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Die Bewegung im Kanton Grünstadt, Untersuchungsakten und Beweisstücke
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Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten >> 10 Prozessakten und -urteile >> 10.02 Verhandlungen über den Aufstand in der Pfalz in den Jahren 1848/49 >> 10.02.11 Revolutionäre Bewegung im Kanton Grünstadt
1849-01-01/1849-12-31
Enthält u.a.: Anzeigen, Berichte, Anträge, Korrespondenzen etc., darunter eine Charakteristik der Demokraten im Kanton Grünstadt (Bl. 13 - 48); Zeugenverhöre (Bl. 49 - 273); Beschlagnahme öffentlicher Kassen im Kanton Grünstadt (Bl. 274 - 290); Belege zur Tätigkeit des Zivilkommissärs Hillgärtner (Bl. 292 - 320); Belege zur Beitreibung des Zwangsanlehens, insbesondere durch den Zivilkommissär Hillgärtner (Bl. 323 - 591); Belege über die von der Witwe Koch zu Asselheim erpreßten Gelder (Bl. 353 - 357); desgleichen vom Bürgermeister Heinrich Fitting zu Tiefenthal (Bl. 358 - 370); vom Bürgermeister Catoir zu Kleinkarlbach abgegebene Unterlagen betr. das Zwangsanlehen (Bl. 371 - 380); desgleichen von Franz Windsberger, Verwalter des Grafen von Oberndorf zu Laumersheim (Bl. 381 - 383); beim Schriftführer des Grünstadter Kantonalausschusses, Postexpeditor Loth beschlagnahmte Schriftstücke, die sich auf die Tätigkeit des Zivilkommissärs Hillgärtner und die Militärkommissäre beziehen (Bl. 518 - 540); Belege zur Tätigkeit der Gendarmerie in Grünstadt (Bl. 541 - 546); Belege zur Tätigkeit des Legionärs Ludwig Heintz aus Frankenthal, der Kaufleute Moritz Escales und Georg Becker von Grünstadt (Bl. 547 - 569); desgleichen des Gerichtsboten Louis von Grünstadt (Bl. 570 - 591); Protokollbuch des Kantonalausschusses zu Grünstadt (Bl. 592 - 609); Aktenstücke, die bei dem Schriftführer des Grünstadter Kantonalausschusses, Postexpeditor Loth, in Beschlag genommen wurden und teils vom Landesausschuss teils von der provisorischen Regierung der Pfalz herrühren (Bl. 610 - 630); Belege zur Tätigkeit des Kantonalausschusses bei der Organisation der Volkswehr, bei Kassenbeschlagnahmen, Erhebung freiwilliger Beiträge und Requisitionen (Bl. 631 - 675); Vorgänge zur Amtsenthebung des Bürgermeisters Rüttger in Neuleiningen (Bl. 678 - 683); Aktenstücke zur Organisation der Feldpost, die bei dem Postexpeditor Loth in Grünstadt beschlagnahmt wurden (Bl. 676 - 677, 684 - 720); Druckschriften, Flugblätter, Plakate, die bei dem Postexpeditor Loth als Schriftführer des Grünstadter Kantonalausschusses in Beschlag genommen wurden (zw. Bl. 721 und 722); Papiere zur Volksbewaffnung im Kanton Grünstadt, beschlagnahmt bei demselben, darunter ein Protest der Stadt Mannheim gegen die Durchmärsche bayerischer Truppen in die Rheinpfalz vom 6. Mai 1849 (Bl. 722 - 759); Untersuchung gegen den Angeklagten Friedrich Held, Rechtskandidat in Frankenthal (Bl. 760 - 765); Untersuchung und Verhör des Gerichtsboten Heinrich Louis von Grünstadt, vormals in Germersheim, geboren zu Otterberg, u.a. weil er als Anführer des zweiten Aufgebots der Grünstadter Volkswehr den preußischen Truppen entgegengezogen war (Bl. 766 - 788); Haussuchungen in Frankenthal und im Kanton Grünstadt (Bl. 789 - 819); Verzeichnisse der Steuerbaren, Rücktritte aus dem Kantonalausschuß (Bl. 820 - 842); Wahl eines Volksvertreters im Kanton Grünstadt (Bl. 844 - 920)
