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C Rep. 930 Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD), Bezirksverband Berlin (Bestand)
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 7 Kammern und Körperschaften, Parteien, Organisationen und Vereine >> C 7.1 Stiftung Parteien und Massenorganisationen der DDR - Bezirk Berlin >> C 7.1.2 Andere Parteien und Massenorganisationen - Bezirksorganisationen Berlin
Vorwort: C Rep. 930 Demokratischer Frauenbund Deutschlands, Bezirksorganisation Berlin
1. Organisationsgeschichte
Der "Demokratische Frauenbund Deutschlands" (DFD) wurde am 8. März 1947 als überparteiliche, überkonfessionelle, demokratische Frauenorganisation gegründet; der Demokratische Frauenbund Berlins jedoch erst 1948 von der Alliierten Kontrollkommission zugelassen. Bereits vom Sommer 1945 bis zu den Oktoberwahlen 1946 hatten in Berlin "Frauenausschüsse" als Träger einer einheitlichen Frauenbewegung bestanden, die sich jedoch nicht dauerhaft etablieren konnten. Den Gründungsprinzipien dieser Frauenausschüsse verpflichtet, konnte sich der DFD rasch zu einer mitgliederstarken Frauenorganisation entwickeln. Dem DFD traten auch Mitglieder der Blockparteien, parteilose, nichtberufstätige oder teilzeitbeschäftigte Frauen bei. Der Berliner Verbad gab ab 1948 die Zeitschrift "Die Berlinerin" heraus.
Im Ostteil Berlins wurde der Berliner Verband ab 1949 in den DFD der DDR integriert und ab 1952 als Bezirksorganisation Berlin des DFD der DDR geführt. Im Westteil der Stadt wirkte der Demokratische Frauenbund Berlins als eigenständiger Verband weiter.
Als mandatstragende Massenorganisation war der DFD nach Gründung der DDR 1949 in der Volkskammer und ab 1952 auch in den Bezirks- und Kreistagen vertreten. Neben der Interessenvertretung und Unterstützung für Frauen gehörte zu den Anliegen des DFD auch die Förderung deren ehrenamtlichen Engagements, wozu zahlreiche Beratungszentren, Frauenakademien oder Freizeitgruppen eingerichtet wurden.
Der DFD war nach dem Territorialprinzip organisiert. Vorsitzende des Berliner Landesverbandes waren von 1948 bis 1949 Barbara von Renthe (1901-1983), Elli Schmidt (1908-1980) und Wilhelmine Schirmer-Pröscher (1889-1991) sowie von 1949 bis 1952 Roberta Gropper (1897-1993) und Ilse Thiele (*1920).
Vorsitzende der Berliner Bezirksorganisation waren 1953 bis 1956 Hildegard Schwarz (*1914), 1956 bis 1964 Ruth Schrimer (*1920), 1964 bis 1978 Anneliese Glaner (1922-2001), 1978 bis 1984 Waltraud Pinnow (*1929), 1984 bis 1990 Monika Lang (*1944) sowie 1990 Marlies Fritz-Ortlieb (*1947).
Ab März 1990 erfolgte die Umwandlung des DFD zum "demokratischen frauenbund e. V" (df), verbunden mit der Bildung von Landesverbänden.
Der Bestand wurde 1999 vom Bundesarchiv an das Landesarchiv Berlin abgegeben.
2. Bestandsbeschreibung und -bearbeitung
Der Bestand umfasst 95 Akten (2,70 lfm) mit der (1945 - 1946) 1947 - 1990.
Er enthält Akten zu: Berliner Frauenausschüsse.- Frauenausschuss Schöneberg.
Bildung des DFD in Berlin (Tätigkeit von Arbeitsgruppen, vorbereitende Komitees).- Übersichten über die Mitglieder des Landes- bzw. Bezirksvorstandes 1952-1964.- Bezirksdelegiertenkonferenzen.- Tagungen des Bezirksvorstandes.- Gesamtdeutsche Frauenkonferenz am 22. November 1954 in Berlin.- Abgeordnetentätigkeit.- DFD-Fraktion in der Stadtbezirksversammlung Mitte 1989/90.- Informationen über Veranstaltungen, Versammlungen und Vorbereitung von Delegiertenkonferenzen 1987-1990.- Räumliche Unterbringung des Bezirksvorstandes in den 1950er und 1960er Jahren.- Glückwunschschreiben.- Eingabenanalysen und Eingaben.- Revisionskommission (Statistiken, Tagungen, Prüfberichte der Bezirks- und einzelner Kreisrevisionskommissionen).- Jahresbilanzen des Finanzbereichs.- Bildung der Kreisorganisation Hellersdorf 1986.- Chroniken und Brigadebücher einzelner DFD-Gruppen, v. a. Berlin-Mitte, Lichtenberg und Hohenschönhausen.- Unterlagensammlung zur Erarbeitung einer Chronik der Bezirksorganisation.
