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Rechnung 1686/87
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1686-1687
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
Ausgaben für Waren für das Schlossgewölbe bzw. Waren, die außerhalb von Messen gekauft wurden:
- V.a. Textilien aus verschiedenen Quellen (fol. 268-276).
Ausgaben für Konfekt und Zucker in der Zuckerverwaltung:
- Zahlung an Hans Martin Schelderlin für drei lb. Succulata und 72 Stück tiefe Porzellanschüsseln (Nr. 653, fol. 280v).
Ausgaben auf besonderen schriftlichen Befehl:
- Glaswaren von Hans Georg Hermann, Hofglaser (Nr. 668, fol. 286v) und Johann Adolph Murmezger (Nr. 771, fol. 298v), außerdem Spiegelgläser für die Gemächer der fürstlichen Witwe und des Landprinzen (Nr. 782, fol. 300r).
- Ein Kartenspiel, worin "die völlige Manuduction ad Historiam vorgestellet wird" mit einem dazu gehörigen Buch und "Explication desselben" von Monsieur Gautier in Paris, Nr. 677, fol. 287v).
- Wappengravur auf dem Zinnsarg eines tot geborenen Prinzen von Johann David Daniel (Nr. 679, fol. 287v).
- Ersatz für Stücke des Silbergeschirrs des Administrators (Friedrich Karl von Württemberg), die an anwesende "fremde Herrschaften" ausgeliehen wurden und dabei verloren gegangen sind (Nr. 688, fol. 288v).
- Silberringe von David Schweizer (Nr. 700, fol. 290r).
- Schriftgravur auf einer Zinnplatte am "Turmbau" des fürstlichen Schlosses von Johann David Daniel (Nr. 708, fol. 291v).
- Unkosten für die Überführung des Feldtafelsilbers des verstorbenen Herzogs Georg Friedrich aus Preßburg (Bratislava) (Nr. 767, fol. 298v).
Ausgaben für Verehrungen:
- Silbergeschirr (Geschenk für Oberhofmeister Johann Eberhard Varnbüler Nr. 906, fol. 328v, Nr. 915, fol. 329v; für die "Stadt-Töchter" (vgl. u.), Nr. 924, fol. 330r-v).
- Silbermünzen von Johann Christoph Müller (Geschenke für die "Stadt-Töchter, so bey dem Ballet gesungen", Nr. 923, fol. 330r).
- In Kupfer gestochene Abbildung des neuen Gesandtenhauses und der Kanzlei von Georg Thomas Hopfer (Nr. 928, fol. 330v-331r).
- Geldgeschenke an den ehemaligen Münzmeister Johann Mayer (Nr. 934, fol. 331r) und den Wachsbossierer Jeremias Glaser (Nr. 936, fol. 331v).
Ausgaben für Handwerksleute:
- U.a. Zahlungen an
-- Friedrich Gottlieb Müller, Maler (Bemalen von Büchsen für die Hofapotheke, Nr. 943, fol. 333r, Nr. 949, fol. 333v; weitere Anstriche, Nr. 982, fol. 337r u.a.);
-- Georg Thomas Hopfer, Maler (Arbeit, Nr. 958, fol. 334v, Nr. 985, fol. 337v; Versilberungen, Reparaturen, Nr. 1021, fol. 340v; Malerarbeit zum Ballett, Nr. 1044, fol. 343r; Anstrich und Vergolden von "Tisch und Gueridon" für Herzogswitwe (Magdalena Sibylla) und Landprinz (Eberhard Ludwig, vgl. u. Grünwald), Nr. 1068, fol. 344v-345r; Arbeit zu Komödien u.a., Nr. 1134, fol. 350v);
-- Johann Christoph Schumann, Hofdreher (Arbeit, Nr. 990f, fol. 338r);
-- Benjamin Grünwald (Schnitzereien für die Herzogswitwe: ein Tischfuß "von 4 Moren Kindlen und darzu 2 Geridons", Nr. 1016, fol. 340r; Spieltischfuß für den Landprinzen, Nr. 1061, fol. 344r; Reparatur von Leuchtern und Schlitten, Nr. 1085, fol. 346v);
-- Johann Paul Müller, Uhrmacher (Reparaturen, Nr. 1017, fol. 340r);
-- Johann Jakob Reusch, Büchsenschäfter (Pirschbüchse, Reparaturen, Nr. 1023, fol. 340v; Arbeit, Nr. 1112, fol. 348v);
-- Balthasar Rudolf Zacher (Vergolden, Planieren und "Blauschmelzen" der Galerie um das Bett des Administrators, Nr. 1043, fol. 342v);
-- Johann Philipp Baumann, Schneider (Tapezierarbeiten, Nr. 1046, fol. 343r);
-- Johann Christoph Pfeffenhäuser (Silberbeschläge an Wehrgehänge des Landprinzen, Nr. 1081, fol. 346r);
-- Johann David Schnürle, Goldschmied (silberne Hemdknöpfe u.a. für Prinz Johann Friedrich, Nr. 1102, fol. 348r); -- Hans David Koch, Schwertfeger zu Tübingen (Fechtdegen u.a. für Prinz J. F., Nr. 1101, fol. 347v-348r);
-- Johann Konrad Hirt (Abmalen eines Schweinskopfes, Nr. 1105, Brustbilder für die Herzogswitwe, Nr. 1106, fol. 348r);
-- Christian Thill, Goldschmied (Ausbesserung von Silber, Nr. 1126, fol. 349v)
-- Johann David Stich, Stück- und Glockengießer (Arbeit, Nr. 1140, fol. 351r).
- Außerdem 12 in Nürnberg hergestellte "Bottengeläutszeichen" aus Messing und ein auf Glas gemaltes Wappen (Nr. 953, fol. 334r).
383 Bl.
Folio (Höhe x Breite)
Amtsbücher, Register und Grundbücher
Sprache: Deutsch
Normformat: Folio
Baumann, Johann Philipp; Schneider
Daniel, Johann David; Kupferstecher
Gautier; Paris
Glaser, Jeremias; Wachsbossierer
Grünewald, Benjamin; Bildhauer
Hermann, Johann Georg; Glaser
Hirt, Johann Konrad; Maler
Hopfer, Georg Thomas; Maler
Koch, Johann David; Schwertfeger, Tübingen
Mayer, Johann; Goldschmied
Müller, Friedrich Gottlieb; Maler
Müller, Johann Christoph; Stahlstecher
Müller, Johann Paul; Uhrmacher
Pfeffenhäuser, Johann Christoph; Goldschmied, Münzwardein
Reusch, Johann Jakob; Büchsenschäfter
Schelderlin, Johann Martin
Schnürle, Johann David; Goldschmied
Schumann, Johann Christoph; Dreher
Schweizer, David; Stuttgart
Stich, Johann David; Stück- und Glockengießer
Thill, Christian; Goldschmied
Varnbüler von und zu Hemmingen, Johann Eberhard; Jurist, 1639-1722 Württemberg, Eberhard Ludwig; Herzog, 1676-1733
Württemberg, Friedrich Karl; Herzogadministrator, 1652-1698
Württemberg, Johann Friedrich; Prinz, 1669-1693
Württemberg, Magdalena Sibylla; Herzogin, geb. Landgräfin von Hessen, 1652-1712
Zacher, Balthasar Rudolf; Schwertfeger
Nürnberg N
Preßburg (Bratislawa), Region Bratislawa [SK]
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.