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KIT-Archiv (Archivtektonik) >> 2 Karlsruher Institut für Technologie und Vorläufer >> 22 Fakultäten
1935-1981
Inhalt: Hinweise auf wesentliche Inhalte sind der Klassifikation zu entnehmen.
Entstehungsgeschichte: Die Fakultät für Chemie wurde im Jahr 1969 gegründet. Zuvor war die Chemie an der Technischen Hochschule bzw. der Universität Karlsruhe (TH) (so ab 1967) während der Bestandslaufzeit folgendermaßen eingeordnet:
1934-1940: Abteilung bzw. ab 1937 Fakultät für Chemie
1941-1945: Fakultät für Naturwissenschaften und Ergänzungsfächer (1. Abteilung für Mathematik und Physik, 2. Abteilung für Chemie, 3. Abteilung für nichtnaturwissenschaftliche Ergänzungsfächer)
1946-1947: Fakultät für Chemie
1947-1948: Fakultät für Natur- und Geisteswissenschaften (1. Abteilung für Mathematik und Naturwissenschaften, 2. Abteilung für Geisteswissenschaften)
1948-1966: Fakultät für Natur- und Geisteswissenschaften (1. Abteilung für Mathematik und Physik, 2. Abteilung für Chemie, 3. Abteilung für Geisteswissenschaften)
1966-1969: Fakultät für Naturwissenschaften II (Chemie, Bio- und Geowissenschaften).
Institutionsgeschichte im provisorischen Findbuch von Klaus-Peter Hoepke (1988):
"Das Fach Chemie wurde bereits im Gründungsjahr der heutigen Universität Karlsruhe (TH) etabliert. 1825 berief man dafür an die Polytechnische Schule den Freiburger Professor für Mineralogie, Geognosie und Chemie Friedrich August Walchner in das zwölfköpfige Lehrerkollegium. Der praktischen Zielsetzung des Polytechnikums entsprechend legte Walchner den Akzent auf die chemische Technologie. Gelegentlich der Reorganisation des Polytechnikums im Jahre 1832, die die Anstalt in 5 "Schulen" aufgliederte, legte man die Chemie mit dem Maschinenbau in der sogenannten "Höheren Gewerbeschule" zusammen.
Aufgrund von Vorstellungen Redtenbachers (Maschinenbau) und Weltziens (Organische Chemie, Agrarchemie), die übrigens auch Walchner mittrug, erfolgte 1847 die Unterteilung der Höheren Gewerbeschule in eine Chemisch-Technische Abteilung und eine Mechanisch-Technische Abteilung. Die Fächer Mineralogie, Geologie, Zoologie und Botanik wurden dabei dem Chemiebereich zugeordnet, während die Physik gleichsam das unerläßliche Bindeglied zwischen beiden Abteilungen bildete.
Als ebenso zukunftsträchtige Neuerung erwies sich die Errichtung eines chemischen Laboratoriums, die Weltzien - nach jahrelangem Improvisieren in seinem Privatlabor und nach ebenso langem Drängen - 1851 durchzusetzen vermochte. Das hohe Ansehen, das er gemeinsam mit Fachverwandten der Karlsruher Chemie verschaffte, wird durch den Chemikerkongreß illustriert, der im September 1861 in Karlsruhe erstmals Autoritäten der Chemie aus ganz Europa vereinte.
[...] Neben der traditionellen chemisch-technischen Tendenz hatte mittlerweile auch die Organische Chemie Kontur gewonnen, und 1900 wurde - nach mehrjährigem Vorspiel - ein Lehrstuhl für Physikalische Chemie eingerichtet, der bereits die Elektrochemie einschloß: Damit war der chemische Bereich im engeren Sinne durch drei Ordinariate vertreten.
Seit 1888 hieß die Chemische Schule übrigens [...] "Abteilung für Chemie". [...]
Die 1920er Jahre sahen weitere einschneidende Veränderungen: Zum einen erlosch 1923/24 der Studiengang Pharmazie, zu dem noch Karl Birnbaum (+1876) den Grundstein gelegt hatte. Sodann fand mit der Berufung Alfred Stocks im Jahre 1926 die Anorganische und die Analytische Chemie eine stärkere Berücksichtigung.
