjährige, militärische Examen vor der Militär-Ersatz-Behörde. Ab 1874 war er als kaufmännischer Angestellter bei Edm. Schlüter & Co. in London tätig, von wo er im Dezember 1876 nach Hamburg zurückkehrte. Internationale Erfahrungen im Teegeschäft sammelte Otto Westphal von Januar bis Dezember 1877 auf einer Weltreise zu Teestudien, die ihn unter anderem nach Ägypten, Indien, China, Japan und in die USA führte. Nach seiner Rückkehr erhielt Otto Westphal 1878 die geschäftliche Vertretungsvollmacht in der G.W.A. Westphal Sohn & Co. und wurde zwei Jahre später Teilhaber der Firma. 1881 heiratete Otto Westphal Ida Wilhelmine Amsinck (1860-1945), 1882 wurde der erste Sohn, Wilhelm Heinrich Westphal (siehe unten), geboren. Otto Westphal bekleidete im Hamburg zahlreiche öffentliche Ämter. So war er mehrere Jahre Handelsrichter und Mitglied der Handelskammer. 1892 wurde er in die Hamburger Bürgerschaft gewählt, der er bis 1900 angehörte. In diesem Jahr wurde er auch in den Hamburger Senat gewählt. Als Senator und Präses der zweiten Sektion der Baudeputation fiel unter anderem der Bau des 1911 eröffneten Elbtunnels in seinen Zuständigkeitsbereich. Außerdem war Otto Westphal Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Bank. Im Jahr 1903 wurde er schließlich zum Rathausherrn ernannt. Otto Westphal starb am 6. Januar 1919 im Hamburg. Wilhelm Heinrich Westphal (1882-1978) Wilhelm Westphal wurde am 3. März 1882 in Hamburg geboren. In Hamburg besuchte er das Johanneum, das älteste humanistische Gymnasium Hamburgs, wo er seine späteren Berliner Studienkollegen Robert Pohl, James Franck und Gustav Hertz kennenlernte. Wilhelm Westphal studierte in Bonn und München sowie ab 1904 in Berlin Physik. Dies stellte einen Bruch der Familientradition dar, nach welcher der älteste Sohn die Teehandelsfirma G.W.A. Westphal übernahm. Im gleichen Jahr seines Studienbeginns in Berlin trat Wilhelm Westphal in die Deutsche Physikalische Gesellschaft ein. 1906 begann er seine Tätigkeit als Assistent am Physikalischen Institut der Universität Berlin, wo er unter Heinrich Rubens zu Wärmestrahlung und Gasentladung arbeitete. 1908 erfolgte die Promotion zu "Potentialmessungen in Kathodenraum glühender Oxykathoden" bei Arthur Wehnelt, 1913 die Habilitation zum Thema "Die Konstante des Stefan'schen Strahlungsgesetzes". Wilhelm Westphal nahm als Leutnant des Pionier-Regiments 36 am Ersten Weltkrieg teil, wobei er mit dem Eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse ausgezeichnet wurde. Bei dem Regiment handelte es sich um die erste deutsche Spezialtruppe für den Gaskampf. Sie wurde nach einem Plan des späteren Nobelpreisträger Fritz Haber aufgestellt und stand unter dessen Aufsicht. Wilhelm Westphals Aufgabe war es, bei Giftgasangriffen an der Front die Windrichtung zu beobachten und dafür zu sorgen, dass bei Winddrehungen die eigenen Truppen nicht gefährdet wurden. Von 1916 bis 1918 leistete Wilhelm Westphal als Adjutant bei der Heeresgasschule unter Fritz Haber Dienst in Berlin. Nach Kriegsende wurde Wilhelm Westphal zum außerplanmäßigen Professor für Physik an der Technischen Hochschule Berlin ernannt. 1922 erfolgte die Berufung zum Referenten der Hochschulabteilung des Preußischen Kultusministeriums. In dieser Funktion besuchte Wilhelm Westphal als erster deutscher Wissenschaftler 1922 offiziell die Sowjetunion. Während seiner Tätigkeit im Preußischen Kultusministerium lernte Wilhelm Westphal auch Kurt Hahn, den Mitbegründer der Schule Schloss Salem bei Überlingen am Bodensee, kennen. Hier war Wilhelm Westphal unter Beurlaubung vom Staatsdienst zwischen 1925 und 1926 als Lehrer für Physik tätig. In Salem entstand die erste Auflage des späteren Standardwerkes und Lehrbuches "Physik", das bis 1970 in der 26 Auflagen erschien. 1928 kehrte Wilhelm Westphal an die Technische Hochschule Berlin zurück, wo er beamteter außerordentlicher Professor im Physikalischen Institut wurde. Hier übernahm er die hauptamtliche Leitung der physikalischen Übungen am Lehrstuhl für Experimentalphysik unter Gustav Hertz und baute das Physikalische Praktikum im 1931 fertiggestellten Physikgebäude auf, das auch als Vorbild für andere Hochschulen diente. Der Schwerpunkt der Tätigkeit von Wilhelm Westphal lag im hochschuldidaktischen Bereich und in der literarischen Arbeit für die Wissenschaft, bei der er sich auch um die populärwissenschaftliche Vermittlung physikalischer Themen in der Presse bemühte. So betreute er von Mitte der 1920er Jahre bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1943 die naturwissenschaftliche Berichterstattung der Frankfurter Zeitung. Seit 1943 war er Mitarbeiter bei den Physikalischen Blättern, deren Betreuung er von 1948 bis 1967 übernahm. Zudem war er Herausgeber der Sammlung "Die Wissenschaft" sowie Autor des Ullstein-Bandes "Deine tägliche Physik". 