darin: (Adresse) "An die pfälzischen Abgeordneten der Nationalversammlung in Frankfurt a. M." (Verhalten der Nationalversammlung im Zusammenhang mit dem Waffenstillstand von Malmö), Hg.: Die Wehrmänner von *, o. D., 2 S. handgeschrieben, 31,5 x 17,7 cm (Bl. 575, 577); Amts- und Intelligenzblatt der provisorischen Regierung der Rheinpfalz, Nr. 1 - 12, Speyer bzw. Kaiserslautern, 22. Mai - 11. Juni 1849 (zw. Bl. 721 und 722); Aufruf. Bewohner der Länder Baden und Pfalz! Mitbürger! Brüder! (Aufruf zur Verteidigung der Freiheit und gegen die Fürstenheere, Appell an die Frauen und Jungfrauen zur Unterstützung, darin enthalten "Organisation der Volkswehr"), Hg.: Der regierende Landesausschuß, Bannwarth, Cordel, Damm, Degen, Fickler, Happel, Hennecka, Hoff, Junghanns, Kiefer, Rehmann, Richter, Ritter, Rotteck, Stark, Stay, Steinmetz, Struve, Thiebauth, Torrent, Werner, Wernwag, Willmann, Ziegler; die Vollzugsbehörde, Brentano, Eichfeld, Goegg, Peter; Karlsruhe, 28. Mai 1849, Druck 4 S., 28,5 x 19 cm (zw. Bl. 721 und 722); Bekanntmachung. (Vermeidung von Gefahren durch das Waffentragen und Schießen), Hg.: Der Kantonalverteidigungsausschuß, Gravins, Gelbert, A. Zöller; das Kommando der Volkswehr, Karcher; Kaisers-lautern, 13. Mai 1849; Druck 1 S., 17,7 x 23,7 cm (zwischen Bl. 721 und 722); Bekanntmachung. Colmar, den 28. Mai. ... An die Bürger-Mitglieder der Legislativen. ..., Druck 1 S. (zw. Bl. 721 und 722); "Empfangsschein" der Kreiskasse über die Ablieferung von 1077 fl.06 Kreuzer durch den Kantonalausschuß Grünstadt, Kaiserslautern, 8. Juni 1849; lithogr. Vordruck mit handschriftlichen Ergänzungen 1 S., 21,7 x 20 cm (Bl. 628); Extra-Beilage zum Boten für Stadt und Land. Nachstehende Summen wurden bei dem Handelshause Gebrüder Karcher vom 8. Mai bis 5. Juni 1849 hinterlegt,..., Hg.: Die provisorische Regierung der Rheinpfalz, Abteilung Finanzen, Dr. Hepp; Kaiserslautern, 7. Juni 1849 (zw. Bl. 721 und 722);Extra-Beilage zum Boten für Stadt und Land, Nachstehende einbezahlte Beträge von dem ausgeschriebenen Zwangsanlehen sind an die Centralkasse dahier vom 3. bis 5. Juni abgeliefert worden, Hg.: Die provisorische Regierung der Rheinpfalz, Abteilung Finanzen, Dr. Hepp; Kaiserslautern, 5. Juni 1849 (zw. Bl. 721 und 722);Der Landesvertheidigungs-Ausschuß an den Adressaten, Hg.: Der Landesverteidigungsausschuß, Kaiserslautern, 3. Mai 1849, Druck 1 S. (Bl. 588); "Der Landesvertheidigungsausschuß an seine Mitbürger" und "Der Landesvertheidigungsausschuß