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Urkunde 22: Auf dem Wedemhof zu Roxel
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Enthält: Vor dem Gografen zum Bakenfeld Dr. der Rechte Hermann Osthoff verpflichten sich Bernard Schulte Stottbroch, Bernard Richter, Albert Schulte Hermann, Johann Schulte Berndt, Sebastian Ratert, Albert Helman, Johan Albrandt, Sebastian Schulte Köning, Albert Grosse Cateman, Dietherich Grosse Thier, Heidenrich Lutke Thier, Bernard Schulte Westerhoff, Johann Grosse Brintrup, Bernard Grosse Westarp, Bernard Grosse Vorschepoel, Johann Westhusing, Henrich Brockman, Hermann Lutke Kukenbeck, Georg Kuckmann, Hermann Welinck, Johann Lutke Brintrup, Bernard Benninck, Johann Kohaus, Albert Velthaus, Johann Erdelkamp, Michael Engelberding, Johann Homann, Melchior Lutke Jockweg, Hermann Grosse Kukenbeck, Henrich Marckenbeck, Melchior Stockmann, Henrich Schulte Altenroxel, Johann Örlich, Henrich Gerding, Anton Mollenhove, Johann Ibeman, Johann Middendorf, Johan Hugeman, Johan Berning, Henrich Rotert, Bernard Boeckman und Christoph Henrichman als zeitige Provisoren, Bauerrichter und gemeine eingesessene Hausleute des Ksp. Roxel, jene 350 Rtlr. jährlich mit 21 Rtlr. zu verzinsen, die ihnen zwecks Zahlung der Hessischen Satisfaktionsgelder von Goswin Droste zu Vischering Dombursner des Domstifts zu Münster, geliehen wurden, da die Roxeler Kirchspielseingesessenen sonst "Haus, Hof und Erbe verlassen, davon laufen und anderwärts ihre Leibs- und Lebensnahrung suchen müssten", "da sie dermassen ausgesögert und von Mittelen entrüstet, dass sie fast nicht vermögen, die aufschwellenden pensiones ihren vielfältigen Creditoren zu bezahlen". Zeugen sind Johann Brintrup, Notar und Johann Cappy, Küster zu Albachten. Ausgefertigt und unterschrieben von dem Gerichtsschreiber und Notar Bernard Rodorf. Ferner unterschrieben Jobst Edmund Brabeck und Henrich Droste zum Hülshoff. Siegel des Gogerichts, des Domkapitels und 9 mit interessierter Erb- und Gutsherren die nicht genannt sind. Sämtliche Siegel sind abgeschnitten. Or. Pgt. (an 4 Stellen durch Einrisse beschädigt). Zur Akte Amt Roxel, Belege 1832, gehörig (= C 127/128)
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.