1955 wurde Wilhelm Westphal emeritiert, hielt aber noch bis in die 1970er Jahre Vorlesungen an der Technischen Universität Berlin, wo er 1964 zum Ehrensenator ernannt wurde. 1963 erhielt Wilhelm Westphal außerdem den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Wilhelm Westphal war zweimal verheiratet (1911 mit Olga Meyer-Delius, nach 1925 mit Irmgard Henze) und hatte insgesamt 9 Kinder. Neben der Vermittlung physikalischer Themen widmete sich Wilhelm Westphal in seiner Freizeit der Erforschung seiner Familiengeschichte. Wilhelm Westphal starb am 5. Juni 1978 in Berlin. Otto Hermann Eduard Westphal (1913-2004) Otto Westphal wurde am 1. Februar 1913 als ältester Sohn des Physikers Wilhelm Westphal (siehe oben) und seiner Ehefrau, Olga Westphal geb. Meyer-Delius (1889-1977), in Berlin geboren. Von 1919 bis 1925 besuchte Otto Westphal die Vorschule und das Gymnasium in Berlin-Zehlendorf. Nach der Scheidung der Eltern zog Olga Westphal 1925 zusammen mit ihren insgesamt vier Kindern nach Freiburg i. Br. Von 1925 bis 1930 besuchte Otto Westphal die Schule Schloss Salem, die 1920 von Prinz Max von Baden, Kurt Hahn und Karl Reinhardt gegründet worden war und in der sein Vater, Wilhelm Westphal, von 1925 bis 1926 als Physiklehrer tätig war. In Salem bestand Otto Westphal 1931 das Abitur und begann anschließend das Studium der Chemie und Naturwissenschaften an der Universität Freiburg. 1932 wechselte Otto Westphal zum Studium nach Berlin, wo er an der Universität und Technischen Hochschule studierte und 1935 seinen Diplomabschluss erlangte. An das Studium schloss sich eine Tätigkeit als Doktorand am Chemischen Institut der Universität Heidelberg an, wo Otto Westphal 1937 von Karl Freudenberg zum Thema "Über die gruppenspezifische Substanz A: Untersuchungen über die Blutgruppen des Menschen" promoviert wurde. Anschließend war Otto Westphal drei Jahre als Assistent am Chemischen Institut der Universität Heidelberg sowie am damaligen Kaiser Wilhelm Institut für medizinische Forschung, dem heutigen Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, tätig. 1942 habilitierte sich Otto Westphal zum Dozenten für Chemie an der Universität Heidelberg, worauf der Ruf als Dozent für Organische und Biochemie an die Universität Göttingen sowie die Tätigkeit als Leiter der Biochemischen Abteilung des Chemischen Instituts der Universität Göttingen und der Praktika für Mediziner am dortigen Chemischen Institut folgte. In den Göttinger Jahren lag der Forschungsschwerpunkt von Otto Westphal auf der Herstellung verbesserter Impfstoffe gegen kriegsbedingte Infektionskrankheiten, speziell gegen Fleckfieber und Salmonella-Erkrankungen, wobei sich seine Arbeit auch auf die Zusammenarbeit mit den Behringwerken in Marburg an der Lahn stützte. Die Forschungen von Otto Westphal wurden als kriegswichtig eingestuft, wodurch er und seine Mitarbeiter vor dem Einzug zum Militärdienst bewahrt wurden. Auch seine, vom nationalsozialistischen Regime als sogenannte "Halbjuden" eingestuften Mitarbeiter Botho Kickhöfen, Fritz Bister und Otto Lüderitz wurden so vor einem geplanten Einsatz bei der Organisation Todt zum Straßenbau in Polen bewahrt. Durch die Militärregierung wurde Otto Westphal im Januar 1946 von seiner Tätigkeit an der Universität Göttingen entbunden. Der Unterausschuss für den Lehrkörper der Universität hatte im September 1946 entschieden, dass Otto Westphal seine Lehrtätigkeit als Hochschullehrer nicht fortsetzen dürfe, gestattet wurde ihm aber eine Forschungstätigkeit außerhalb der Universität. Allerdings wurde Otto Westphal schon im Oktober 1946 von der Militärbehörde wieder als Dozent und Institutsleiter eingesetzt und im März 1948 vom Entnazifizierungshauptausschuss Göttingen endgültig als "entlastet" eingestuft. Hintergrund des Verfahrens war Otto Westphals Eintritt in die SS im November 1933 sowie seine Mitgliedschaft in der NSDAP von Mai 1937 bis September 1941. Im November 1938 reichte Otto Westphal ein Austrittsgesuch