Johann Langwalter, derzeit Stadtammann zu Ulm, beurkundet ein Urteil des Stadtgerichts zu Ulm im Streit zwischen Guardian, Vizeguardian und Konvent des Franziskanerklosters ("des gotzhus zu/o/ den Barfu/o/ssen") zu Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] und ihrem Fürsprecher Johann Besserer, derzeit Bürgermeister zu Ulm, auf der einen Seite sowie den Pflegern des Heiliggeistspitals [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] Hartmann Ehinger und Heinrich Falb und ihrem Fürsprecher Klaus Ungelter auf der anderen Seite. Bei dem Rechtsstreit geht es um die nach Ansicht der Franziskaner unberechtigte Waldweide der Gemeinde Attenhofen ("Autenhofen") [Stadt Weißenhorn/Lkr. Neu-Ulm] in dem Stegmann genannten Gehölz bei Attenhofen. Nach Anhörung der Parteien und Prüfung der von ihnen vorgelegten Beweismittel urteilen die Richter im Stadtgericht Johann Ehinger, Sohn des verstorbenen Jodok ("Jos") Ehinger, Kraft Löw ("Leo"), Egidius ("Gilg") Krafft, Walter Ehinger der Jüngere, Bartholomäus Gregg, Johann Rentz der Ältere und die beiden Fürsprecher, dass die Franziskaner die besseren Beweismittel vorgelegt haben. Sofern Guardian und Vizeguardian beeiden, dass der Forst Eigentum ihres Klosters ist und dass dort niemand ohne ihre Erlaubnis sein Vieh weiden darf, wird der Gemeinde Attenhofen die Waldweide dort untersagt. Damit haben sich beide Parteien einverstanden erklärt. Guardian und Vizeguardian haben nun im Haus des Bürgermeisters Johann Besserer die geforderten Eide geleistet.