Die nationalsozialistische Machtergreifung erschütterte die Abteilung nachhaltig. Aus rassenpolitischen Gründen wurden 1933 Georg Bredig (Physikalische Chemie und Elektrochemie) und Paul Askenasy (Chemische Technik) aus den Ämtern entfernt; Stefan Goldschmidt (Organische Chemie) wurde bis Ende 1935 geduldet. Darüber hinaus verloren mehrere Assistenten 1933 ihre Die Arbeitsfähigkeit der Chemiefakultät sollte nach 1945 abermals ernsthaft gefährdet werden, diesmal infolge der Entnazifizierung. Nur einer der vier Ordinarien durfte, weil politisch unbelastet, seine Tätigkeit noch im Herbst 1945 wieder aufnehmen. Immerhin konnten die Organische Chemie, die Analytische Chemie sowie die Physikalische Chemie und Elektrochemie durch apl. oder ao. Professoren wahrgenommen werden. [...]
Erwähnung verdient [...] die Wiedererrichtung der Pharmazie. Erste Anstöße gingen von der Hochschule 1946 aus; die Kultusverwaltung bewilligte anstandslos denn auch ein Ordinariat für Pharmazie. Zum WS 1948 konnte es mit Kurt Bodendorf besetzt werden. Im Laufe der Jahre tauchten indes außerhalb wie innerhalb der Hochschule Zweifel auf, ob Karlsruhe ein sinnvoller Ort für die Pharmazeuten-Ausbildung sei. Im Verlauf der Auseinandersetzungen beschloß der baden-württembergische Landtag die Verlegung des pharmazeutischen Fachbereichs an die Universität Heidelberg; der Beschluß wurde im WS 1973/74 ausgeführt."
Das Amt des Dekans versahen während der Bestandslaufzeit:
(1934-1935 Kurt von Sanden?)
(1935-1937 Karl Wulzinger?)
(1937-1940 Ludwig Ebert?)
1940-1941 Rudolf Scholder
1941-1943 Alfons Bühl
1943-1944 Hermann Ulich
1944-1945 Rudolf Scholder
1946-1947 Friedrich August Henglein
1947-1948 Paul Günther
1948-1949 Rudolf Criegee
1949-1950 Karl Strubecker
1950-1951 Rudolf Scholder
1951-1952 Karl Strubecker
1952-1953 Friedrich August Henglein
1953-1954 Christian Gerthsen
1954-1955 Ernst Terres
1955-1956 Eberhard Mettler
1956-1957 Kurt Bodendorf
1957-1958 Hans Wittich
1958-1959 Helmut Pichler
1959-1960 Johannes Weissinger
1960-1961 Gerhard Krüger
1961-1962 Rudolf Criegee
1962-1963 Karl Strubecker
1963-1964 Heinrich Franck
1964-1965 Fritz Stöckmann
1965-1966 Hans Blohm
1966-1967 Erich Fitzer
1967-1969 Alexander Katsch
1969-1970 Heinz Gerhard Kahle
1970-1971 Gerhard Fritz
1971-1973 Gerhard Schröder
1973-1975 Gerhard Hertz
1975-1977 Klaus Krogmann
1977-1981 Walter Seelmann-Eggebert
1981-1982 Hans Musso
Die Leitung der einschlägigen Fakultätsabteilung versahen während der Bestandslaufzeit:
1941-1945 Rudolf Scholder
1948-1949 Rudolf Criegee
1949-1950 Kurt Bodendorf
1950-1952 Rudolf Scholder
1952-1954 Friedrich August Henglein
1954-1955 Ernst Terres
1955-1956 Vakanz?
