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Erasmus (Asmus) von Baumbach als Erbanwärter (erbwartend) seiner
verstorbenen Ehefrau Margarete (Margreth) von Haun, Elisabeth (Else),
Witwe des W...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1491-1500
1498 März 31
Ausfertigung, Pergament, fünf mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (teilweise abgerieben, Siegel Nr. 4 beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gegebenn nach Cristi unnsers liebenn Herrn gebortt als man schreyb tusentvierhundertachtunndnuntzig uff Sampstag nach dem Sonntage Letare genant
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Erasmus (Asmus) von Baumbach als Erbanwärter (erbwartend) seiner verstorbenen Ehefrau Margarete (Margreth) von Haun, Elisabeth (Else), Witwe des Wilhelm von Haun (Huene), und Wilhelms und Elisabeths Tochter Eyla (Eyle) bekunden für sich und ihre Erben, dass sie dauerhaft (totdkaueff) und im Einklang mit geistlichem und weltlichem Recht sowie dem Gewohnheitsrecht den Anteil des verstorbenen Wilhelm von Haun an der Burg Haun mit allen Rechten und allem Zubehör ihrem Schwager und Vetter Georg von Haun (Jorg von Huene) für 1000 rheinische Gulden Frankfurter Währung verkauft haben. Die Aussteller verzichten auf diese Güter und alle damit verbundenen Rechte und Ansprüche zu Gunsten von Georg von Haun und seinen Erben. Alle Urkunden über die betreffenden Güter werden Georg übergeben. Urkunden, die später gefunden werden, sollen keine Gültigkeit mehr besitzen. Georg erhält die Verfügungsgewalt über alle Güter. Die Aussteller schwören und geloben an Eides statt, alle Vereinbarungen einzuhalten und ihnen nicht zuwiderzuhandeln. Sie verzichten auf geistliche und weltliche Rechtsmittel und besonders auf das Frauen betreffende Recht Senatus Consultum Velleianum. Siegelankündigung. Elisabeth von Haun bittet ihren Bruder Johann (Hans) Knorr und ihren Onkel Georg (Jorge) Witzthuem, für sie zu siegeln. Eyla von Haun bittet ihren Vetter [?] Johann (Hans) Knorr und ihren Onkel [?] Wilhelm von Haun, für sie zu siegeln. Johann, Georg und Wilhelm siegeln, ohne dass dies zu ihrem Schaden ist. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda 1498 Maerz 31 3.Siegel von links Avers.jpg|Avers ...
Vermerke (Urkunde): Siegler: Erasmus von Baumbach, Johann Knorr, Georg Witzthuem, Wilhelm von Haun
Das Senatus Consultum Velleianum ist ein Senatsbeschluss des 1. Jahrhunderts nach Christus, der die Geschäftsfähigkeit von Frauen zu ihrem eigenen Schutz einschränkt^; zur Rezeption im Mittelalter Lehner, Senatus Consultum Velleianum.
In der Siegelankündigung werden nur vier Siegler genannt, an der Urkunde hängen hingegen fünf Siegel. Johann Knorr wird allerdings zweimal in der Siegelankündigung erwähnt. Leider lässt sich bei den fünf angehängten Siegeln nicht mehr erkennen, ob Johann sein Siegel zweimal angehängt hat oder das fünfte Siegel von einer anderen Person stammt.
Vgl. hierzu auch Nr. 1319.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.