Reinald, Sohn des Grafen von Geldern (Gelren), bekundet, daß er in dem durch die Brüder Dietrich, Grafen von Kleve, und Johann, Domdekan von Köln, zwischen Bischof Ludwig von Münster, dessen Stift und Helfern einerseits und ihm - dem Aussteller - und seinen Helfern andererseits geschlossenen Vergleich folgendes gelobt hat: Er überläßt dem Bischof die Stätte des Hauses Barnsfeld (Bermentvelt), Hoch- und Niedergericht und die gesamte Herrschaft Barnsfeld, wie sie die Kinder Bernhards von Barnsfeld besessen haben, sowie alles Gut, das er dazugekauft hat, und verspricht Währschaft dafür. Ferner kann der Bischof die Gerichte zu Winterswijk (Winterswic), Aalten (Aelten) und Dinxperlo (Dinsperen) sowie die Freigrafschaft samt Zubehör alljährlich binnen 2 Wochen vor und nach Petri ad cathedram für 3500 Mark münsterischer oder Soester Pfennige einlösen. Der Aussteller verspricht weiterhin, alle Gotteshäuser, Geistlichen und Laien, die in den genannten Gerichten begütert sind, schützen und alle Punkte des obengenannten Vergleichs einhalten zu wollen. Siegelankündigung des Ausstellers, Wilhelms, Grafen von Hennegau (Hynegouwe), Holland (Hollant), Seeland (Zelant) und Herrn von Friesland (Vrieslant), der Grafen Gerhard von Jülich (Guelke), Dietrich von Kleve, Dietrich von Moers (Murse) sowie der Städte des Ausstellers Zutphen, Emmerich (Embric), Arnheim (Arnhem) und Groenlo. Ghegeeven ende gemaket tot Wesele. op sent Peters ende sent Pauwels avent