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F 135 - Baugesellschaft Hanebeck mbH (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> F - Firmen
1928-1928
Firmensitz: Dortmund Branche: Bauindustrie Im September 1874 gründete Carl Hanebeck in Dortmund eine Bauunternehmung, die zunächst ihren Sitz am Königswall hatte. 1882 bezog die expandierende Firma neue Betriebsanlagen auf einem Gelände im Bereich Saarlandstraße / Am Knappenberg, die sie bis 1950 nutzte. Anschließend zog sie in ein Bürogebäude an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße; im Dortmunder Hafen besaß sie bis zur Betriebsaufgabe im Februar 1995 (Konkurs) ein eigenes Instandsetzungswerk. Bereits vor der Jahrhundertwende wurden der Bau von Lehrgerüsten für Brücken, die Ausführung von Wasserbau- und Rammarbeiten in das Leistungsprogramm des Unternehmens aufgenommen; am Bau des Dortmunder Hafen war es maßgeblich beteiligt. Als Carl Hanebeck Ende 1910 mit 59 Jahren verstarb, führten seine Söhne Bauingenieur August Hanebeck, Dipl.-Ing. Wilhelm Hanebeck und Kaufmann Hugo Hanebeck die Firma fort. Unter der Geschäftsführung von Dr.-Ing. Bernhard von Glisczynski und der kaufmännischen Leitung von Prokurist Paul Hofstetter weitete sich das Unternehmen, das durch den Zweiten Weltkrieg etwa 60 % seines Geräteparks verloren hatte, nach 1945 erneut aus, was auch für die bereits vor dem Krieg gegründeten Niederlassungen in Braunschweig und Frankfurt galt. Nach dem Tod der Gesellschafter Hugo und August Hanebeck im Jahre 1956 trat Carl August Hanebeck (Sohn von August Hanebeck) in die Firma ein; als Wilhelm Hanebeck 1966 verstarb, wurde er Alleininhaber. Die Baugesellschaft Hanebeck war vor allem auf Industrie- und Brückenbau, Wasserbau- und Rammarbeiten spezialisiert, außerdem seit den 1950er Jahren auf die Sicherung historischer Bauwerke. ca. 25 m Der Bestand enthält neben den eigentlichen Bauunterlagen Auftragsbücher (1956-1988), Angebote und Kalkulationen (1949-1969), Bilanzen und Bilanzunterlagen (1941-1983), Betriebsprüfungen (1940-1972), Personalangelegenheiten (1943-1980), Unterlagen zu Löhnen und Gehältern (1950-1986), Unfallanzeigen (1965-1980), Betriebsratsangelegenheiten (1951-1972), Kriegs- und Kriegsfolgeschäden (Verlust von Bauzügen, Geräten etc.). Die Akten stammen wegen kriegsbedingter Verluste fast ausschließlich aus der Zeit nach 1945. In Splittern erhalten sind Unterlagen zu Aufträgen für die Reichswerke in Linz und für die Organisation Todt, die in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurückreichen. An einzelnen Bauten sind vor allem dokumentiert: 1. Industriebauten: Schachtanlage Ernst Brandi, Dortmund-Brechten, 1951 Dortmunder Ritterbrauerei, 1953-1964 Zeche Recklinghausen, 1954-1960 Dortmunder Union-Brauerei, Versorgungstunnel Rheinische Str., 1955 Zeche Grimberg 3/4, Bergkamen, 1964-1966 Hoesch, Hochofen 6, 1968-1974 Kronenbrauerei, Dortmund, 1966-1977 Zementverladeanlage und Anlegeplatz für Seibel Zementwerke, DO-Hafen, 1973 Schacht Romberg, 1986 Kokerei Zollverein, Essen, 1986 2. Brücken: Straßenbrücke Uentrop, 1954 Autobahnbrücke über Volme und B 54, Hagen, 1957/58, 1961/62 Kanalbrücke Schmehausen, 1972-1976 Brücke Warendorfer Str. über den Dortmund-Ems-Kanal, Münster, 1960 Brücke Altendorfer Str., Marl, 1977-1984 Eisenbahnbrücke über die Ruhr, Neheim, 1978/79 Brücke Duisburg-Wedau, 1983-1989 3. Wasserbau- und Rammarbeiten: Wasserkraftwerk Westhofen / Ruhr, 1920/21 (nur Fotos) Ruhrwehr Dahlhausen, 1951 Wasser-Erdbehälter Soest, 1953 Hafen Zeche Haus Aden, Bergkamen, 1955/56 Lippewehr Heessen, 1955/56 Emswehr Hanekenfähr / Lingen, 1955/56 Gemeinschaftswerk Hattingen, 1957/58 Verlegung der Volme, 1958-1960 Pumpwerk Herringen, 1958-1964 Hebewerk Henrichenburg, 1960 Hafen Dortmund, 1963-1979 Vorflutkanal Westfaliastr., Dortmund, 1963/64 Wehranlage Wickede / Ruhr, 1964-1967, 1987/88 Pumpwerk Wickede / Ruhr, 1970-1973 Emswehr Warendorf, 1971/72 Klärwerk Ölbachtal, Bochum-Querenburg, 1972 Pumpwerke Gelsenkirchen, 1975-1981 Ruhr-Stauanlage Schwitten, 1985-1988 Pumpwerk Hamm, 1989-1992 4. Hochbauten: Großmarkt Dortmund, 1952 Schlachthof Dortmund, 1952-1955 Polizeipräsidium Dortmund, 1954/55 Burgholzschule Dortmund, 1960/61 Kirche Nikolaus von der Flüe, Dortmund-Brackel, 1964/65 Umbau Alte Sparkasse / MKK, Dortmund, 1979-1982 5. Sicherung historischer Bauwerke: Kirchen in Bochold, Brockhagen, Bünde, Cappel, Cappenberg, Dortmund (Eichlinghofen, Kirchderne, Kirchlinde), Freckenhorst, Georgsmarienhütte, Gütersloh, Helpup, Herten-Westerholt, Höxter, Langenhorst, Lemgo, Lette, Lünern, Marienfeld, Meggen, Mesum, Münster, Neubeckum, Neuenkirchen, Niederwenigern, Oberaden, Opherdicke, Recklinghausen, Rheine, Vreden, Warendorf, Wattenscheid, Wöbbel u.a., 1958-1986 Schlösser Bodelschwingh, Herten, Lenhausen, Moyland, Oberwerries, Ravensberg, Tatenhausen, 1959-1988 Torhaus Brünninghausen, 1957-1959 Haus Wenge, DO-Lanstrop, 1966-1969 Burg Lüdinghausen, 1969-1972 Haus Martfeld, Schwelm, 1971-1980 Schornstein Zeche Nachtigall, Witten-Bommern, 1976-1980 Haus Langendreer, 1977-1980.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.