aus der SS ein und tat danach keinen Dienst mehr in der SS. Seit 1942 war Otto Westphal Mitglied der Reichsdozentenschaft, zudem war er Mitglied im NS Bund Deutscher Technik. Darüber hinaus konnte die Medizinhistorikerin Annette Hinz-Wessels nachweisen, dass Otto Westphal Teil des Netzwerkes von Wissenschaftlern war, in dessen Rahmen tödliche Fleckfieberimpfversuche an KZ-Insassen stattfanden (Vgl. Annette Hinz-Wessels: Immunologie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, in: Deutsche Gesellschaft für Immunologie (Hrsg.): Immunologie in Deutschland. Geschichte einer Wissenschaft und ihrer Fachgesellschaft, Berlin 2017, S. 79-126, hier S. 118). Im November 1946 entschied sich Otto Westphal für die Tätigkeit als Mitarbeiter und ab 1947 als Leiter des Wander-Forschungsinstituts in Säckingen. Dieses Institut wurde von der schweizerischen Firma Wander AG Bern nahe der deutsch-schweizerischen Grenze gegründet, um ein von Paul Ehrlich entwickeltes Medikament gegen Syphilis, das aufgrund der alliierten Bestimmungen nach dem Krieg patentfrei war, zu produzieren. Da in England zeitgleich das geeignetere Mittel Penicillin auf dem Markt erschien, scheiterte dieses Vorhaben und der Schwerpunkt des Instituts wurde auf die Erforschung bakterieller fiebererzeugender Präparate zur Abheilung von Erkrankungen durch Fiebertherapie gelegt. Neben seiner Tätigkeit als Leiter des Wander-Forschungsinstituts bemühte sich Otto Westphal zeitgleich um seine Umhabilitation als Dozent für Chemie an die Universität Freiburg, die 1948 erfolgte. Im Februar 1952 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für Organische und Biochemie in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg ernannt. 1958 lehnte Otto Westphal den Ruf auf den Lehrstuhl für Biochemie an der Universität Tübingen als Nachfolger von Adolf Butenandt ab. Im selben Jahr wurde der Sitz des Wanderforschungsinstituts von Säckingen in einen Neubau nach Freiburg verlegt, das 1962 von der Max-Planck-Gesellschaft als "Max-Planck-Institut für Immunbiologie" übernommen wurde. Otto Westphal war von 1962 bis 1982 Direktor dieses Max-Planck-Instituts. Nach der Emeritierung vom Freiburger Max-Planck-Institut war Otto Westphal von 1982 bis 1983 wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und seit 1984 Emeritus der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Während seiner beruflichen Laufbahn war Otto Westphal Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Fachgremien und erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise für seine wissenschaftliche Arbeit. Zu den Mitgliedschaften gehören: 1961 Ernennung zum Mitglied der Leopoldina und Wahl zum Fellow der New York Academy of Science 1968 Wahl zum Mitglied des Stiftungsrates der Paul-Ehrlich-Stiftung 1969-1977 Präsident der von ihm 1967 mitbegründeten Gesellschaft für Immunologie in Deutschland 1970 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften 1975 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences 1978 Ernennung zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Allergie und Immunitätsforschung Bis Mitte 1982 Senator und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates der Max-Planck-Gesellschaft Wissenschaftlicher Berater der Weltgesundheitsorganisation in Genf, des Sloan Kettering Cancer Centers in New York und des International Institutes of Cellular and Molecular Pathology in Brüssel Mitherausgeber der Biochemischen Zeitschrift und des Journal of Chromatography, Mitinitiator des "European Journal of Immunology" Zu seinen Preisen und Auszeichnungen zählen: 1956 Claude-Bernard-Medaille der Universität Montreal 1959 Pasteur-Medaille der französischen Gesellschaft für Mikrobiologie 1962 Emil-Fischer-Medaille der Gesellschaft Deutscher Chemiker 1964 Emil-von-Behring-Preis 1965 Carus-Medaille der Akademie Leopoldina 1967 Medizinischer Ehrendoktor der Universität Gießen 1968 Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis In seiner Freizeit war Otto Westphal passionierter Flötenspieler. Insgesamt war Otto Westphal dreimal verheiratet und hatte drei Kinder. 