Der Reutlinger Bürger Werner Urach schuldet der Kirche in Reutlingen eine Summe Geld, wofür er den Heiligenpflegern Bernhard Roggenbuhel und Johann Viltzing jährlich 1 Pfund Heller zu entrichten hat. Diesen Zins bezahlt jedes Jahr am 11. November ("vff sant Martins tag") Anna ("Ennlin") Katherinlin von ihrem Haus in Reutlingen ("Rutlingen") hinter dem Hof des Zisterzienserklosters Bebenhausen [Stadt Tübingen] in der Ledergasse zwischen dem Haus des Webers Konrad Friel und einer Scheune, die dem Kind des verstorbenen Gerbers Rät gehört. Dieses Haus gehörte vormals Burkhard von Talheim ("Dalhain") [eventuell Talheim Stadt Mössingen/Lkr. Tübingen] und dann dem Kürschner Johann Müller. Als Pfand für die fristgerechte Entrichung des Zinses setzt Werner Urach den Heiligenpflegern seinen Garten in Reutlingen vor dem Burgtor hinter der Sankt Bernhardskapelle zwischen der Aufschüttung des äußeren Stadtgrabens und dem Garten des Konrad Ulin ein.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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