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Stadt Warendorf Urkunden
1682 März 3
Regest: Die Eheleute Peter Lichtermuth und Anna Schürmann leihen von dem Armenprovisor Johann Cratz je zur Hälfte von den Bentheimer Armen und von dem Almosenkorb insgesamt 50 Reichstaler, die sie zur Begleichung ihrer Schulden von 1662 April 10 (= U 839) bei der Anna Matthias, Witwe des Freckenhorster Vogts Dietrich Wachtenthumb benötigen. Sie verpfänden das Haus wie in U 839. Es bürgen die Brüder Berndt und Friedrich Nießert und ihre Frauen Christine Starp und Klara Strüwe mit ihren Gärten vor dem Münstertor am Beutelbrinksweg zwischen dem Weg und dem Garten des Johann Vechtel, die sie von den Brüdern Johann und Hermann Cratz gekauft haben. Weiterhin bürgt Friedrich Niesert mit seinem Haus am Alten Steinweg zwischen den Häusern der Witwe Berndt Grachtrup und des Gerdt Heselmann. Zeugen: Christian Niedermann und Gerdt Schräder. Notariatsinstrument des Hermann Mosellage.
Ausfertigung - 3 Foliobogen. Unterschrift und handgezeichnetes Signet des Notars. Alt: Abt. 2 D IX 23, jetzt: A 317.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.