Johann Kuon der Jüngere von Radelstetten [Gde. Lonsee/Alb-Donau-Kreis] verkauft dem Ulmer Bürger Johann Ehinger dem Älteren von Balzheim [Alb-Donau-Kreis] zu Kleinkötz [Gde. Kötz/Lkr. Günzburg] als Verwalter der Kaplanei im vormaligen Dominikanerkloster ("zue den Predigern") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] einen jährlichen Zins von 5,5 Gulden. Der Zins gefällt von seiner Selde in Radelstetten, zu der Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf, ein Krautgarten und 1 Jauchert Gemeindeacker gehören und die er dem Käufer als Pfand für die fristgerechte Entrichtung des Zinses einsetzt. Von der Selde und ihren Zugehörungen stehen den Erben des Johann von Westerstetten [Alb-Donau-Kreis] Abgaben und der Zehnt zu. Außerdem steht dem Rat der Stadt Ulm die Steuer sowie Hoch- und Niedergerichtsbarkeit auf der Selde zu. Für den Zins hat ihm der Käufer 110 Gulden Ulmer Stadtwährung bezahlt. Bei Säumnissen in der Entrichtung des Zinses kann sich der Käufer an der Selde schadlos halten. Dem Verkäufer und seinen Erben steht das Recht zu, diesen Zins entweder vollständig oder in Teilen jederzeit abzulösen.