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Nachlass Friedrich von Payer, Reichsvizekanzler, DDP-Politiker (* 1847, + 1931) (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Politische Nachlässe
1861-1931, Vorakten ab 1808
Überlieferungsgeschichte
Bestandsgeschichte
Dr. jur. Hans Georg Müller-Payer (1902-1972) hatte in seinem am 17.8.1958 errichteten privat-schriftlichen Testament, das vom Nachlassgericht des Bezirks-Notars E. Martin (Stuttgart 1, Königstraße 19 A) am 29.6.1972 eröffnet wurde, bestimmt: "Man soll alle noch übrigen Briefschaften aus dem Besitz meines Großvaters, nötigenfalls (statt einer Verschleuderung oder Zerstörung) auch die rein privaten, an das Bundesarchiv in Koblenz geben, wo die politischen im Wesentlichen schon sind, bzw. - in zweiter Linie - an das Hauptstaatsarchiv in Stuttgart, dem ich auch alle Württembergica (Bücher oder was es sei) vermache, die es brauchen kann".
Bereits zu seinen Lebzeiten hatte der Enkel Friedrich Payers einen großen Teil der landes- wie reichsgeschichtlichen Unterlagen aus dem Nachlass seines Großvaters dem Bundesarchiv in Koblenz übergeben, worüber ein in Kopie an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart gelangtes Findbuch Aufschluss gibt.
Der Hauptnachlass Friedrich Payers wurde 1945 durch Kriegseinwirkung vernichtet, Reste gelangten seit 1954 vor allem in des Bundesarchiv Koblenz (W. A. Mommsen, Die Nachlässe in den Deutschen Archiven (Schriften des Bundesarchivs 17, 1) S. 373 Nr. 2777).
Archivalien über Friedrich von Payer werden verwahrt in:
1. Bundesarchiv Koblenz:
- Nachlass Friedrich von Payer und
- Nachlass Heuss, politischer Teil (F. Facius/H. Booms/H. Boberach, Das Bundesarchiv und seine Bestände, 21968, S. 47, 207; W. A. Mommsen, Die Nachlässe in den Deutschen Archiven (Schrift des Bundesarchivs 17.1.) 1971, S. 373 Nr. 2777)
2. Deutsches Literaturarchiv Schiller-Nationalmuseum Marbach/Neckar: Nachlass Heuss (Literarischer Teil)
3. Deutsches Zentralarchiv Potsdam:
- Akten der Reichskanzlei (Übersicht über die Bestände des Deutschen Zentralsarchivs Potsdam (Schriftenreihe des Deutschen Zentralarchivs 1) 1957, S. 44
Rep. 0703 Stellvertreter des Reichskanzlers
- Historische Reichskommission (vgl. oben S. 13 f und Anm. 11 auf S. 14)
4. Hauptstaatsarchiv Stuttgart:
- E 14 Kabinettsakten IV Bü 95
- E 16 a Ordenskanzleramt, Bü 28, 30/31, 93
- Q 1/2 Nachlass Hausmann; Zeitgeschichtliche Sammlung
5. Württembergische Landesbibliothek Stuttgart:
- Brief von F. Payer an Professor C. Miller, 25.7.1902. Cod. hist 4° 333 a Nr. 185
- F. Payer, Mein Lebenslauf, Typoskript, Stuttgart 1932, 71 Bll. AHa 354
Am 3.10.1972 übernahm das Hauptstaatsarchiv Stuttgart aufgrund der zitierten testamentarischen Bestimmung vier Pakete mit Unterlagen (überwiegend Briefe) Friedrich Payers, die die Grundlage des neu errichteten Bestandes "Q 1/12: Nachlass Friedrich von Payer" bildeten und verzeichnet wurden. Nach Mitteilung von Staatsarchivdirektor Dr. Uhland (Staatsarchiv Ludwigsburg Nr. 2454 vom 12.12.1972) wird der Nachlass von Dr. Hans Georg Müller-Payer "derzeit noch von Herrn Senatspräsident Koebel gesichtet". Die sehr viel umfangreicheren restlichen Unterlagen aus dem Nachlass Friedrich Payers gelangten über den Testamentvollstrecker am 25.5.1973 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Im Jahr 2006 wurden weitere Teile des Nachlasses zum Kopieren dem Hauptstaatsarchiv überlassen, die Originale gingen an die Familie zurück.
Inhalt und Bewertung
Verzeichnung
Die Ordnung des an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart gelangten Teilnachlasses führte unter der Leitung des Unterzeichneten Staatsarchivassessor Dr. Bradler in den Monaten Juni bis September 1973 durch.
