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Adelige und andere Familien: L: (1264)-(1830) (Bestand)
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Form und Inhalt: Der Bestand vereinigt Sammlungen von Archivalien zu in der Regel aus dem niederen Adel stammenden Familien der Regionen Mittelrhein, Eifel, Hunsrück und Westerwald sowie, in geringerem Maße, der angrenzenden Regionen. Diese - im Unterschied zum nördlichen Rheinland meist reichsunmittelbaren - Familien nahmen auf unterschiedlichen Ebenen Funktionen in den größeren Territorien der Region oder auf Reichsebene wahr, z.B. als Geheime Räte, Amtmänner und Offiziere. Daneben findet man sie als Angehörige der zahlreichen Stifte und Klöster. Sie standen in vielfältigen Lehnsbeziehungen zu den größeren Territorien der Umgebung wie z.B. den Erzstiften Trier, Köln und Mainz, der Kurpfalz, der Grafschaft Sponheim, Hessen-Kassel u.a. Auf der anderen Seite treten sie selbst als Lehns- und Grundherren in Erscheinung.
- Lachen, Schliederer von [vgl. Best. 54S, Familie Sleder]: Ritter aus dem Speyergau
- Lahnstein, von: Ritter vom Mittelrhein
- Lahnstein genannt Stoppelrode, von: Ritter vom Mittelrhein
- Lahnstein, Brenner von: Ritter vom Mittelrhein
- Lahnstein, Hunschwin von: Ritter vom Mittelrhein
- Lahnstein, Schilling von: Ritter vom Mittelrhein
- Lahr, von
- Lamb: Familie vom Westerwald (?)
- Lamberg, von: Grafengeschlecht
- Lammertz, von: Briefadel aus dem Mainzer Raum
- Lampoing, von: Briefadel aus Frankfurt a. M.
- Landenberg, von: Ritter aus der Schweiz (Breiten-Landenberg)
- Lander [d. i. Lander von Sponheim]: Ritter und Bürger zu Trier
- Lang: Trierer Bürger
- Langen, von: Ritter aus Westfalen
- Langenau, von: Ritter von der Lahn
- Langenbach, von: Ritter aus dem Westerwald
- Langmesser: Trierer Geschlecht
- Laudon, von: Adelsgeschlecht aus dem Herzogtum Livland
- Lauffenberg
- Lauwenberg (Lauvenberg): Trierer Geschlecht
- Lay, von: Ritter von der Mosel (bei Koblenz)
- Lehmen genannt von Nürburg (von Nürburg genannt von Lehmen), von: Ritter von der Mosel
- Lehmen, Wabe von: Ritter von der Mosel
- Lehrbach, von: Ritter aus Hessen
- Leiningen, von: Grafengeschlecht aus dem Haardt
- Leiningen-Westerburg, von: Grafen (Edelherren von Westerburg)
- Lellich (Lellig), von: Ritter aus dem Luxemburger Raum
- Lengenfeld (Lengefeld) genannt Saalmann, von: Patrizier aus Mainz und Koblenz
- Lenhausen genannt Kreye, von: Ritter aus Westfalen
- Lerchenfeld-Köfering, von: Ritter aus Bayern
- Leudersdorf (Ludesdorf), von: Burgmannen aus der Eifel
- Leudersdorf (Ludesdorf), König (Kuninch) von: Ritter aus der Eifel
- Leuterath (Luterode), von: Ritter (bei Hillesheim)
- Leuterath (Luterode) genannt Jünkerath, von: Ritter
- Leuterath genannt von Nechtersheim (Krümmel von Nechtersheim), von [vgl. Best. 54N, Familie von Nechtersheim]: Ritter aus der Eifel
- Leutesdorf, Vögte von: Ritter vom Mittelrhein
- Leyen (Layen), von: Ritter von der Nahe (bei Bingen)
- Leyen, von der [mit dem Arm]: Ritter (bei Ürzig)
- Leyen, von der [mit dem Pfahl; vgl. Best. 48]: Ritter von der Mosel (Gondorf)
- Leykam, von: Briefadel aus dem Kölner Raum
- Lichtenberg, von: Edelherren aus dem Elsass
- Lichtenberg, von: Ritter von der oberen Nahe (St. Wendel)
- Lichtenberg, Blick von: Ritter von der oberen Nahe
- Lichtenberg, Bornbach von: Ritter von der Nahe
- Lichtenberg, Genge von: Ritter von der oberen Nahe
- Liebenberg, von: Ritter von der oberen Nahe
- Liebenstein (Lewenstein), von: Ritter vom Mittelrhein
- Liebenstein, Schenk von: Ritter vom Mittelrhein
- Liepen, von der: Adel (Mark Brandenburg, auch in Lothringen)
- Lieser, von: Ritter von der Mosel (zweifelhaften Stammes)
- Lieser, von [mit dem wachsenden Löwen]: Ritter von der Mosel
- Lieser, von [mit dem Arm]: Ritter von der Mosel
- Ligneuville, von: Ritter aus Lothringen
- Lilien, von: Patrizier aus Westfalen (Werl)
- Limbach, von: Ritter aus dem Westerwald
