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Rechnung 1688/89
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1688-1689
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
Ausgaben für Waren für das Schlossgewölbe bzw. Waren, die außerhalb von Messen gekauft wurden:
- V.a. Textilien aus verschiedenen Quellen (fol. 275-281).
Ausgaben auf besonderen schriftlichen Befehl:
- Silbergeschirr mit Ziervergoldung von Johann Christoph Pfeffenhäuser für die fürstlich sächsisch-eisenachischem Geheimen Hof- und Kammerräte Johann Matthias Hazel und Johann Heinrich Leonard (Nr. 590-592, fol. 290r).
- Blumen aus Venedig "zu den vorgewesenen Opera" (Nr. 610, fol. 292r).
- Lieferung von "De Choul Religio Veterum Romanor. et Numismat." (d.h. Guillaume du Choul, Veterum Romanorum Religio, Castrametatio, Disciplina Militaris ut & Balneae: ex antiquis numismatibus & lapidibus demonstrata, Amsterdam 1685) an die württembergische Kunstkammer durch Johann Georg Cotta, Buchhändler zu Tübingen (Nr. 614, fol. 292v).
- Kupferstich von einem Sachsen-Gothischen Gulden von Johann David Daniel (NR. 619, fol. 293r).
- Trinkgläser
-- ohne Herkunftsangabe (mit Deckeln, Nr. 620, fol. 293r);
-- von Johann Daniel Bilger, Chymist (Nr. 650, fol. 298r);
-- von Johann Georg Hermann, Hofglaser (Nr. 663, fol. 299v).
- Schmuck und Ausrüstung zur Abfertigung der Prinzessin Sofie Charlotte für ihre Hochzeit mit Johann Georg, Herzog von Sachsen (Nr. 624, fol. 294r-v).
- Arbeit im Balletthaus von den Malern Georg Thomas Hopfer und Friedrich Gottlieb Müller (Nr. 677, fol. 301r).
Ausgaben für Verehrungen:
- Aufwandsentschädigung für den französischen Graveur namens Cavalier, für dessen Elfenbeingravuren und Wachsbossierungen fürstlicher Personen (Nr. 822, fol. 327v).
Ausgaben für Handwerksleute:
- U.a. Zahlungen an
-- Benjamin Grünewald, Bildhauer (Arbeit, Nr. 881, fol. 333v);
-- Johann Paul Müller, Uhrmacher (zwei zugerichtete Kunstkammeruhren, Nr. 889, fol. 334r);
-- Georg Thomas Hopfer, Maler (Arbeit zur Opera im Ballhaus, Nr. 897, fol. 334v; Vergoldungen und Versilberungen an Spiegeln und Beistelltischen u.a., Nr. 911, 915, fol. 336r; Reparaturen, Nr. 996, fol. 342v);
-- Friedrich Gottlieb Müller, Maler (Arbeit zur Oper wie oben, Nr. 897, fol. 334v; Anstriche, Nr. 950, fol. 339r u.a., insbesondere Reparatur der vergoldeten Brautkutsche der Prinzessin Sofia Charlotte, Nr. 1007, fol. 343v);
-- Johann Martin Beck, Maler (Arbeit, Nr. 904, fol. 335r);
-- Johann David Daniel, Kunstarbeiter (in Kupfer gestochene Münzen, Nr. 905, fol. 335v)
-- Johann Karl Strinz, Seidensticker (Besticken von einer Schabracke, Halfterkappen und einem Leibrock, Nr. 938, fol. 338r);
-- Johann Friedrich Gruber, Maler (Verdienst am Grottenwerk, Nr. 974, fol. 341r);
-- Johann Jakob Reusch, Büchsenschäfter (Nr. 979, fol. 341r)
-- Johann Eberhard Kauder, Uhrmacher (Arbeit an Uhren in der Kanzlei, Nr. 998, fol. 342v);
-- Christian Thill, Goldschmied (Silbergeschirr, Nr. 1001, fol. 343r).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.