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Abschriften von Akten und Urkunden betr. das Haus Bögelskamp und die Familie v. Voeth.
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Familie Raet von Bögelscamp - Akten >> 1. Akten >> 1.1. Haus Bögelskamp
1603-1738
Enthaeltvermerke: Intus genealogische Nachrichten. Enthält u.a. folgende Urkundenabschriften: 03.01.1489: Ghert van Welvede, Drost und Amtmann des Bischofs von Utrecht im Land Twenthe, bekennt, daß vor seinem Gericht Hermann van Boningen und seine Ehefrau Catharina dem Willem van Zweten die Güter Broeckhuis und Boelyskam im Ksp. Denekamp, gericht Oetmerschen, sowie das Gut die Slinge in der Bs. Boningen, Gericht Oldenzaal, verkaufte, wie sie der verstorb. Gisbert van Boningen von seiner Schwester Vye geerbt hat. Z: Gerdt Huegeinck, Arent Gramme. Siegelankündigung des Ausstellers.- 1544: Zwischen Friedrich von Twyckeloe zu Hengeloe und Bolskamp, prinzlich Holstein= und gräflich Bentheimschen Rat und Drost zu Rheda, und Albert Steenhouver wird ein Vertrag über die Verpachtung des Gutes Bolskamp mit dem zugehörigen Gut Broeckhuis geschlossen. Albert Steenhouver setzt zwei Bürgen: Sander Varenholt und Jorien Raninck, Bürger zu Denekamp. 24.05.1591: Vor dem Richter Marthys van den Hulsen und den Kornoten Johan Wynhoff und Arent de Ruiter im Gericht auf dem Hause Boeliskamp erscheint David Berck, Richter des Landes Kedingen, mit einer Vollmacht des Frederick van Twyckeloe, besiegelt durch den Richter Otto Meyer zu Rheda vom 24.4./4.5.1951, womit dieser nach dem Tode Adolphs von Twyckeloe den Besitz des Hauses Boeliskamp antritt. Im gleichen Gericht verspricht Derick Albers, Küster zu Deinichem und Verwalter des Güter ten Boelliskamp, die Verwaltung fortan für Friedrich von Twyckeloe zu führen. Fenneke Leyendeckers, Slott Locke und ihr Sohn Aloff geloben, ihre Wohnungen fortan im Namen Friedrichs zu gebrauchen. Beglaubigung durch den Gerichtsschreiber Henrick Martens. Beglaubigung der Abschrift durch Gerhard van der Marck. 26.05.1591: Vor dem Notar Georgius Marck erklärt sich der Drost zu Rheda, Friedrich von Twyckeloe nach dem Tode seines Vaters Adolph von Twyckeloe zu Hengeloe als Lehnfolger und Inhaber der Güter seines Vaters und seiner verstorb. Mutter, einschließlich des Hauses in der Stadt Oldenzeele. Geschene sind obgemelte Dingen in vorgedachter Stadt Oldenzael. Z: Lic. jur. Andres Wynhoff, Johan Schulte, beide z.Zt. Bürgermeister. 31.05.1591: In der Streitsache zwischen dem Bevollmächtigten der Juffer Wyze ten Holte, Witwe Adolphs van Twyckeloe, und dem Bevollmächtigten Friedrichs van Twyckeloe, wegen Besitz des Hauses in der Stadt Oldenzaal, das von Adolph von Twyckeloe seiner Frau als Leibzucht verschrieben worden ist, bestätigt der Magistrat von Oldenzaal die Witwe im Besitz. Actum by dem ghemeenen raedt. Bürgermeister Johann Schulte, Andres Wynhoff. Kopie von Anthonius Nitert, Secretarius der Stadt Aldenseel. 