- Limbach, Mant von: Ritter aus dem Westerwald
- Limburg, von: Edelherren von der Lahn
- Limburg, von: Grafen
- Limburg, Staudt von: Adel von der Lahn
- Limburg, vom Hobe (Hofe) von: Geschlecht aus Hessen
- Limburg-Styrum, von: Grafengeschlecht aus Westfalen
- Limpurg, von: Erbschenken bzw. Edelherren aus Schwaben
- Lindau, von: Ritter aus dem Taunus (Lindenthaler Hof bei Wiesbaden)
- Linden, von: Briefadel aus dem Mainzer Raum
- Linden (von Linden): Trierer Geschlecht
- Lindenfels, von: Ritter aus dem Odenwald
- Linzfeld (Lintzfeld), von: Adel aus der Eifel
- Linz: bürgerliche Familie in Koblenz
- Lippe (Lipp) genannt Hoen (Huhn), von der: Ritter von der Sieg
- Lippe, zur: Edelherren-, Grafen- und Fürstengeschlecht aus Westfalen
- Lisdorf (Liesdorf), von: Ritter von der Saar (bei Saarlouis)
- Lisdorf (Liesdorf), Hurnink von
- Lisdorf (Liesdorf), Kniling von
- Lissingen, von: Ritter aus der Eifel
- Lissingen genannt Hack (Hack von Lissingen), von: Ritter aus der Eifel
- Lissingen, Schmeich (Smeich) von: Ritter aus der Eifel
- Littig (Littgen, Litiche), von: Ritter aus der Eifel
- Lobusch, von dem: Geschlecht von der Mosel (bei Dieblich)
- Lochau, von: Ritter aus der Mark Brandenburg
- Loë, von [mit dem Kesselhaken]: Ritter aus Westfalen
- Löf, von: Ritter von der unteren Mosel
- Löhr, von: Briefadel aus Mainz
- Loën (Looz, Loon), von: Grafengeschlecht von der Maas (Borgloon)
- Loen, von [mit dem Einhorn]: Ritter aus Westfalen
- Lösnich (Lussenich), von: Ritter (bei Bernkastel)
- Löwenau, von
- Löwenhaupt: Edelherren aus Schweden
- Löwenstein, von: Ritter von der Nahe/Alsenz
- Löwenstein, Brenner von: Ritter von der Nahe/Alsenz
- Lommersdorf, von: Adel aus der Eifel
- Lommessem, von: Briefadel aus Aachen
- Longuich, Plait (Plate) von: Ritter von der Mosel
- Lonsheim, von: Adel von der Nahe
- Lontzen genannt Roben, von: Ritter aus dem Raum Limburg
- Loos, de: Familie des Charles de Loos, gebürtig aus Mersch
- Lorch, Hilchen von: Ritter vom Mittelrhein
- Lorch, Schetzel von: Ritter vom Mittelrhein
- Losse: Ritter aus Meißen
- Luchtingen (de Luchtanges), von: Ritter aus Luxemburg
- Lülsdorf, von: Ritter vom Niederrhein (Hzgt. Berg)
- Lünen, Mohr von
- Lützel-Koblenz, von: Ritter vom Mittelrhein
- Lützelstein, von
- Lützerath, von
- Lungfelden, Nimbsger von: Geschlecht aus dem Saargabiet, Lothringen
- Luxemburg, von: Grafen und Herzöge Es handelt sich um einen nach der Pertinenz gebildeten Bestand, in dem deutlich über tausend Sammlungen ganz unterschiedlicher Größe von Archivalien weitestgehend adliger Familien in alphabetischer Reihenfolge zusammengefasst sind. Einige dieser Bestände sind von erheblichem Umfang: Am weitesten sticht in dieser Hinsicht die Überlieferung der Familie Breidbach-Bürresheim mit fast 2.700 Archivalien hervor. Aber auch die Sammlungen zu den Familien von Clodt, von Heddesdorf, von Helfenstein, Vogt von Hunolstein, von der Leyen, von Kesselstatt, Zandt von Merl, von Metternich, von Montclair, von Schöneck, von Schönberg, von Schwarzenberg, von Sierck, von Sötern, vom Stein, Umbscheiden von Ehrenkron und von Wiltberg umfassen jeweils rund hundert oder auch mehrere hundert Archivalien. Etwa genauso zahlreich sind die Bestände mit einem Umfang von jeweils etwa fünfzig bis hundert Archivalien zu den Familien von Breitbach, Herterich von Edelstätten, von Enschringen, von Esch, von Geisbusch, vom Hagen, von Hammerstein, von Helmstadt, von Nassau zu Sporkenburg/Spurkenburg, von der Neuerburg, von Piesport, Schenk von Schmidtburg, von Schöneck, Hurt von Schönecken, von Schöneberg, von Seelbach, von Sickingen, von Sohlern, Mühl von Ulmen, Mohr vom Walde (d.i. Peterswald), Kolb von Wassenach und von Wolfskehl. Die Aufzählung verdeutlicht, dass viele Familien darunter sind, die für die rheinische Geschichte und, in Gestalt einzelner Mitglieder, darüber hinaus für die deutsche Geschichte insgesamt Bedeutung haben.