1984 zog Otto Westphal von Freiburg in die Schweiz, wo er am 14. November 2004 in Montreux verstarb. Wilhelm Nikolaus von Gayling-Westphal (1942- ) Am 02. Januar 1942 wurde Wilhelm Nikolaus von Gayling-Westphal als erstes Kind von Otto Westphal und Olga Westphal geb. Freiin Gayling von Altheim in Göttingen geboren. Nikolaus von Gayling-Westphal wuchs in Göttingen und Bad Säckingen auf. 1956 kam er nach Freiburg, wo er 1961 das Abitur bestand. Danach studierte er u.a. in Konstanz und Berlin Soziologe, Politikwissenschaft und Psychologie. In Konstanz machte Nikolaus von Gayling-Westphal 1969 bei Ralf Dahrendorf im Fach Soziologie seinen Abschluss als Magister. Laut dem Genealogischen Handbuch des Adels ist Nikolaus von Gayling-Westphal seit 1975 Herr auf Ebnet mit Kappel-Neuhäuser, Nimburg und Wagensteig sowie Grundherr zu Oberbuchenbach und Nonnenweier und war bis 1972 Mitherr auf Hinterhausen am Bodensee. Nikolaus von Gayling-Westphal war für die FDP in verschiedenen kommunalen Gremien aktiv. Dazu gehören unter anderem seine Tätigkeiten als Gemeinde- und Stadtrat in Konstanz und Freiburg. Schon 1973 übernahm Nikolaus von Gayling-Westphal die Geschäfte der Freiherr von Gayling'schen Gutsverwaltung und ist nach eigenen Angaben hauptberuflich als Land-, Forst- und Energiewirt tätig (Vgl. Nikolaus von Gayling-Westphal, in: https://www.badische-zeitung.de/nikolaus-von-gayling-westphal-freiburg--82626612.html (zuletzt aufgerufen am 09.Juni2020)). Seit 1986 lebt Nikolaus von Gayling-Westphal auf Schloss Ebnet in Freiburg i Br., wo vom Verein Ebneter Kultursommer e.V. unter seinem Vorsitz in den Sommermonaten diverse kulturelle Veranstaltungen veranstaltet werden. Nikolaus von Gayling-Westphal war zweimal verheiratet und hat fünf Kinder. Ada Emma Suermondt (1885-1966) Ada Suermondt wurde am 04. Juli 1885 als Tochter von Oscar Suermondt (1849-1922), königlich preußischer Rittmeister im Posenschen Ulanenregiment Nr. 10 und bekannter Herrenreiter, und Marie Malvine Henriette van Hoey Smith (1863-188) in Köln geboren. Am 24. März 1911 heiratete sie in Aachen den königlich-preußischen Major a. D. im 1. Garde-Dragoner-Regiment Königin Viktoria von Großbritannien und Irland und Badischen Geschäftsführer der Deutschnationalen Volkspartei, Carl Heinrich Ludwig Franz Freiherr Gayling von Altheim (1875-1931). Im Jahr darauf, am 11. Januar 1912, wurde deren gemeinsame Tochter Olga (1912-1987), spätere Ehefrau von Otto Westphal, geboren. Die Ehe zwischen Ada Suermondt und Carl Heinrich Freiherr Gayling von Altheim wurde am 21. Oktober 1921 in Freiburg geschieden. Die zweite Ehe von Ada Suermondt wurde am 04. Januar 1922 in Kronstetten geschlossen. Sie heiratete den königlich-preußischen Major a. D. und Gutsbesitzer Friedrich Egidius Anton Schueler van Krieken (1885-1936). Die Ehe wurde am 21. April 1936 in München geschieden. Ada Suermondt starb am 05. September 1966 in Aachen.
Zur Bestandsgeschichte: Der Ausgangspunkt für das Familienarchiv Westphal liegt bereits im 18. Jahrhundert: In der "Urkunde der Familie Westphal" berichten verschiedene Familienmitglieder zwischen 1734 und 1832 über prägende Familienereignisse. Dazu gehören etwa Geburten, Todesfälle, Eheschließungen sowie die Gründung der Teehandelsfirma G. W. A. Westphal im Jahr 1796. Diese Art Familienchronik wurde von Philipp Nicolaus Westphal (1712-1790) begonnen und von seiner Ehefrau Marie Eleonore geb. Isenbart (1727-1794) sowie von seinem Sohn, Gottlieb Wilhelm Alexander Westphal (1763-1841), dem Gründer der Teehandelsfirma, fortgeschrieben. Otto Eduard Westphal bemühte sich, das Werk seines Großvaters, Gottlieb Wilhelm Alexander Westphal, fortzuführen und setzte sich ebenfalls mit der Geschichte der Familie Westphal auseinander. Dies fand unter anderem in der 1899 in Privatdruck erschienen Arbeit "Die ersten Generationen der Familie Westphal in Gardelegen und Hildesheim und andere Familien-Nachrichten" seinen Niederschlag. Anknüpfend an diese Forschungen setzte sein Sohn, Wilhelm Westphal, die familiengeschichtlichen Arbeiten fort, was unter anderem in zahlreichen von ihm erstellten Ahnentafeln sowie den "Familiengeschichtlichen Mitteilungen", in denen Wilhelm Westphal seine Forschungsergebnisse zu verschiedenen Bereichen der Geschichte der Familie Westphal für die übrigen Familienmitglieder darlegte, dokumentiert ist. Die den genannten Arbeiten zugrundeliegenden Quellen und Belegexemplare gehören heute zum Bestand des Familienarchivs Westphal. Neben der Geschichte der Familie Westphal setzten sich sowohl Otto Eduard Westphal als auch Wilhelm Westphal zusätzlich mit der Geschichte der Familien der angeheirateten, weiblichen Familienmitglieder auseinander. Dazu