Haimeran, Abt des Klosters St. Michael zu Beyrn (Michaelbeuern), Benedictiner Ordens und Saltzburger Bistumbs, vidimiert und transsumiert auf Antrag des Grafen Joachim zu Ortenburg 22 Quittungen über Reichs- und Kreissteuer. 1) Bürgermeister und Rat der Stadt Nürnberg quittieren den Grafen Vlrich und Christoff zu Ortennburg die Zahlung von 14 Goldgulden als Abschlagszahlung auf 24 Goldgulden zum Unterhalt des Reichsregiments und des Kammergerichts [18.08.1522 (= Urk. 1785a)];. 2) Stadtpfleger, Bürgermeister und Rat der Stadt Augsburg quittieren den Grafen Gorg, Dompropst zu Freising, Christoph und Sewastian d. Ä., Carl, Moritz und Sebastian d. J. zu Ortenberg die Zahlung von 8 1/2 fl rh. als erste Hälfte der Abgabe zur Unterhaltung des Reichskammergerichts [02.04.1549];. 3) Leonhardt Mair Vlrich, Pfennigmeister des Reichskammergerichts, quittiert dem Grafen von Ortemburg die Zahlung von 7 fl 2 Ort. zur Unterhaltung des Reichskammergerichts, überbracht von Jorig Thoman [19.07.1550 Speyer];. 4) Mathias Huber, Pfennigmeister des Reichskammergerichts, quittiert dem Grafen von Ortenberg die Zahlung von 15 fl zur Unterhaltung des Reichskammergerichts [27.05.1551];. 5) Leonhardt Mair Vlrich, Pfennigmeister des Reichskammergerichts, quittiert dem Grafen Alexander zu Ortenberg die Zahlung von 36 fl Rückstände auf die Reichssteuer zur Erhaltung des Reichskammergerichts, überbracht durch Jorg Thoman [20.07.1550 Speyer];. 6) Stadtpfleger, Bürgermeister und Rat der Stadt Augsburg quittieren dem Grafen Joachim zu Ortenburg und seinen Brüdern und Vettern die Zahlung von 12 fl zur Unterhaltung des kaiserlichen Kammergerichts [25.04.1553];. 7) Mathias Huber, Pfennigmeister des Reichskammergerichts, quittiert dem Grafen zu Ortemberg die Zahlung von 42 fl Reichssteuer zur Unterhaltung des Reichskammergerichts [01.01.1558];. 8) Mathias Huber, Pfennigmeister des Reichskammergerichts, quittiert dem Grafen Joachim von Ortenberg und seinen Vettern die Zahlung von 12 fl Reichssteuer zur Unterhaltung des Reichskammergerichts [22.06.1559];. 9) Pauls Stadler, Domdechant zu Regensburg und Domherr zu Salzburg, Christoph Joachim Notthafft von Wernberg zu Aholming, Richter zu Straubing, Caspar Lerchenfelder, Bürger des Innern Rats zu Straubing, Johann Frhr. zum Tettenwerg d. Ä., Christoff von Paulstorff zu Khun und Wisenfelden, Ambrosius Amman Burger des Innern Rats und Schultheiß zu Regensburg, als die obersten Kreiseinnehmer des gemeinen Pfennigs, quittieren dem Grafen Christoph zu Ortenberg und seinen Brüdern und Vettern Sebastian, Alexander, Carl und Mauriz die Zahlung des von ihren Gütern und Untertanen eingeworfenen Pfennigs [17.07.1542 Straubing];. 10) Erasm, Abt des Gotshaus Sannt Hemeran, Wolfgang von Klosen, Domdechant, Sigmundt Thrainer, fürstlicher Mautner, und Georg Waldman des Innern Rats, alle von Regensburg, als Bayerische Kreis-Einnehmer des gemeinen Pfennigs, quittieren dem Grafen Joachim zu Ortemberg für ihn und seine Brüder und Vettern den gemeinen Pfennig aus deren Gütern, überbracht durch Hanns Offner [16.12.1552 Regensburg];. 