1956 Rudolf Criegee
1956-1958 Kurt Bodendorf
1958-1960 Helmut Pichler
1960-1962 Rudolf Criegee
1962-1963 Walter Seelmann-Eggebert
1963-1965 Ernst Ulrich
1965-1966 Erich Fitzer
Klassifikationsübersicht: 1. Organisation
1.0 Allgemeines
1.1 Struktur der Fakultät
1.2 Einzelne Einrichtungen (auch: Stiftungen)
1.3 Wahlen
1.4 Finanzverwaltung
2. Allgemeines Schriftgut
2.1 Protokolle und Beratungsunterlagen
2.2 Korrespondenz und sonstiges Schriftgut
3. Personal
3.0 Allgemeines
3.1 Berufungen
3.2 Promotionen
3.3 Habilitationen
3.4 Ehrungen
3.5 Gastdozenten und Lehraufträge
3.6 Assistenten und Hilfskräfte
3.7 Mittelbau und andere Dozenten
3.8 Sonstige Angelegenheiten einzelner Personen (teilweise mit Berufungen)
4. Lehre und Studium
4.0 Allgemeines
4.1 Ausbildung in den Schulen
4.2 Rechtliche Grundlagen des Studiums (vor allem Prüfungsordnungen)
4.3 Studiengänge
4.4 Lehrplan und Lehrveranstaltungen
4.5 Prüfungen
4.6 Weiterbildung
5. Forschung
5.0 Allgemeines
5.1 Einzelne Forschungsgebiete
6. Veranstaltungen
6.1 Vorträge, Kolloquien und Tagungen
6.2 Ausstellungen
7. Gebäude und Räume
7.0 Allgemeines
7.1 Raumbelegung
8. Fakultätentag und Fachbereichekonferenz
Fakultät für Chemie an der Universität Karlsruhe (TH)
1,0 m
Akten
Verweis auf ähnliches Material: KIT-Archiv:
10001 Technische Hochschule Karlsruhe
21001 Hochschulverwaltung
22002 Fakultät für Physik
23001 Institut für Anorganische Chemie
23002 Institut für Chemische Technik
23004 Institut für Rechtswissenschaft
24004 Fachschaft Chemie
27007 Nachlass Bruno Vollmert
27008 Nachlass Hans Musso
27009 Nachlass Rudolf Criegee
27010 Nachlass und Sammlung Carl Engler
27011 Nachlass Werner Heimann
27055 Nachlass Hans und Karl Bunte
27060 Nachlass Alfred Stock
27101 Sammlung Eberhard Zschimmer.
Literatur: Criegee, Rudolf: 2. Die Abteilung für Chemie, in: Die Technische Hochschule Fridericiana Karlsruhe. Festschrift zur 125-Jahrfeier, hg. unter dem Rektorat v. Ernst Terres, 1950, S. 132-134.
Benutzungbeschränkungen: Die Benutzung ist teilweise durch Schutzfristen für Sachakten und personenbezogene Unterlagen eingeschränkt.
Kopf, Günther
Holluta, Josef
Fajans, Kasimir
Franck, Ernst Ulrich
Fischer, Hellmuth
Rickert, Hans
Brune, Albert
Terres, Ernst
Fitzer, Erich
Goldschmidt, Stefan
Eichkorn, Günther
Fricker, Alfons
Gebert, Fritz
Griesbaum, Karl
Knoch, W.
Schulz, Hans
Bodendorf, Kurt
Criegee, Rudolf
Dworzak, Rudolf
Günther, Paul
Henglein, Friedrich August
Hasse, Kurt
Neidlein, Richard
Pichler, Helmut
Scholder, Rudolf
Sontheimer, Heinrich
Vogt, Hans
Hoger, Artur
Mannich, Carl
Merz, Curt
Seebach, Dieter
Askani, Rainer
Bauer, Helmut
Bayer, Ernst
Döpp, Dietrich
Riehm, Hans
Schmitz, Wolfgang
Schneider, Gerhard
Schneider, Woldemar
Schulte-Frohlinde, Dietrich
Drawert, Friedrich
Gribe, Joseph
Häfele, Wolf
Krauch, Helmut
Maier, Günther
Meier zu Köcker, Heinz
Stock, Alfred
Nestle, Karl Theodor
Stiftungen
Alex-Möller-Stiftung
Jubiläums-Staatsstiftung
Stiftung Firma Wolff & Sohn
Carl-Freudenberg-Stiftung
Dozentenführer