Die Masse der Überlieferung besteht aus den im Folgenden aufgezählten Arten von Unterlagen: Urkunden, in denen die erwähnten Familien als Vasallen oder Lehns- und Grundherren in Erscheinung treten, oder in denen unbeweglicher und beweglicher Besitz sowie Rechte und Einkünfte verpfändet oder verkauft werden; Testamente und Erbteilungen; Eheverträge; Aufzeichnungen zur Familiengeschichte und Genealogie; Adelsverleihungen; Verzeichnisse über Besitz und Einkünfte; Weistümer.
Die Archivalien geben Aufschlüsse über regionale und überregionale Netzwerke des Adels, ihre Bedeutung für den administrativen und wirtschaftlichen Landesausbau und über sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte von Besitz- und Herrschaftsverhältnissen am Mittelrhein und in den Grenzregionen Eifel, Hunsrück, Elsass und Lothringen. Dieser Quellenfundus erlaubt es, die von den Lehns- und Verwaltungsverhältnissen der größeren Territorien dominierte Sichtweise der rheinischen Landesgeschichte durch eine Analyse der Lebensumstände des niederen Adels zu ergänzen und auf dieser Grundlage Vergleiche zu anderen Regionen und Phänomenen inner- und außerhalb Deutschlands zu ziehen.
Der Bestand war ursprünglich durch handschriftliche Findbücher erschlossen, die der Koblenzer Archivar Leopold von Eltester (1822-1879) im 19. Jahrhundert angelegt hat. Seitdem wurden Sie immer wieder mit Nachträgen versehen. Ihr Inhalt wurde nach und nach - zum weitaus größten Teil im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts zwischen 2014 und 2019 - in die archiveigene Datenbank übertragen und online recherchierbar gemacht. In diesem Zusammenhang wurden die Erschließungsinformationen sprachlich modernisiert und eine Vereinheitlichung der Schreibung von Orts- und Personennamen vorgenommen, um effiziente Recherchen zu ermöglichen.
Die handschriftlichen Findbücher enthalten auch Informationen zu Archivalien, die nicht im Landeshauptarchiv Koblenz aufbewahrt werden; solche Hinweise wurden bei der Eingabe in die Datenbank nicht berücksichtigt. Dasselbe gilt für die Wappenzeichnungen und -beschreibungen, mit denen Leopold von Eltester die Findbücher versehen hat.
Bestand
Dohna, Sophie-Mathilde Gräfin zu: Die ständischen Verhältnisse am Domkapitel von Trier vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, Trier 1960.
Fabricius, Wilhelm: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz Bd. 2: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwickelung der Territorien von 1600 bis 1794, Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde Bd. 12, Bonn 1898 (ND Bonn 1965).
Weitz, K. Reinhold: Die preußische Rheinprovinz als Adelslandschaft. Eine statistische, sozialgeschichtliche und kulturräumliche Untersuchung zum frühen 19. Jahrhundert, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 38 (1974), S. 333-354.
Zobel, Rolf: Wappen an Mittelrhein und Mosel, Norderstedt 2009. [https://heraldik-wiki.de/wiki/Wappen_in_Rheinland-Pfalz_(Zobel); 21.11.2017]
Ergänzende Überlieferung zu den im Bestand vertretenen Familien findet sich in zu vielen Beständen des Landeshauptarchivs Koblenz, als dass man sie alle hier aufführen könnte; darum wird hier nur auf einige Bestände mit besonders umfänglicher zusätzlicher Überlieferung verwiesen, wie sie zu den Familien von Clodt (Best. 53C25), von Daun (Best. 29D), von Heddesdorf (Best. 700,204), von Kerpen (Best. 19E), von der Leyen (Best. 48), von Liebenstein (Best. 53C54), von Metternich (Best. 49), Hausmann von Namedy (Best. 612), von Sayn (Best. 30), Braun von Schmidtburg (Best. 49), Schenk von Schmidtburg (Best. 49), von Sötern (Best. 53C45), von Barton genannt Stedman (Best. 700,213) , von Virneburg (Best. 34), von Waldeck (Best. 53C48), und von Waldenburg genannt Schenckern (Best. 53C54) vorliegt. Welche anderen Bestände des Landeshauptarchivs Koblenz ansonsten für eine bestimmte Familie heranzuziehen sind, ist aus der jeweiligen Familiengeschichte, d.h. v.a. aus den konkreten Lehns-, Dienst- und Verwandtschaftsbeziehungen sowie aus Mitgliedschaften in Korporationen (Stifte, Klöster, Ritterorden, Reichsritterschaft) abzuleiten. Zu mehreren Familien befinden sich weitere Archivalien in den staatlichen Archiven von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und des Saarlandes. In Nordrhein-Westfalen ist zudem auf die Zusammenschlüsse der "Vereinigten Adelsarchive im Rheinland" bzw. der "Vereinigten Westfälischen Adelsarchive" hinzuweisen, deren Archivgut von den Archivämtern der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) bzw. Westfalen-Lippe (LWL) betreut wird.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.