19.06.1591: Sweder Meyer, Unterrichter des Gerichts Delden, lädt die Wyssa van Holte, Witwe Adolphs van Twyckelloe und den Friedrich van Twyckeloe, Drosten zu Rhede (Sohn Adolphs), zur Eröffnung des Testaments vor. Das Testament wird diesem von seinem Schreiber Hermannus vorgelesen, worauf Friedrich erklärt, daß der Richter von Delden für ihn nicht zuständig sei. Die Vorladung an Helwych van Twyckelloe (Tochter Adolphs) in Rheda ist durch Arnd Greinest überbracht, dsgl. an Lucia van Twyckeloe (verh. mit Gheerlich van Wullen, Tochter Adolphs). Actum .... op den huyse Twyckelloe. 27.06.1591: Dideryck Engelkens, Richter zu Delden und Boirne, bekennt, daß sein Unterrichter Zweder Meyer auf Antrag des Bevollmächtigten der Witwe van Twyckeloe (= Wyssa ten Holte) im Hause Hengeloe (deren Stiefsohn) Friedrich von Twyckeloe (zur Anerkennung des Testaments Adolphs van Twyckelo) vorgeladen hat, desgleichen Everdt Gelynck und Hartger ter Elst (als Kornoten). 06.07.1592: Die Pächter des Gutes Bögelskamp versprechen dem Droste Friedrich von Twickeloe, das Gut nur für ihn weiterhin in Miete zu halten. Datum Bodelskamp.... Unterschriften: Derck Albers, Küster zu Deninchem; Willem Leyendecker; Aleff Geerssen. Beglaubigung durch den Notar Georgius Fabricius. 21.11.1592: Vor Egbertus Nytert, Offizial zu Oldenzaal und in Twenthe, spricht Dr. Ruardt van Craenhals, Auditeur general, die Fenneke Kremers, Ehefrau Wilhelm Leyendeckers zu Deynichem, um Aussagen über die Vorfälle bei Besitznahme des Gutes Bögelskamp durch Friedrich van Twickeloe an, die durch den Richter von Kedingen, David Berch, und den Schreiber des verstorb. Adolph van Twickeloe, Hermann Brouler, durchgeführt wurde. 16.06.1593: Ritterschaft und Städte der Landschaft Overyssel verbieten dem Richter zu Delden wegen der kriegerischen Umstände etwas wegen der Gläubiger des verstorb. Adolph von Twickel in Deventer zu verfügen. Datum op ten Landtdach binnen Deventer ... 27.11.1593: Vor dem substituierten Richter Herman Helmichs (namens D. Engelkens) und den Kornoten Alerth Hellendorn und Johannes Bruins sagt Meister Johannes Hambsinck als Bevollmächtigter des Frederich von Twickeloe to Hengeloe und Boelskamp, Drosten zu Rhede, aus, daß er der Witwe in der Sache um die Höfe Segger und Krabbenbusch einen gerichtlichen Anspruch von 14 Tagen gewährt. 13.02.1596: Friedrich, Graf zum Bergh, befiehlt dem Richter van Delden, die Gläubiger des Adolph van Twickeloe nach overysselschem Recht zu behandeln und keine Exekution auf den Lehngütern zu gestatten, bis der Prozeß zwischen Friedrich von Twickeloe und den Gläubigern entschieden ist. 03.05.1598: Johan Vockinck, Richter zu Delden, lädt die Witwe Cranhals auf Verlangen des Anwalts Friedrichs von Twickeloe abermals zum 22. Mai 1598 vor das Gericht Delden, nachdem ihr schon unter seinem Vorgänger Diderich Engelkens ein ewiges Schweigen auferlegt war. 11.11.1600: Ernst von Ittersum, Drost von Twenthe, erläßt in dem Prozeß zwischen der Witwe von Craenhals als Klägerin wider Friederich van Twickel wegen des Besitzes der overysselschen Lehen Boliskamp mit Brockhhuis und der Allodial-Erben Sonsbeck und Seggerdinck im Gericht Oetmarsum und der Erben Hassinck und Gysselinck im Gericht Oldenzael, einen vorläufigen Bescheid, wonach Wyssa ten Holte verw. Ruart Craenhals die in ihrem Besitz befindlichen Lehnsurkunden vorlegen soll. Zeugen: Kornoten Gerart van der Marck, Henrick Steen. 