Johann, Graf zu Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen, Herr zu Haigerloch und Wehrstein, Reichserbkämmerer und Rat Erzherzog Maximilians zu Österreich, und Anthoni Fugger d. J. zu Kirchberg und Weißenhorn, Rat Herzog Maximilians [I.] von Bayern und Pfelger zu Rain, bekunden als Vormünder der Erben des Grafen Wilhelm [II.] zu Oettingen d. Ä., ihres Vetters und Schwagers: Das Reichskammergericht zu Speyer hat in einem wörtlich inserierten Endurteil vom 26. Apr. 1608 in Sachen der Deutschmeister Georg bzw. Maximilian, Kläger, gegen Friedrich [V.], Wilhelm [II.] bzw. die Vormünder seiner Erben und Gottfried Grafen zu Oettingen, Beklagte, wegen des kleinen Waidwerks in den zwei Hölzern Gromberg und Königsbühl bei Kapfenburg und wegen der Pfändung von Karren und Hasengarn daselbst beiden Parteien verboten, einander in ihren Rechten zu irren. Nach Zahlung von 1.000 fl Bargeld durch Johann Eustach von Westernach DO, kaiserlicher und deutschmeisterischer Rat und Kämmerer, Komtur zu Kapfenburg, bewilligen die A. diesem für seine Person und solange er die Kommende Kapfenburg innehat in beiden Hölzern das alleinige Jagen und Hegen auf Rot- und Schwarzwild, hohes und niederes Wildpret, jedoch unbenommen ihrer weiteren forstlichen Obrigkeit. Wollen die A. nach Tod oder Abzug von Westernachs die gemeinsame Jagd gemäß dem gen. Urteil wieder aufnehmen, so haben sie nach halbjährlicher Kündigungsfrist dem Haus Kapfenburg die 1.000 fl zurückzuerstatten.