11) Wallther von Habsperg, Ritter, Kreiskommissarius und Pfennigmeister, quittiert den Grafen zu Orttenburg, Georg Dompropst zu Freysing, Sigmund Dompropst zu Aichstet, Christoff, Sebastian, Allexander und Carl, die Zahlung von 54 fl Türkenhilfe [19.07.1543 Regensburg];. 12) Hanns Weyblinger, Bürger zu Augpurg und kaiserlicher Einnehmer, quittiert den Grafen zu Ortemburg, Georg, Sigmund, Christoph und Sebastian d. J. eine Abschlagszahlung von 108 fl auf die beschlossene Defensivhilfe [30.12.1544 Augsburg];. 13) Wolff Haller vom Hallerstein, kaiserlicher Einnehmer der Reichs-Defensivhilfe, quittiert dem Grafen Cristoph zu Ortenburg die Zahlung von 264 fl rh., überbracht durch Jacob Schoch, Bürger zu Augsburg [16.12.1545 Speyer];. 14) Kämmerer und Rat der Stadt Regensburg quittieren dem Grafen Joachim zu Ortennburg die Zahlung von 192 fl Türkenhilfe, überbracht durch Hanns Vordermeir, Pfleger zu Haydenkhouen [21.08.1557];. 15) Bürgermeister und Rat der Stadt Nürnberg quittieren den Grafen zu Ortenberg die Zahlung von 63 Talern 9 Batzen (72 fl ) von dem auf dem Augsburger Reichstag beschlossenen Reichsvorrat [23.01.1549 Nürnberg];. 16) Bürgermeister und Rat der Stadt Speir quittieren den Grafen von Ortenberg die Zahlung von 216 fl als Restzahlung zu den bereits entrichteten 72 fl, zusammen also 288 fl Vorratsgeld [29.05.1551];. 17) Bürgermeister und Rat der Stadt Nürnberg quittieren den Grafn zu Orttenberg die Zahlung von 17 Taler 12 Batzen Türkenbaugeld [23.01.1549 Nürnberg];. 18) Bürgermeister und Rat der Stadt Speyr quittieren den Grafen von Ortenberg die Zahlung von 60 fl zum Bau von Befestigungen gegen die Türken [19.03.1552 Speyer];. 19) Bürgermeister und Rat der Stadt Speyr quittieren den Grafen von Ortenberg die Zahlung von 160 fl zum Bau von Befestigungen gegen die Türken [29.05.1551];. 20) Kämmerer und Rat der Stadt Regensburg quittieren den Grafen zu Ortenburg die Zahlung von 6 fl rh. Kreissteuer zur Unterhaltung des Wardeins und anderer Münzräte [11.04.1551]. 21) Sebastian Hoflinger, Kanzler, und Hanns von Trenbach zu Waldperg, Hofmeister, zum Kreistag verordnete Salzburgische und Bayrische Räte, quittieren dem Ortenburgischen Gesandten Vinncentz Poigel die Zahlung von 4 fl als Beitrag zu Zehrung und Verehrung der nach Frankfurt abgeordneten Gesandten [29.03.1556 Regensburg];. 22) Herzog Albrecht von Bayern quittiert dem Grafen Johann zu Ortenburg und seinen Brüdern die Zahlung von 36 fl rh. Beitrag zu den vom Kreistag bewilligten 10000 fl für den Kreis-Obersten und seine Beigeordneten [09.04.1557 München];. Notariatsinstrument. S: Ausst.; Notar: Pongratz Braun, dzt. Stadtschreiber und Bürger zu Braunau; Zeugen: Steffan Bischolfstorffer, Kircher zu Bischolfstorff; Bartelme Veldpacher, Chorherr zu Mathickhoffen; Wolfgang Schinagl, Pfarrer zu Uttndorff; Jorg Nappinger zu Perwang, Hans Schweikhensreuter zu Honhardt, Sebastian Khotz (artium magister); Eustachius Welbekh, Schulmeister zu Peyern.