Die teilweise bereits von Dr. Hans Georg Müller-Payer vorgeordneten und in Büscheln zusammengebundenen Korrespondenzen, die erst am 25.5.1973 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart gelangt waren, mussten im Verlaufe der Ordnungsarbeiten ebenso wie die seit dem 3.10.1972 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befindlichen und hier bereits verzeichneten vier Büschel aufgelöst werden, da es sich als notwendig erwies, sämtliche Unterlagen nach Korrespondenzpartnern neu zu gliedern.
Der im Hauptstaatsarchiv Stuttgart aufbewahrte Nachlass Payer enthält schriftliche Unterlagen der Vorfahren Friedrich Payers, persönliche Dokumente, familiäre und geschäftliche Korrespondenzen mit den Geschwistern, der Gattin und den Kindern sowie mit persönlichen Bekannten, Freunden und Klienten der Rechtsanwaltskanzlei. Diese persönlichen Unterlagen bilden den größten Teil des hiesigen Nachlassteils.
Der dritte Teil des Nachlasses besteht überwiegend aus Abbildungen und Porträts von Familienmitgliedern und Freunden Friedrich Payers.
Zur Erschließung dieses Nachlasses wurden ein Register und eine genealogische Übersicht der Familien Payer/Müller-Payer angefertigt. Der Nachlass Payer umfasst 65 Bü von ca. 0,7 lfd.m.
Die im Teilnachlass befindlichen Bücher wurden in die Bibliothek des Hauptstaatsarchivs Stuttgart übernommen.
Stuttgart, im November 1973
Bestandsgeschichte: Dr. jur. Hans Georg Müller-Payer (1902-1972) hatte in seinem am 17.8.1958 errichteten privat-schriftlichen Testament, das vom Nachlassgericht des Bezirks-Notars E. Martin (Stuttgart 1, Königstraße 19 A) am 29.6.1972 eröffnet wurde, bestimmt: "Man soll alle noch übrigen Briefschaften aus dem Besitz meines Großvaters, nötigenfalls (statt einer Verschleuderung oder Zerstörung) auch die rein privaten, an das Bundesarchiv in Koblenz geben, wo die politischen im Wesentlichen schon sind, bzw. - in zweiter Linie - an das Hauptstaatsarchiv in Stuttgart, dem ich auch alle Württembergica (Bücher oder was es sei) vermache, die es brauchen kann". Bereits zu seinen Lebzeiten hatte der Enkel Friedrich Payers einen großen Teil der landes- wie reichsgeschichtlichen Unterlagen aus dem Nachlass seines Großvaters dem Bundesarchiv in Koblenz übergeben, worüber ein in Kopie an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart gelangtes Findbuch Aufschluss gibt. Der Hauptnachlass Friedrich Payers wurde 1945 durch Kriegseinwirkung vernichtet, Reste gelangten seit 1954 vor allem in des Bundesarchiv Koblenz (W. A. Mommsen, Die Nachlässe in den Deutschen Archiven (Schriften des Bundesarchivs 17, 1) S. 373 Nr. 2777). Archivalien über Friedrich von Payer werden verwahrt in: 1. Bundesarchiv Koblenz: - Nachlass Friedrich von Payer und - Nachlass Heuss, politischer Teil (F. Facius/H. Booms/H. Boberach, Das Bundesarchiv und seine Bestände, 21968, S. 47, 207; W. A. Mommsen, Die Nachlässe in den Deutschen Archiven (Schrift des Bundesarchivs 17.1.) 1971, S. 373 Nr. 2777) 2. Deutsches Literaturarchiv Schiller-Nationalmuseum Marbach/Neckar: Nachlass Heuss (Literarischer Teil) 3. Deutsches Zentralarchiv Potsdam: - Akten der Reichskanzlei (Übersicht über die Bestände des Deutschen Zentralsarchivs Potsdam (Schriftenreihe des Deutschen Zentralarchivs 1) 1957, S. 44 Rep. 0703 Stellvertreter des Reichskanzlers - Historische Reichskommission (vgl. oben S. 13 f und Anm. 11 auf S. 14) 4. Hauptstaatsarchiv Stuttgart: - E 14 Kabinettsakten IV Bü 95 - E 16 a Ordenskanzleramt, Bü 28, 30/31, 93 - Q 1/2 Nachlass Hausmann; Zeitgeschichtliche Sammlung 5. Württembergische Landesbibliothek Stuttgart: - Brief von F. Payer an Professor C. Miller, 25.7.1902. Cod. hist 4° 333 a Nr. 185 - F. Payer, Mein Lebenslauf, Tpposkript, Stuttgart 1932, 71 Bll. AHa 354 Am 3.10.1972 übernahm das Hauptstaatsarchiv Stuttgart aufgrund der zitierten testamentarischen Bestimmung vier Pakete mit Unterlagen (überwiegend Briefe) Friedrich Payers, die die Grundlage des neu errichteten Bestandes "Q 1/12: Nachlass Friedrich von Payer" bildeten und verzeichnet wurden. Nach Mitteilung von Staatsarchivdirektor Dr. Uhland (Staatsarchiv Ludwigsburg Nr. 2454 vom 12.12.1972) wird der Nachlass von Dr. Hans Georg Müller-Payer "derzeit noch von Herrn Senatspräsident Koebel gesichtet". Die sehr viel umfangreicheren restlichen Unterlagen aus dem Nachlass Friedrich Payers gelangten über den Testamentvollstrecker am 25.5.1973 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart.
