Johann, Abt der kaiserlichen Abtei St. Ludger zu Werden, bekundet: Amalia, geb. Gräfin zu Wertheim, Gräfinwitwe zu Neuenahr, ist vor ihm als einem Prälaten des Erzstifts Köln erschienen und hat ihm darlegen lassen, dass sie in ihrem Streit mit + Michael und + Georg, Grafen von Wertheim, und den Vormündern von des Letzteren Sohn Michael um ihre Erbschaft von vater- und mütterlicher Großvaterseite her durch Vermittlung von Freunden einen Vergleich geschlossen hat, der ihre Ansprüche gegen eine Zahlung von 2000 Goldgulden, versichert auf jährlichen Lieferungen von 2 Fudern guten Weins, abgilt, jedoch mit dem Vorbehalt, dass ihre Rechte für den Fall aufrechterhalten blieben, dass Junggraf Michael von Wertheim ohne männliche Leibeserben sterben sollte. Gemäß einer Bestimmung dieses Vergleichs erklärt sie nun, nachdem sie von der Gegenseite hinsichtlich der Zahlung zufriedengestellt wurde, vor dem Aussteller als einem Prälaten ihren förmlichen Verzicht auf die in Rede stehenden Erbansprüche und beschwört dessen Einhaltung durch einen leiblichen Eid. Zeugen: Johann Schmelinck von Essen und Tilmann Zinck von Aachen (Ache), Kölner Erzbistums, und Hermann Potgießer von Essen, kaiserlicher Notar, der unterschreibt.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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