für die Pfalz an seine Mitbürger!", Kaiserslautern, 5. Mai 1849, Druck 2 S. (zwischen Bl. 721 und 722); Nachdem wiederholt Viele der zum Zwangsanlehen Verpflichteten ... mit Zahlung ihrer Darlehnssummen im Rückstande geblieben sind ... (Androhung von Zwangsmaßnahmen gegen Zahlungssäumige, Setzung einer letzten Zahlungsfrist), Hg.: Zivilkommissär G. Hillgärtner; Frankenthal, 11. Juni 1849, Druck 1 S., 25,7 x 20,7 cm (Bl. 365, 2. Ex. Bl. 375, 3. Ex. Bl. 378); Mitbürger! (Proklamation zur Inbesitznahme Ludwigshafens durch die Bürger), Hg.: Der permanente Verteidigungsausschuß für den Kanton Dürkheim, o.O. 11. Mai 1849, lithogr. vervielf. 1 S., 17,5 x 21,5 cm (Bl. 726); Im Namen des Pfälzischen Volkes und im Auftrage der provisorischen Regierung! (Mitteilung über unumschränkte Vollmachten an den Militärkommissär und den Zivilkommissär zur Durchführung aller Maßnahmen der Landesverteidigung und zum Vollzuge der Beschlüsse der provisorischen Regierung), Hg.: Militärkommissär Eduard Kuchenbäcker, Kommandant des Pfälzer Volksheeres im Landkommissariatsbezirk Frankenthal; Zivilkommissär G. Hillgärtner; Frankenthal, 26. Mai 1849, Druck 1 S., 25,3 x 20,8 cm (zw. Bl. 721 und 722); Im Namen des Pfälzischen Volkes und im Auftrage der provisorischen Regierung! (Männer, die sich erst nach Erscheinen des Organisationsdekrets zur Pfälzer Volkswehr verheiratet haben, werden nicht von der Wehrpflicht im ersten Aufgebot befreit), Hg.: Eduard Kuchenbäcker, Militärkommissär; G. Hillgärtner, Zivilkommissär; Frankenthal, 27. Mai 1849, Druck, 1 S., 26 x 20,6 cm (zw. Bl. 721 und 722); An das Pfälzer Volk! (Auseinandersetzung mit Kritikern der provisorischen Regierung und der Forderung nach einer allgemeinen Volksvertretung), Hg.: Die provisorische Regierung der Rheinpfalz, P. Fries, Greiner, Reichard, Dr. Hepp, N. Schmitt; Kaiserslautern, 8. Juni 1849; Plakat, 50 x 42 cm (zw. Bl. 721 und 722); Der Pfälzer Volksmann, Organ der Demokratie in der Pfalz (Werbeprospekt mit Liste zur Aktienzeichnung für die gen. Zeitschrift), Hg.: Der Kreis-Ausschuß der demokratischen Vereine der Pfalz, Neustadt a. d. H., 11. April 1849, Druck 3 S., 25,2 x 20 cm (Bl. 805f.); Proklamation. Bürger! (Kritik am Verhalten des Stadtrates von Frankenthal und seinem Verhalten zur Politik der provisorischen Regierung), Hg.: G. Hillgärtner, Zivilkommissär; Frankenthal, 5. Juni 1849; Druck 1 S., 41 x 26 cm (zw. Bl. 721 und 722); Große Volksversammlung auf dem Donnersberge, ganz in der Nähe des Königsstuhles (Ankündigung einer Volksversammlung für den 10. Juni, Absage der am selben Tage anberaumten Volksversammlungen zu Gerbach und Rockenhausen), Hg.: A. Grün und Hennig im Auftrage der provisorischen Regierung, o. D., Druck 1 S., 22,5 x 34 cm (zw. Bl. 721 und 722)
Oberlandesgericht Zweibrücken
920 Bl.
Sachakte
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Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.