gehört etwa die Geschichte der Familien Amsinck, Meyer-Delius und Schlüter, weshalb sich auch zu diesen Familien Dokumente im Familienarchiv Westphal befinden. Nikolaus von Gayling-Westphal (1942-) baute auf den Vorarbeiten seiner Ahnen auf, wobei weniger die Erforschung der Familiengeschichte als vielmehr das Erhalten und Zusammentragen des Materials zur Familiengeschichte im Fokus standen. So kamen unter Nikolaus von Gayling Westphal neben den bereits vorhandenen familiengeschichtlichen Sammlungen auch die Nachlässe seines Großvaters Wilhelm Westphal sowie seines Vaters Otto Westphal zum Bestand des Familienarchivs Westphal hinzu. Neben Dokumenten zur Geschichte der Familie Westphal weitete Nikolaus von Gayling-Westphal seine Sammeltätigkeit auch auf Dokumente mit Bezug zur Familiengeschichte seiner Mutter, Olga Westphal geb. Freiin Gayling von Altheim (1912-1987) aus. Dazu gehörten Dokumente mit Bezug zum Adel des Oberrheins ebenso wie Unterlagen zur Geschichte der Familie ihrer Mutter Ada Suermondt (1885-1966). Der von Nikolaus von Gayling-Westphal engagierte Archivpfleger der Freiherr von Gayling'schen Archivverwaltung auf Schloss Ebnet, Paul-René Zander, bemühte sich, durch Kontaktaufnahme mit Verwandten von Ada Suermondt insbesondere Bildnisse von Angehörigen der Familie Suermondt zusammenzutragen. Neben dem persönlichen Nachlass von Ada Suermondt bildet diese Fotosammlung den zweiten Teil des Familienarchivs Suermondt. Der Nachlass von Ada Suermondt kam vermutlich nach ihrem Tod in den Besitz ihrer einzigen Tochter, Olga Westphal geb. Gayling von Altheim, und wurde wahrscheinlich nach deren Tod 1987 Teil des Oberrheinischen Adelsarchivs. Das Oberrheinische Adelsarchiv (OAA) umfasst mehr als 190 laufende Regalmeter mit Archivalien zu verschiedenen Adelsgeschlechtern des Oberrheingebiets, die die Geschichte des Adels links und rechts des Rheins vom 9. bis ins 21. Jahrhundert mitbestimmten. Die Familienarchive Westphal und Suermondt sind eigener Bestand Teil des OAA. Das OAA wurde 1986 in der Ebneter Schlosskapelle untergebracht, nachdem diese zuvor restauriert und für Archivzwecke von Nikolaus von Gayling-Westphal umgebaut worden war. Das Westphal-Archiv ist seit Oktober 1991 im Schlossarchiv Ebnet hinterlegt. 2016 erwarb das Landesarchiv Baden-Württemberg nach langjährigen Verhandlungen mit Nikolaus von Gayling-Westphal das gesamte Oberrheinische Adelsarchiv. Am 16. März 2017 wurde in einem Festakt auf Schloss Ebnet symbolisch der letzte Karton des Oberrheinischen Adelsarchivs von Nikolaus von Gayling-Westphal an das Staatsarchiv Freiburg übergeben. Seit Mai 2018 wurde das Familienarchiv Westphal/Suermondt von Susanne Brenneisen im Rahmen eines von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg finanzierten Projektes erschlossen und verzeichnet. Der Bestand umfasst 933 Verzeichnungseinheiten in 28 lfd. m.
Inhaltliche Schwerpunkte: Familienarchiv Westphal Inhaltlich lässt sich das Familienarchiv Westphal in vier große Hauptbereiche untergliedern, nämlich: In den Nachlass von Otto Westphal, welcher etwa die Hälfte des Bestandes ausmacht, den Nachlass von Wilhelm Westphal, den Vorlass von Nikolaus von Gayling-Westphal sowie die familiengeschichtlichen Materialsammlungen (mit den genealogischen Forschungsergebnissen von Paul-René Zander). Diese vier großen Hauptbereiche werden durch kleinere Teilbestände ergänzt. Dazu gehören Archivalien mit Bezug zu Otto Eduard Westphal und seiner Ehefrau Ida Wilhelmine Westphal geb. Amsinck, zu den ersten Ehefrauen von Wilhelm Westphal und Otto Westphal sowie zu Verwandten von Nikolaus von Gayling Westphal. Zum Nachlass von Otto Westphal zählen insbesondere Korrespondenzen mit nationalen wie internationalen Vertretern der Immunbiologie sowie Unterlagen, die Auskunft über seine berufliche Tätigkeit im Dr. Wander Forschungsinstitut in Säckingen sowie im Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg geben können. Auffällig ist, dass die berufliche Korrespondenz von Otto Westphal lediglich bis in das Jahr 1949 zurückreicht, sodass die Verbindungen von Otto Westphal zum Netzwerk der Wissenschaftler aus der Fleckfieberforschung während der NS-Zeit anhand der Korrespondenzen im Bestand nicht erforscht werden können. Auch die private Korrespondenz von Otto Westphal aus dieser Zeit enthält keinerlei Informationen zu diesen Verbindungen. Neben der Korrespondenz, nimmt die Sammlung