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Weimarische Zeitung, Nr. 23, 28. Januar 1886, S. 1: „Das am 19. d. M. im Hoftheater zu Gunsten des neugegründeten Liszt=Vereins veranstaltete KONZERT war nicht so gut besucht, als es den Gründern des Vereins erwünscht sein mußte. Sollte der spärliche Zuspruch eine üble Vorbedeutung für die Verwirklichung der Ziele des Vereins sein? [...] Als Künstler allerersten Ranges ist Herr Friedheim bereits überall anerkannt; ich müßte geradezu neue Superlative erfinden, um den Eindruck zu bezeichnen, den ich auch während des Vortrages der folgenden Stücke von dem genialen Spieler empfangen habe. Ob der Vortrag der ‚Dreiunddreißig Veränderungen über einen Walzer von Diabelli für das Pianoforte von Beethoven (Op. 120), die Friedheim spielte, vielleicht an scharfer Hervorhebung des Charakteristischen hinter den übrigen Leistungen des Künstlers zurückstand, wie von mancher Seite behauptet wurde, möchte ich nicht entscheiden. [...] Die zwei nächsten Nummern, die H-moll-Ballade und die bekannte zweite Rhapsodie von Liszt wurden, […] mit vollendeter Meisterschaft zu Gehör gebracht. Hoffentlich macht uns Friedheim die Freude, seine große Kunst auch einmal in einem der ‚ordentlichen‘ Konzerte bewundern zu können“.