1412 Feb. 28 (süntag in der heilgen vasten so man singet Reminiscere) Hans Geiger (Gyger), Bürger zu Würzburg, und seine Frau Katharina Ruck (Rükin) setzen zu Ursatz für den Hof zum Daniel in der Stadt Würzburg, den ihnen Kloster Schöntal zu Erblehen verliehen hat, ihre 2 Morgen freieigenen Weingarten im Gras (Graz) in gen. Lage. Sie verpflichten sich, diesen Weingarten als rechtes Erblehen beim Hof zu lassen auch dann, wenn dieser verkauft wird. Die Weingartarbeiten sind wie bei den zum Dom gehörigen Weingärten durchzuführen. Siegler: Junker Eberhard Goppolt [von Randersacker] Ausf. Perg. - 1 Sg., besch., Umschrift: [S.e]berh[...]rand(er)sack[er] - Rv.: Littera super curiam in Herbipoli; nachgetragen: Hans Gygers feodalis Bem.: Der Ursatz, lat. melioratio, war in Würzburg jenes Gut - häufig ein Weinberg -, das der Lehennehmer als Pfandsicherung in das Lehen - häufig ein Haus - einbrachte; Urkundenregesten zur Geschichte der Stadt Würzburg Index S. 46*. - Ein Goppolt von Randersacker ist nachgewiesen bei Hoffmann, Das Lehenbuch des Fürstbischofs Albrecht von Hohenlohe Nr. 1413 S. 180 (1362) und Nr. 1937 S. 243 (1368).