von Publikationen zu immunbiologischen Themen im Nachlass von Otto Westphal einen großen Platz ein. Hinzu kommt eine umfangreiche Fotosammlung aus dem privaten und beruflichen Umfeld von Otto Westphal sowie audiovisuelles Archivgut, etwa in Form von Filmen über das Dr. A. Wander Forschungsinstitut in Säckingen sowie Tonaufzeichnungen von Vorträgen von Otto Westphal. Diese Archivalien werden durch eine kleine Anzahl persönlicher Dokumente, Zeugnisse und Urkunden von Otto Westphal ergänzt. Der Nachlass von Wilhelm Westphal umfasst eine umfangreiche Materialsammlung zu familiengeschichtlichen Themen, zu denen etwa Korrespondenzen und Dokumente verschiedener Vorfahren von Wilhelm Westphal wie auch der Familie Meyer-Delius gehören. Ergänzt werden diese Archivalien durch eine Reihe von Unterlagen mit Bezug zur Geschichte der Firma G.W.A. Westphal. Neben der Materialsammlung besteht der Nachlass von Wilhelm Westphal aus einer Reihe von Korrespondenzen mit Freunden, Kollegen und Familienangehörigen. Die Briefe seiner ersten Ehefrau, Olga geb. Meyer-Delius, thematisieren auch den Militäreinsatz von Wilhelm Westphal während des Ersten Weltkrieges und am Rande auch seinen Einsatz im Regiment 36 von Fritz Haber. In den persönlichen Dokumenten finden sich zudem auch die militärischen Auszeichnungen von Wilhelm Westphal sowie die diesbezüglichen Urkunden. Der Vorlass von Nikolaus von Gayling-Westphal umfasst insbesondere Dokumente, die seine kommunalpolitischen Aktivitäten in Konstanz und Freiburg widerspiegeln. Darüber hinaus ist der umfangreiche Bestand von Akten der Freiherr von Gayling'schen Verwaltung hervorzuheben, deren Geschäfte Nikolaus von Gayling-Westphal seit 1973 übernommen hatte, wobei die Laufzeit der Akten weit vor die Übernahme der Geschäfte durch Nikolaus von Gayling-Westphal hinausreicht. Die familiengeschichtlichen Sammlungen sind keiner eindeutigen Provenienz zuzuordnen. Die Archivalien aus diesem Bereich umfassen neben den bereits erwähnten genealogischen Unterlagen wie Ahnentafeln, eine umfangreiche Sammlung von persönlichen Dokumenten und Urkunden zu verschiedenen Familienmitgliedern, Korrespondenzen zu familiengeschichtliche Forschungen, eine große Fotosammlung mit der Darstellung verschiedener Familienmitglieder sowie eine kleinere Sammlung von Objekten mit Bezug zur Familiengeschichte, zu der etwa auch eine silberne Taufschale der Familie Westphal gehört. Die Unterlagen der genealogischen Forschungen von Paul-René Zander enthalten insbesondere Ahnenlisten von verschiedenen Angehörigen der Familie Westphal. Dazu gehört auch der französische Zweig der Familie Westphal. Im Teilbestand mit Bezug zur ersten Ehefrau von Wilhelm Westphal, Olga Meyer-Delius, sind Briefe von Wilhelm Westphal enthalten, die seine Eindrücke vom Kriegsgeschehen schildern. Von seinem Einsatz im Regiment 36 unter Fritz Haber ist in der Korrespondenz allerdings nur wenig zu erfahren, da die Briefe zensiert wurden und gerade dieses Unternehmen der besonderen Geheimhaltung unterlag. Des Weiteren sind in diesem Teilbestand Briefe von Carmen Finckenstein geb. Hertz sowie von Otto Westphal an seine Mutter enthalten. Im Teilbestand mit Bezug zur ersten Ehefrau von Otto Westphal, Olga Freiin Gayling von Altheim, ist, neben den Korrespondenzreihen und der genealogischen Sammlung, insbesondere die umfangreiche Fotosammlung hervorzuheben, welche auch zahlreiche Darstellungen ihrer Vorfahren mütterlicherseits, Angehörige der Familie Suermondt, enthalten. Die Teilbestände mit Bezug zu Otto Eduard Westphal und Ida Amsinck enthalten insbesondere Korrespondenzen und Sammlungen von persönlichen Dokumenten. Die Korrespondenz von Otto Eduard Westphal bezieht sich auch auf die Ereignisse während des Ersten Weltkrieges sowie eine Ostasienreise von Otto Eduard Westphal mit Schilderung der örtlichen Teekultur. Familienarchiv Suermondt Das Familienarchiv Suermondt lässt sich in drei Teilbereiche einteilen: Den privaten Nachlass von Ada Suermondt, die Sammlung von Bildnissen von Angehörigen der Familie Suermondt sowie Zeitschriftenartikel und Aufsätze über Angehörige der Familie Suermondt. Die Bildnissammlung stammt von Ada Suermondt und enthält Bilder ihrer Vorfahren, die mitunter bis in das 19. Jahrundert zurückreichen. Die Bildnissammlung wurde durch Paul-René Zander ergänzt. Er legte auch die Sammlung der Zeitschriftenartikel und Aufsätze mit Bezug zur Geschichte der Familie Suermondt an. Der private Nachlass von Ada Suermondt umfasst eine umfangreiche Sammlung von Fotoalben mit privaten Bildern ihrer Familie und Freunde, oftmals Urlaubsbilder, welche historische Aufnahmen bekannter Bade- und Kurorte wie etwa Biarritz enthalten. Besonders hervorzuheben ist auch eine Sammlung von Taschenkalendern mit beinahe täglichen Einträgen, die vom Jahr 1902 bis zum Tod von Ada Suermondt im Jahr 1966 reichen.
