Der Rat zu Salzungen (Saltzunngenn) an Johann Herzog zu Sachsen (-ssenn), Landgrafen zu Thüringen (Toringenn) und Markgrafen zu Meißen (Meyssenn): der Herzog hatte ihnen neulich geschrieben wegen der Neubesetzung der Propstei zu Allendorf (Allenndorff), die er nicht hinnehmen wollte. Neben dem Amtmann Heinrich von Herda (Herd) sollte der Rat darauf sehen, daß der Propst im Amt bliebe. Im Namen des Herzogs und seines Bruders war ihnen befohlen worden, den Amtmann dabei zu unterstützen. Die Aussteller befürchten, sie könnten dadurch in den Bann und andere geistliche Beschwernisse geraten, zumal sich vor wenigen Jahren wegen etlicher geistlicher Lehen Vorfälle zu Allendorf ereignet haben, bei denen ein Mitbürger zu Allendorf vor der Türe der Klosterkirche zum Leben zum Tode gebracht und erschlagen wurde. Da es sich nun nach ihrem Ermessen um geistliche Sachen handelt, bitten die Aussteller ihren Herrn, sie aus dieser Sache herauszulassen. Wenn über geistliche Dinge hinaus gegen den Herzog gehandelt wird, wollen sie ihn bei Tag und Nacht mit Leib und Gut unterstützen. Bitte um Antwort.

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Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Meiningen
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