Kurfürst Philipp von der Pfalz und Bischof Ludwig von Speyer bekunden, dass sie einen Vertrag über das Geleit am Bruhrain für die Dauer von zehn Jahren geschlossen haben, namentlich über das Geleit von Heidelberg nach Bruchsal, von Heidelberg nach Bretten, von Heidelberg nach Wersau, von Wersau nach Graben, alles hin und zurück, sowie von Wersau nach Heidelberg. Zollbare Waren soll der Bischof den Bruhrain herauf und hinab bis an den Wieslocher Bach geleiten, nämlich was von Bruchsal, Heidelsheim und Bretten "da hynüff will", so weit das Geleit reicht. Kurfürst Philipp soll zollbare Waren bis an das Flüsslein (flüßell), das zwischen Malschenberg und Frauenweiler über die Straße hinab "in das brüch" fließt, geleiten. Ergangene Urteile wegen des Geleits vom Flüsslein bis an den Wieslocher Bach sollen befolgt werden. Reisende, die keine Waren zu verzollen haben, insbesondere [edle] Herren, Botschafter, Pilger und andere, "die nit zolbare weren", soll Kurfürst Philipp wie folgt geleiten: von Heidelberg nach Bruchsal, Bretten, Graben, und um Wersau (fur Welrßauwe ußhin), sodann wieder von Bretten nach Heidelberg. Der Bischof hingegen soll von Bruchsal und Graben nach Heidelberg geleiten. Die Bestimmungen sollen beiden Fürsten an ihren Zöllen, Geleitrechten und Herrlichkeiten unschädlich sein. Niemand darf von den Zöllen und den rechten Straßen abgebracht (abgewyset) werden; auch wenn man vom Zoll ausgenommene Personen nicht wie vereinbart geleiten würde, ist dagegen bei frischer Tat von beiden Parteien so vorzugehen, als ob es die eigene Seite beträfe. Die Aussteller kündigen ihre Siegel an.