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Stipendium Martinianum (Bestand)
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Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv
Bestand
UAT 128/5,
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> G Stiftungen >> Ga Studien- und Familienstiftungen >> Ga 2 Einzelne Stiftungen >> Ga 2.2 16. Jahrhundert >> Stipendium Martinianum (1514-)
1509-1951
Bestandsbeschreibung: Übernommen: 1903, 1967.
Vorbemerkung
In Tübingen bestanden im Laufe der Jahrhunderte etwa 150 Studien- und Familienstiftungen (Entstehungszeit: Bis 1534: 10; bis 1648: 40; 17./18. Jh.: 33; 19. Jh.: 50; 20. Jh.: ca. 25). Diese Stiftungen verloren durch die Geldentwertungen von 1923 und 1948 nahezu ihr gesamtes Vermögen und wurden 1962 bis auf wenige Ausnahmen aufgelöst. Die Restvermögen wurden in zwei neuformierte Stipendienstiftungen, die "Tübinger Stipendienstiftung" und die "Tübinger Stiftung Wissenschaftlicher Nachwuchs" eingebracht.
Die Stipendienstiftungen unterstanden zum größeren Teil der Aufsicht der Universität, die durch das Collegium Superintendentum Stipendiorum, später durch das Collegium Decanorum wahrgenommen wurde. Darüber hinaus waren die Verwalter zumeist Angehörige der Universität, seit dem 19. Jahrhundert in zahlreichen Fällen Angehörige der Universitätsverwaltung.
Die Martins-Stiftung, 1514 errichtet und nach ihrem Stifter, dem Tübinger Theologen Martin Plantsch benannt, war die bedeutendste der Tübinger Studienstiftungen. Mit ihr verbunden war eine Reihe kleinerer Familienstiftungen, von denen die bedeutendste die Ficklersche Stiftung von 1585 war. Daher rührt die häufig gebrauchte gemeinsame Bezeichnung "Martin-Ficklersche Stiftung". Nach ihrem Stiftungsgebäude, dem sogenannten "Neuen Bau" von 1680 wurde die Stiftung häufig auch als "Neubaustiftung" bezeichnet. 1923 mußte die Martins-Stiftung die Zahl der Stipendien drastisch verringern und das Stiftungsgebäude der Studentenhilfe als Wohnheim überlassen. Seit 1945 ruht die Tätigkeit der Stiftung ganz, sie wurde aber nicht wie die meisten anderen Stipendienstiftungen aufgehoben, sondern besteht bis heute weiter.
Die Akten der Stiftung gelangten im Jahre 1967 vom damaligen Akademischen Rektoramt in das Universitätsarchiv und wurden im Jahre 1977 von Frau Gudrun Emberger durch eine Kartei erschlossen. Das vorliegende Repertorium basiert auf dieser Kartei. Bei der Verzeichnung wurden alle Unterlagen fremder Provenienz - Akten des Rektoramts, die die Martins-Stiftung und die mit ihr verbundenen Stiftungen betreffen - ausgeschieden. Der Bestand umfaßt jetzt noch 805 Nummern und hat einen Gesamtumfang von 8 Regalmetern.
Tübingen, den 19.7.1991
Michael Wischnath
Inhalt:
A. Superattendenz:
Statuten (UAT U 204-9, 12, 128/5,1-3: 10 Nrn, 1509-1507).
Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten (UAT 128/5,4-7: 3 Nrn, 1837-1919).
Wirtschaftsangelegenheiten (UAT U 210-211, 214-220a, 240-241, 128/5,8: 12 Nrn, 1509, 1505-1534, 1610, 1836).
Aufnahmegesuche (UAT 128/5,14-232, 752a: 218 Nrn, 1756-1951).
Inkorporierte Stiftungen und Legate (UAT U 221-239, 128/5,233-237: 24 Nrn, 1508-1919).
B. Administrator:
Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten (UAT 128/5,238-245: 8 Nrn, 1736-1944).
Rechnungen, Wirtschafts- und Bauangelegenheiten (UAT 128/5,246-654, Doppel: 753-765: 422 Nrn, 1606-1939).
Stipendiaten (UAT 128/5,655-664: 1518-1950).
Inkorporierte Stiftungen (UAT 128/5,665-667: 3 Nrn, 1911-1912).
Bedienstete (UAT 128/5,668-691: 24 Nrn, 1839-1922).
C. Oeconomus:
Rechnungen (UAT 128/5,692-746: 55 Nrn, 1606-1683).
Absenten- und Carenten-Bücher (UAT 128/5,747-751: 5 Nrn, 1679-1683).
754 Nrn; 8,10 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.