02.12.1601: Vor Laurentz Pynninck, Richter zu Oldenzall, sagt auf Ansprache des Derich Paeschens zu Hengeloe als Amtmann des Friedrich von Twickeloe der Zeuge Roloff Helmichs aus, daß er (um) 1592 im April eine Zitation des Drosten zu Cowerden, Everhart van Ense, auf Verlangen des Ruart van Craenhals an Friedrich von Twickeloe auf Haus Hengeloe dem Derick Paeschen übergeben hat. Kornoten: Hermen Richterinck, Leenhart van Standell. Actum Oldenzall... 27.08.1607: Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Oldenzaal, laden auf Verlangen des Albertus de Laer als Bevollmächtigten des Frederichs von Twyckeloe zu Hengeloe, Drosten zu Rheda, den Gerhardt Voeth, wegen der Nachlassenschaft der Witwe Wyze van Holte gt. Craenhals vor Gericht. Siegelankündigung. 25.10.1616: Vor den Staten der Landschaft Overyssel verzichtet Peter Vette als Bevollmächtigter des Frederick van Twickeloe, Drosten zu Rheda, laut Urk. vom 16. Juni 1616 durch Caspar van Wendt und Court Hünefeld ausgestellt, auf die Erben Boegelscamp und Brockhuis im Ksp. Denekamp, Gericht Oetmarsum, ferner das Luttekehuys zu Doiringen im Ksp. Oldenzael, mit welchen Erben Johann von Twickel (zu Nordböningen) belehnt wird. Zeugen: Lehnmannen Unico Ripperda, Rodolph van Isselmuyden. Siegelankündigung. Gegeven binnen der Stadt Campen.... 22.04.1624: Die Räte des Königs von Spanien laden auf Verlangen des Johan van Twickeloe zu Borchboeningen den Junker Gerhardt Voet vor Gericht. 02.09.1630: In Sachen des Johann von Twickeloe zu Borchboeningen gegen Gerryt Voet tot Bolscamp wird das Decret des Kgl. Rats Broersma zu Ruremonde vom 15.1.1618 als ungültig erklärt. (Aussteller: Overysselsche Stände?) Aldus gepronunctieert binnen der Stadt Swoll.... 28.01.1631: Dr. Queisen sagt auf Verlangen des Johann von Twickeloe zu Borchböningen gegen Gerrydt Voet vor Ritterschaft und Städten der Landschaft Overyssel aus, daß Junker Adolff van Twickeloe zu Hengeloe mit folgenden Frauen verheiratet war: 1) Magdalena Turx (Kinder: Friedrich von Twickeloe, Drost zu Rheda, und dessen Schwester), 2) Juffer Keppels, 3) Juffer Barta van Overhage und 4) Joffer Wytse ten Holthe. 28.07.1631: Vor Lubbert Fockinck, als Repräsentant der Ritterschaft und Städte von Overyssel, Richter zu Delden, sagen auf Verlangen Gerrit Voets zu Boelscamp als Zeugen Meister Allf Timmermann und Arent Gelinck, beide Eingesessene des Dorfs Hengelo aus, daß ihnen von einem unerlaubten Verhältnis der Ehefrau des verstorb. Adolphs von Twickeloe, der verstorb. Wyssa ten Holte, mit dem verstorb. Auditeur Ruart von Craenhals zu Lebzeiten Adolphs von Twickeloe und von sonstiger Unehre der Wyssa ten Holte nichts bekannt sei. Kornoten: Joan van Schuttorp und Rotger Heyerinck. Actum Delden.... 