Die Kartei wurde im März 2008 mit der Software Augias-Archiv retrokonvertiert. Eine Systematisierung und die Schutzfristenprüfung des Bestandes erfolgte im Oktober 2019.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 930 Demokratischer Frauenbund Deutschlands, Bezirksorganisation Berlin, Nr. .... .
3. Korrespondierende Bestände
LAB B Rep. 036-01 - Office of Military Government Berlin Sector (OMGBS)
LAB B Rep. 236-07 - Berliner Frauenbund 1945 e.V. (BFB)
LAB C Rep. 101 - Der Oberbürgermeister von Berlin
LAB C Rep. 104 - Magistrat von Berlin, Bereich Inneres
LAB C Rep. 120 - Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
LAB C Rep. 131-01 - Rat des Stadtbezirks Berlin-Mitte, Bezirksbürgermeister
LAB C Rep. 131-02-02 (1960 - 1990 Kommtreff) - Ratssitzungen
LAB C Rep. 134-13 - Rat des Stadtbezirks Berlin-Prenzlauer Berg, Abteilung Volksbildung
LAB C Rep. 145-01 - Rat des Stadtbezirks Berlin-Treptow, Bezirksbürgermeister
LAB C Rep. 147-02-02 (1960 - 1990) - Rat des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg, Ratssitzungen
LAB C Rep. 149-02-02 (1960 - 1990) - Rat des Stadtbezirks Berlin-Pankow, Ratssitzungen
LAB C Rep. 167 - Deutsche Staatsoper
LAB C Rep. 734-01 - Verein Freie Volksbühne
LAB C Rep. 902 - Bezirksleitung Berlin der SED
LAB C Rep. 902-02-03 - Bezirksleitung Berlin der SED, Bezirksparteiarchiv - Nachlässe und Personen-fonds
LAB C Rep. 902-02-05 - Bezirksleitung Berlin der SED, Bezirksparteiarchiv - Sammlungsgut
LAB C Rep. 904-099 - Grundorganisation der SED - Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD), Bundesvorstand
LAB C Rep. 907 - Groscurth-Ausschuss zum Schutz der demokratischen Rechte und zur Verteidigung von Patrioten in Westberlin
LAB C Rep. 908 - Sozialistische Einheitspartei Deutschlands- Westberlin (SED-Westberlin)
LAB E Rep. 300-23 - Nachlass Ingrid Schmidt-Harzbach
LAB F Rep. 260-02 - Plakate Besatzung Berlins (1945-1949) und Berlin Hauptstadt der DDR (1949-1990)
LAB F Rep. 280 - LAZ-Sammlung
LAB F Rep. 290 - Allgemeine Fotosammlung (01)
BA (SAPMO) DY 31 Demokratischer Frauenbund Deutschlands
FFBIZ Frauenforschungs-, Bildungs- und Informationszentrum e. V., Archiv
4. Literatur
Ehlenbeck, Marianne [Bearb.]: Geschichte des DFD.- Leipzig 1989.
Im Blickpunkt der Berlinerin : Zeitschrift d. Demokratischen Frauenbundes Berlin.- Hefte 18.1974; 20.1976,2 - 29.1985 ; 30.1986 - 33.1989,5.- Berlin 1974-1989.
Mütter : unseren toten Widerstandskämpferinnen.- Hrsg. Demokratischer Frauenbund Deutschlands; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes in der DDR.- 15 Blatt zu Judith Auer, Olga Benario-Prestes, Margarete Blank, Erika von Brockdorff, Elsa Fenske, Charlotte Garske, Mildred Harnack, Liselotte Hermann, Rosa Menzer, Käte Niederkirchner, Oda Schottmueller und Kaete Tucholla.- Berlin-Potsdam 1950
Sammlung Demokratischer Frauenbund Berlin : DFB, Hrsg. Frauenforschungs-, -bildungs- und -informationszentrum (FFBIZ) Berlin .- Berlin 1992.
Berlin, Oktober 2019 Monika Schmidt und Kerstin Bötticher
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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