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Die Bürgermeister, der Rat, die Schöffen und Bürger der Stadt
Fulda bekunden für sich und ihre Erben, dass sie von Heinrich [von
Kranlucken], Abt ...
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Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Nach Cristis geburt in iare und an tage als vor ist beschrieben
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die Bürgermeister, der Rat, die Schöffen und Bürger der Stadt Fulda bekunden für sich und ihre Erben, dass sie von Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, eine im Folgenden inserierte Urkunde erhalten haben. Sie versichern, alle in der inserierten Urkunde getroffenen Vereinbarungen einzuhalten. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1368 Oktober 5: Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, bekundet, dass er den Bürgern und der Stadt Fulda zur Tilgung ihrer Schulden gestattet, für die nächsten drei Jahre jeweils von Ostern bis zum Martinstag [November 11] Bier zu einem um ein Drittel höheren Preise zu verkaufen als üblich. Eine Stelze Bier, die zwei Heller kostet, soll dann drei Heller kosten. Sollte etwas zwei Pfennig kosten, soll es dann drei Pfennig kosten. Die Mehreinnahmen von einem Drittel sollen zur Schuldentilgung verwendet werden. Nach drei Jahren verlieren Bürger und Stadt das Recht auf diese Preiserhöhung. Siegelankündigung des Abtes Heinrich. (Nach Cristis geburt dryzenhundert iar in dem acht und sechzigisten iare an Donrstage nach sent Michels tage). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Stadt Fulda]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.