28.07.1631: Vor Lubbert Fockinck, als Repräsentanten der Ritterschaft und Städte von Overyssel, Richter zu Delden, sagen auf Verlangen Johanns von Twyckeloe zu Borchboeningen die Zeugen Meister Alef Timmermann und Arent Gelinck aus, daß ihnen von einem vorehelichen Verhältnis des Ruart von Craenhals mit Wyssa ten Holte zu Lebzeiten von deren Ehemann Adolph von Twickeloe nichts bekannt sei, auch nicht daß Wyssa ten Holte mit den einquartierten Offizieren in Oldenzaal unerlaubte Beziehungen unterhalten habe oder daß Dr. Ruart von Craenhals zur Zeit seiner Heirat mit Wyssa ten Holte noch eine Frau in Groningen "gefencklich" gehalten habe. 15.09.1687: Gerhard Adolph Voet, Mechteld Lucretia Voet (unter Assistenz ihes Ehemanns Wilhelm Jacob van Staverden) und Lucas Albert Voet vergleichen sich über den testamentarischen Nachlaß ihrer Eltern, des verstorb. Wolter Voet ten Bögelskamp und der verstorb. Johanna Bruins. Gerhard Adolph erhält Haus Bögelskamp, das halbe Erbe Brockhuis, den Schultenhof zu Denekamp, das Erbe Seggerdinck in Norddeuringen, das Erbe Alerink zu Denekamp, die Erben Olerink, Schalman und Mensman in der Mark Boeningen, das Gut Warburg in Oene (utrechtsches Lehen), den Pletter, das Erbe Westerwoorde in Olst (Leben des Hauses Dort) mit dem vierten Teil des Cranenslag, den Anteil an der Dorneweert in Welsemer Weerde, Haus mit Zubehör in der Polstrate zu Deventer. Mechtild Lucretia Voet erhält erhält das Gut Reimert in Pleest (Essensches Lehen) mit der Kottstätte Veltkamp, das halbe Erbe Boerrigter, das halbe Erbe Hoflevert, das halbe Erbe Sprakel, alle in der Mark Lönneker, Gericht Enschede (beschwert mit 18 Gulden an das Kloster Glaen und 16 Gulden an die Pastorei Steinfurt), das halbe Erbe Geerdinck in Hasselo, das halbe Erbe Beerninck in der Lütte, das halbe Erbe Heraver in der Mark Heten im Schultamt Raelte (overijsselsches Lehen), den Zehnt Heraver (Lehen des Hauses Almelo) mit der Kottstätt Boxbelt, das Quadengut in Terwolde, Lucas Alphert Voet 1800 Gulden von verkauftem Land, 300 Rtl. zu Lasten der Provinz Overyssel, 1500 Gulden zu Lasten Gerhard Adolph Voets, 1000 Gulden vom verkauften Voetskamp in Harderwijk, 2950 Gulden rückständige Pächte. Actum op den huyse Bögelscamp..... Zeugen: O. Broersma zu Borgbeuningen, Eustachius Occo Broersma, Drost der Grafschaft Megen, Berent Pott. 17.03.1725: Alexander Wilhelm von Raet wird nach dem Tode Junker Lucas Voets laut Testament vom 4. Okt. 1714 mit dem Hause Bögelskamp und Brockhuis im Gericht Ootmarsum, Ksp. Denekamp, als overysselschen Lehen belehnt. Zeugen: Johann Willem van Dedem tot den Bergh (Lehnstatthalter), Johann Albert Sloet toe Warmeloe (Drost von Haxbergen), Derck Mulert toe Backenhage (beide als Lehnsmannen). Unterschrift des Lehngreffier P. Pütman. 21.03.1760: Willem van Ittersum tot Oosterhoff als Lehnstatthalter von Overyssel belehnt Jan Caspar Joseph Baron von Raeth nach dem Tode dessen Vaters Alexander Willem van Raeth mit dem Erbe Bögelskamp und dem Haus Brockhuis. Zeugen: Bernhard Herman Gansneb gt. Tengnagel tot Luttenberg, Jr. Egbert Anthony ten Busch. Siegelankündigung. 21.05.1796: Vor B. ten Pol und den Lehnmannen J.C.W.U. von Münchhausen und Henrich Weddelink wird der Baron Friedrich Ferdinand von Raet, auch für seinen abwesenden Bruder (Clemens August) mit dem Gut Bögelskamp und dem seit altersher inkorporierten Erbe Brockhuis belehnt, laut Testament des am 17.4.1795 verstorbenen Vaters Jan Caspar von Raet. Desgleichen werden beide Brüder belehnt mit den halben Erben Japink und Geerdink in der Bs. Hasselo, Gericht Oldenzaal. Actum Enschede....
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.