Jakob Mertz von Mussingen [Gde. Illerkirchberg/Alb-Donau-Kreis] bekennt, dass ihm Regina geborene Schleicher, die Witwe Daniel Schads des Älteren, einen Hof in Mussingen auf Lebenszeit verliehen hat. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf zwischen der Gemeindegasse und dem Haus seines Vaters Thomas Mertz, 38 Jauchert Äcker und 6,5 Tagwerk Mähder. Außerdem hat sie ihm eine Selde, die ein Erbgut ist, verliehen. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten zwischen Äckern des Beliehenen und des Johann Wirt, 8 Jauchert Äcker und 3 Tagwerk Wiesen. Vorbesitzer der Güter war der verstorbene Johann Braun. Er verpflichtet sich, Hof und Selde in eigener Person zu bewirtschaften und sie in gutem Kulturzustand zu halten. Von dem Hof hat er jährlich 14 Imi Roggen, 14 Imi Hafer, 2 Pfund Heller Heugeld, 1 Muth Öl oder dafür 15 Schilling Heller, 1 Muth Lein oder dafür 10 Schilling Heller, 200 Eier, 2 Fastnachtshühner, 1 Gans und 7 Herbsthühner, von der Selde 5 Imi Roggen, 5 Imi Hafer, 1 Pfund Heller Heugeld, 200 Eier, 4 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn nach Ulm zu liefern. Bei einem Besitzerwechsel stehen der Herrschaft von der Selde jeweils 1 rheinischer Gulden als Abfahrt- bzw. Auffahrtgeld zu.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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