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Johann Oswini von Münzenberg, Geistlicher der Mainzer Diözese, kaiserlicher Notar, bezeugt, dass vor ihm zu Münzenberg auf dem Markt unter der Lin...
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Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim >> 5 1471-1500
1480 Juli 18, Münzenberg
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Oswini von Münzenberg, Geistlicher der Mainzer Diözese, kaiserlicher Notar, bezeugt, dass vor ihm zu Münzenberg auf dem Markt unter der Linde, später wegen Regens unter dem Rathaus, Graf Otto v. Solms, auch als Vormund für die Grafen Johann, Philipp und Bernhard v. Solms, ein Manngericht abgehalten habe, bestehend aus Henne v. Büches als Richter, dem Friedberger Burggrafen Ludwig Wais v. Feuerbach, Pankraz Vogt v. Trais, Emmerich v. Hoch-Weisel, Johann v. Nordeck zur Rabenau, Philipp v. Rödelheim, Erwin Löw v. Steinfurth, Henne und Asmus v. Laubach (Lauerbache), die Gebrüder Konrad und Hartmann v. Bellersheim, Adam v. Trais, Wilhelm v. Trohe, Ruprecht v. Büches, Walther v. Fischborn, Werner Halber, Johann v. Hoch-Weisel, Eckhard v. Vetzberg, Henne Halber, Kaspar, Hermann, Heinrich, Karl, Emmerich und Friedrich v. Karben, Philipp v. Stockheim, Giese und Hermann v. Windhausen, Eberhard und Heinrich Riedesel, Heinrich und Konrad v. Muschenheim. Vor diesem Manngericht seien die Gebrüder Henne und Eberhard, die Gebrüder Johann und Wolf sowie Henne gen. Groppe, alle v. Bellersheim, erschienen, hätten Johann v. Bellersheim als Redner, Helm v. Trohe als Warner und Emmerich v. Karben als Rauner gewählt und gegen Konrad Schenk zu Schweinsberg sowie Konrad v. Schwalbach, Sohn des Konrad, geklagt, die ihrerseits Ruße v. Thüngen, Schultheiß zu Frankfurt, Johann v. Nordeck zur Rabenau und Johann v. Hoch-Weisel als Redner, Warner und Rauner erwählten. - Zeugen: Johann v. Breidenbach zum Breidenstein d. J., Philipp Riedesel, Kraft v. Deckenbach und der Gießener Rentmeister Hermann Bieckerich
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Fürstlich-Solmsisches Archiv Lich, Licher Urkunden, Kasten 33 - Ausf., Perg., Notariatsinstrument mit Notarszeichen, unbesiegelt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.