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Landgraf Philipp [I., der Großmütige] von Hessen belehnt die Familie Riedesel mit Schloss Eisenbach mit allem Zubehör, Burgsitzen, Freisitzen, Kir...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1501 - 1570
1531 März 15 Kassel
Ausfertigung, Pergament (36,2 x 48,5 cm) mit anhängendem Siegel (stark beschädigt, mehrfach gebrochen, 2/5 des Siegels fehlen, auf der Rückseite mit Siegellack stabilisiert), auf der Plica der Vermerk: "Collata J. B."
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: am Mitwochen nach Sontag Oculi
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Philipp [I., der Großmütige] von Hessen belehnt die Familie Riedesel mit Schloss Eisenbach mit allem Zubehör, Burgsitzen, Freisitzen, Kirchsitzen und Patronaten zu Lauterbach, wie sie die verstorbenen von Eisenbach innehatten, namentlich genannten Gütern und Gefällen zu Lauterbach, Wartenberg und den Wartenberg'schen Lehen, Angersbach, Sonnenberg, Motterichs, Heilgenbach, Schlirf, Landenhausen, Wachenhausen, Müs, dem Dorf Hermans samt Zubehör, dem halben Dorf Rudlos, Sternrod, dem Wasser von Oberlautenbach bis Rudlos, der Wüstung Enzenrode samt Zubehör, dem Dorf Diemerod, das die von Ehringshausen besitzen, sowie zwei Höfen dort, dem Zehnten zu Sassen (bei Angersbach) samt einem Vorwerk dort, Höfen zu Ladenhausen, Herbach und Keutz, den Lehen der Kinder Dodelburger zu Wildungen und der Trugelnrode, drei Salzsoden und dem Gericht zu Salzschlirf,den übrigen etwaigen Lehen der von Eisenbach von der Herrschaft Ziegenhain vorbehaltlich der Anzeige unbekannter Lehenobjekte, außerdem einem halben Teil am See zu Grebenhain, 20 Gulden Geld aus der Kellerei Grünberg und 12 Gulden Geld aus dem Dorf Kirtorf als Mannlehen. Das Mannrecht und die Nutzung des Schlosses Eisenbach, bei der der Landgraf dann Wächter, Türhüter, Pförtner sowie deren Unterhalt bezahlen soll, bleibt vorbehalten
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Landgraff Philipsen Lehenbrieff Theodoro, Johan, Herman, Volprecht und Kunradt Riedeseln übergeben A(nno) 1531 über Esenbach und der Zent Lauterbach
Vermerke (Urkunde): Siegler: Landgraf Philipp I. von Hessen Siegelankündigung: "(...) haben wir unser Insiegel an dissen Brieve lassen hencken" Sekretsiegel (d = 35 mm) Siegelbild: an zwei Schnüren hängender Schild in Form einer Tartsche (ursprünglich einseitige Ausbuchtung symmetrisch verdoppelt), darin: Wappen Hessen ( geviert mit gerahmtem Herzschild) Umschrift: SEC(retum) + PHIL(ippi) / D(ei) + G(ratia) + / LANT(gravii): HAS(sia)E + COM(itis) + / IN + KATZ(enelnbogen) + Die auf einem verschlungenen Schriftband angeordnete Umschrift weist ein spiegel-verkehrtes „N“ in LANT und IN sowie in spiegelverkehrtes „Z“ in KATZ auf. Über dem M in COM(itis) ist der Kürzungsstrich platziert. Als Worttrenner fungieren kleine Kreuze mit darunter gestelltem Punkt.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.