Klassifikation des Bestandes: Entsprechend der inhaltlichen Schwerpunkte des Bestandes ergibt sich folgende Klassifikation des Familienarchivs Westphal/Suermondt: - Otto Westphal (1913-2004) - Wilhelm Westphal (1882-1978) - Olga Westphal geb. Meyer-Delius (1889-1977) - Otto Eduard Westphal (1853-1919) - Ida Westphal geb. Amsinck (1860-1945) - Olga Westphal geb. Freiin Gayling von Altheim (1912-1987) - Ada Suermondt (1885-1966) - Nikolaus von Gayling-Westphal - weitere Mitglieder der Familie v. Gayling-Westphal - Familiengeschichtliche Materialsammlung Die Untergliederung der personenbezogenen Teilbestände orientierte sich an den "Richtlinien für die Titelaufnahme und Repertorisierung von Nachlässen" des Landesarchivs Baden-Württemberg (Stand März 2004). Dementsprechend gliedern sich die personenbezogenen Teilbestände in folgende Unterpunkte auf: 1. Persönliche Dokumente 2. Unterlagen aus beruflicher Tätigkeit 3. Unterlagen aus sonstiger gesellschaftlicher Tätigkeit 4. Korrespondenzen (beruflich) 5. Korrespondenzen (privat) 6. Materialsammlung Allerdings muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass nicht jeder Unterpunkt in jedem personenbezogenen Teilbestand enthalten ist. Zudem wurden die Unterpunkte aus den Richtlinien z. T. durch weitere ergänzt: "7. Fotos" sowie "8. Ton- und Filmaufnahmen". Der Teilbestand der familiengeschichtlichen Materialsammlung gliedert sich in die folgenden Unterpunkte: 1. Genealogische Sammlung 2. Dokumentensammlung 3. Fotosammlung 4. Korrespondenz 5. Objektsammlung 6. Sammlung Paul-René Zander
Bearbeitungsschritte und Benutzungsinformationen: Im Mai 2018 begann die Erschließung des Familienarchivs Westphal/Suermondt. Begonnen wurde mit der beruflichen Korrespondenz von Otto Westphal, da diese einer der wenigen, zusammenhängenden Teilbestände des Familienarchivs war. Die Korrespondenzen von Otto Westphal sind innerhalb der Faszikel chronologisch und innerhalb der einzelnen Jahre alphabetisch nach den Nachnamen der Korrespondenzpartner geordnet. Im "Enthält-Vermerk" wurden Korrespondenzpartner aufgenommen, die qualitativ (z.B. als prominente Vertreter ihrer Wissenschaft) oder quantitativ ins Gewicht fallen. Für die Korrespondenzpartner wurden Personendeskriptoren angelegt, ebenso werden entsprechende Websites angegeben. Gleiches gilt für den gesamten Bestand, wobei auch Ortsdeskriptoren vergeben wurden. Die übrigen Bestandteile des Familienarchivs Westphal/Suermondt wurden zum Zeitpunkt des Ankaufs vermischt mit Archivalien mit Bezug zum Oberrheinischen Adel vorgefunden, sodass die zum Familienarchiv dazugehörigen Bestandteile vor der Verzeichnung einzeln herausgesucht und separat gelagert werden mussten. Dabei konnte nicht immer eine provenienzgerechte Zuordnung der einzelnen Archivalien zu den personenbezogenen Teilbeständen des Familienarchivs erfolgen, da durch den Archivpfleger Paul-René Zander zum Teil bereits Teilbestände nach dem Pertinenzprinzip gebildet wurden, die sich nach der Neuordnung des Bestandes nun in den Familiengeschichtlichen Materialsammlungen finden. Umgekehrt finden sich auch in den personenbezogenen Teilbeständen genealogische und familiengeschichtliche Sammlungen, da sie, sofern identifizierbar, provenienzgerecht zugeordnet und verzeichnet wurden. Im August 2018, im Januar 2020 sowie im April 2020 wurden analoge Datenträger mit audiovisuellem Archivgut zur Digitalisierung an das Audiovisuelle Archiv in Stuttgart (Hauptstaatsarchiv Stuttgart) übersandt. Sämtliche analoge Originale befinden sich im Audiovisuellen Archiv in Stuttgart. Ungeachtet dessen finden sich im vorliegenden Findmittel Titelaufnahmen zum gesamten Inhalt des Bestands. Sofern von Mitarbeitern des Audiovisuellen Archivs in Stuttgart eigene Signaturen vergeben wurden, sind diese im Feld "Vorsignatur 1 (Aktenz.)" verzeichnet.