Biographie: Payer, Friedrich von (12.06.1847 - 14.07.1931), Jurist, Politiker; 1871 Rechtsanwalt und (ab 1899) Notar in Stuttgart, 1877-1918 Mitglied des Reichstags (Deutsche Volkspartei, ab 1910 Fortschrittliche Volkspartei), 1893-1912 Mitglied der württembergischen Kammer der Abgeordneten (Volkspartei), 1895-1912 deren Präsident, 1917 Vorsitzender des Interfraktionellen Ausschusses der im Reichstag vertretenen Mehrheitsparteien, 1917-1918 Reichsvizekanzler, 1919 Mitglied der Weimarer Nationalversammlung (Fraktionsvorsitzender der Deutschen Demokratischen Partei)
Inhalt: Der Bestand enthält Unterlagen der Vorfahren, persönliche Papiere, familiäre und geschäftliche Korrespondenz, politische Unterlagen (u. a. Flugblätter, Reden, Zeitungsartikel von Friedrich Payer), autobiographische Aufzeichnungen, Ehrenurkunden, Fotos
Verzeichnung: Die Ordnung des an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart gelangten Teilnachlasses führte unter der Leitung des Unterzeichneten Staatsarchivassessor Dr. Bradler in den Monaten Juni bis September 1973 durch. Die teilweise bereits von Dr. Hans Georg Müller-Payer vorgeordneten und in Büscheln zusammengebundenen Korrespondenzen, die erst am 25.5.1973 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart gelangt waren, mussten im Verlaufe der Ordnungsarbeiten ebenso wie die seit dem 3.10.1972 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befindlichen und hier bereits verzeichneten vier Büschel aufgelöst werden, da es sich als notwendig erwies, sämtliche Unterlagen nach Korrespondenzpartnern neu zu gliedern. Der im Hauptstaatsarchiv Stuttgart aufbewahrte Nachlass Payer enthält schriftliche Unterlagen der Vorfahren Friedrich Payers, persönliche Dokumente, familiäre und geschäftliche Korrespondenzen mit den Geschwistern, der Gattin und den Kindern sowie mit persönlichen Bekannten, Freunden und Klienten der Rechtsanwaltskanzlei. Diese persönlichen Unterlagen bilden den größten Teil des hiesigen Nachlassteils: sie befinden sich in den Bü 1-21 und 44-53. Die politischen Unterlagen nebst autobiographischen Dokumenten bilden die Bü 22-43 und 55-59. Der dritte Teil des Nachlasses besteht überwiegend aus Abbildungen und Porträts von Familienmitgliedern und Freunden Friedrich Payers. Zur Erschließung dieses Nachlasses wurden ein Register und eine genealogische Übersicht der Familien Payer/Müller-Payer angefertigt. Der Nachlass Payer umfasst 59 Bü von ca. 0,5 lfd.m. Die im Teilnachlass befindlichen Bücher wurden in die Bibliothek des Hauptstaatsarchivs Stuttgart übernommen. Stuttgart, im November 1973
Literatur: - Günther Bradler, Politische Unterhaltungen Friedrich Payers mit Theodor Heuss. Ein Fund aus dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (ZWLG) Jg. 32 (1973) S. 161-192. - Payer Friedrich. Autobiographische Aufzeichnungen und Dokumente. Bearbeitet von Günther Bradler. Göppinger Akademische Beiträge Band 83. Herausgegeben von Ulrich Müller, Franz Hundsnurscher und K. Werner Jauss. Göppingen 1974.
59 Nummern
Bestand
- Günther Bradler, Politische Unterhaltungen Friedrich Payers mit Theodor Heuss. Ein Fund aus dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (ZWLG) Jg. 32 (1973) S. 161-192.
- Payer Friedrich. Autobiographische Aufzeichnungen und Dokumente. Bearbeitet von Günther Bradler. Göppinger Akademische Beiträge Band 83. Herausgegeben von Ulrich Müller, Franz Hundsnurscher und K. Werner Jauss. Göppingen 1974.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.