Ergänzungen: Ergänzende Bestände Otto Westphal Bundesarchiv - Auskunft über die Mitgliedschaften von Otto Westphal in der SS und NSDAP Mitgliederkarteikarte der NSDAP-Gaukartei (BArch R 9361-IX KARTEI / 48241600.) Hochschullehrerkartei des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (BArch, R 4901 / 13280, Westphal, Otto, 1.2.1913.) Parteikorrespondenz, 5 Blatt (BArch, R 9361 II / 1194219.) Beihilfeunterlagen der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 12 Blatt (BArch, R 9361 VI / 3416.) Akte des Rasse- und Siedlungshauptamtes, ca. 40 Blatt (BArch, R 9361 III / 223831.) Karteikarte des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (BArch (ehem. BDC) REM, Westphal, Dr., Otto, 1.2.13.) Karteikarte des Reichsforschungsrates, 3 Blatt (BArch (ehem. BDC) RFR, Westphal, Dr. Otto.) SS-Ausweise, 2 Blatt (BArch, R 9355 / 697.) Bundesarchiv - Fleckfieberversuche Otto Westphal Akte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, ca. 150 Bl., Westphal an DFG, 10.3.1944 sowie 14.7.1943 (BArch R 73 / 15651.) Universitätsarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin, Akte Otto Westphal (VBS 1003 / ZM 1047 A. 07) Universitätsarchiv Göttingen - Akademische Tätigkeit während der NS-Zeit (Signatur Kur PA Otto Westphal) Archiv der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. in Berlin Splitternachlass von Otto Westphal - Unterlagen zu einem geplanten Max-Planck-Institut für Musikforschung in Kopie, zwei Mappen, Laufzeit 1961-1974 Lebenslauf von Otto Westphal im Nachlass von Adolf Butenandt (Signatur III Abt./084/2 (Nachlass Adolf Butenandt), Nr. 7701) Dr. A. Wander GmbH Säckingen Staatsarchiv Freiburg 1948-1953 Jahresberichte (durchgeführte Arbeiten, personelle Aufstellung, Finanzplan), Sonderdrucke mit Resultaten der Arbeit der Mitarbeiter des Instituts, Anträge zur Verwendung von bestimmten chemischen Stoffen, Bestand "Landesgewerbeamt Baden-Württemberg, Außenstelle Freiburg" (Signatur C 37/1 Nr. 756) Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg (Eintrag HRB 375) Genealogische Unterlagen zur Familie Westphal Staatsarchiv Leipzig 1917-1936 Archivalien zu Nachfahren des Johann Christoph Westphal aus Ebstorf 16. - 17. Jh. und des Simon Westphal aus Frose (1618 - 1694) 17. - 18. Jh.- Geburtsbrief des Paschasius Westphal aus Gardelegen 1639 (Abschrift).- Familienblätter. (Signatur 22179 Genealogische Mappenstücke, Nr. Ma 25639) Veröffentlichung von Teilen des Bestandes Frau Annette Hinz Wessels bezog sich 2017 in ihren beiden Aufsätzen "Immunologie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus" sowie "Entwicklung der Immunologie in der Bundesrepublik Deutschland (1945-1975)" unter dem Stichwort "Material Werner Fasolin" auf verschiedene im Familienarchiv befindliche Dokumente, die sie von Werner Fasolin in Kopie erhalten hat. Fasolin, der über die Geschichte der Stadt Bad Säckingen forscht, hatte sie selbst auf Schloss Ebnet, wo das Familienarchiv bis 2016 lagerte, angefertigt. Die von Hinz-Wessels benannten Dokumente haben im Staatsarchiv Freiburg folgende Signaturen: StAF T 100/10 Nr. 100 StAF T 100/10 Nr. 186 StAF T 100/10 Nr. 445 StAF T 100/10 Nr. 8 Literaturhinweise Otto Westphal Wer ist's? - Otto Westphal, in: Nachrichten aus Chemie und Technik 10 (1962) 18, S. 279 Werner Fasolin: Säckingen - Mekka der Pyrogenforschung. Das Dr.-A.-Wander-Institut in Säckingen 1947-1956, in: Vom Jura zum Schwarzwald 78 (2004), S. 65-83. Ernst Rietschel: Nachruf. Prof. Dr. rer. Nat. Otto Westphal (1913-2004), in: Immunologische Nachrichten 141 (2004) 2, S. 3-7. Annette Hinz-Wessels: Immunologie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, in: Deutsche Gesellschaft für Immunologie (Hrsg.): Immunologie in Deutschland. Geschichte einer Wissenschaft und ihrer Fachgesellschaft, Berlin 2017, S. 79-126, hier S. 114 ff. Anette Hinz-Wessels: Entwicklung der Immunologie in der Bundesrepublik Deutschland (1945-1975), in: Deutsche Gesellschaft für Immunologie (Hrsg.): Immunologie in Deutschland. Geschichte einer Wissenschaft und ihrer Fachgesellschaft, Berlin 2017, S. 127-222, hier S. 133 ff. Wilhelm Westphal Wilhelm Westphal: 68 Jahre als Physiker in Berlin, in: Physikalische Blätter 28 (Juni 1972) 6, S. 258-265 Hinweise zur Nutzung: Der vorliegende Bestand unterliegt den Regelungen des Landesarchivgesetzes Baden-Württemberg in seiner jeweils gültigen Fassung. Damit gelten die entsprechenden Sperrfristen. Freiburg, 1. Juli 2020, Susanne Brenneisen
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.