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Geschäftsführungsakten aus der Amtszeit der Antiquare Johann Schuckardt und Johann Gottfried Schuckardt
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1.) Befehl an den Professor und Antiquar Schuckard, Kupferstiche aus dem Kunstkammersaal kopieren zu lassen; 22. Januar 1712.
2.) Akten zum Kunstkammersturz anlässlich des Amtsantritts des Antiquars Johann Gottfried Schuckard; 1725-1727
a) Dekret an den Hof- und Regierungsrat (Joachim Friedrich?) von Pfeil, den Expeditionsrat und Landschreiber (Tobias Albrecht) Metz (+ 1733) sowie den neuen Antiquarius und Regierungsratsregistrator (Johann Gottfried) Schuckard (ca. 1680-1752), zur Durchführung des nach dem Tod des alten Antiquarius (Johann Schuckard, 1640-1725) beschlossenen Durchgangs und Sturzes der fürstlichen Kunstkammer; 7. November 1725.
b) Schreiben des Tobias Albrecht Metz an Regierungs- und Hofrat (von Pfeil) wegen Übersendung des Dekrets zum Kunstkammersturz und Lagerung von Rheinwein, den ihm Freunde aus Frankfurt geschickt haben; 12. Dezember 1725.
c) Antrag Pfeils an den Herzog, die Durchführung des Sturzes an jemanden zu übertragen, der in Stuttgart wohnhaft ist, da er selbst von Hofgeschäften in Ludwigsburg in Anspruch genommen und Expeditionsrat Metz ebenfalls nach Ludwigsburg umgezogen sei; 20. Oktober 1727.
3.) Akten zum Kunstkammersturz; 1729
a) Bericht des Oberhofmarschallamts über die Notwendigkeit der Fortführung des gemäß dem Bericht von (Johann Gottfried) Schuckard (s. c) nicht zu Ende geführten Kunstkammersturzes und die Übertragung dieser Aufgabe an einen in Stuttgart ansässigen Rat; Stetten (im Remstal), 23. Juni 1729.
b) Zweite Ausfertigung von a).
c) Bericht Schuckards wegen des dekretierten Kunstkammersturzes: Dieser sei zwar begonnen, jedoch nicht zu Ende geführt worden, weil die beauftragten Räte Pfeil und Metz durch andere Geschäfte verhindert worden seien. Da der Sturz für Schuckards "Sicherstellung" nötig sei, bittet er den Herzog, eine Fortsetzung des Sturzes zu veranlassen; 23. Juni 1729.
4.) Akten zur Reparatur eines Glockenspiels durch den Kunstkammer Johann Friedrich Eger aus Murrhardt; 1736-1741
a) Oberhofmarschallamt an Herzog Karl Alexander wegen eines 1719 durch den Kunstdreher (Johann Friedrich) Eger aus Murrhard hergestellten Glockenspiels; 8. November 1736. Vermerk des (Geheimen Rats Johann Theodor von) Scheffer (1687-1745): Laut herzoglichem Beschluss solle Eger "um seiner verwürckten Ehebruchsstrafe willen" die Reparatur des Glockenspiels umsonst durchführen; 28. November 1736.
b) Schreiben des Oberhofmarschallamts (Ferdinand von Wallbrunn; G(eorg) B(ernhard) Bilfinger, 1693-1750) wegen des nach dem Transport nach Ludwigsburg ruinierten Glockenspiels; 2. Februar 1740.
c) Oberhofmarschallamt (Wallbrunn; Johann Eberhard Georgii, 1694-1772) an Schuckardt wegen dessen Beschwerde über den Abzug des bisher bei der Kunstkammer aufgestellten Wachpostens und Nachricht über das Einverständnis der herzoglichen Vormundschaftsregierung mit dem Vorschlag des Generals von Gaisberg, die Kunstkammer durch die nachts um die Kaserne umgehende Patrouille observieren zu lassen; 18. Mai 1741.
d) Rat und Amtmann (Theodor Kasimir) Gratianus aus Murrhardt an den Administrator Herzog Karl Friedrich von Württemberg-Oels wegen des defekten Glockenspiels, das unrepariert und in Stücke zerlegt in Murrhardt liege, weil der mit der Reparatur beauftragte Kunstdreher Johann Friedrich Eger wegen wiederholten Ehebruchs flüchtig sei; 29. November 1740.
e) Oberhofmarschallamt an (den Vormundschaftsrat) wegen Anfrage des Kastellans (Johann Christoph) Schortmann über den Verbleib des nach Murrhardt gesandten Glockenspiels, hierauf eingezogene Erkundigungen und Gratianus' Bericht c); 19. September 1741. Vermerk (Friedrich August) von Hardenbergs (1700-1768) und Bilfingers: Gratianus soll die Teile des Glockenspiels gut aufbewahren, bis Eger zurückkommt oder zur Hand gebracht wird, sodass man ihn zur Reparatur des Uhrwerks anhalten könne; 26. September 1741. 5.) Ermittlungen wegen eines Einbruchsversuchs in der Kunstkammer; 1738-1739.
a) Schreiben des Gewölbeverwalter Hehl wegen des Einbruchs in der Kunstkammer, von dem er nichts Neues mehr gehört habe; 21. Januar 1739.
b) Expeditionsrat und Stadtvogt Grohs an Administrator Herzog Karl Friedrich wegen des Einbruchs, über den ihm nichts bekannt sei; 21. Januar 1739.
c) Rentkammer-Expeditionsrat und Vogt (Friedrich Christoph) Leibius an Administrator Herzog Karl Friedrich wegen Untersuchung des Einbruchs in die Kunstkammer: Gemäß Dekret vom 20. November habe er vom 1. bis 3. Dezember mehrere Verhöre durchgeführt, u.a. der verdächtigen Maurer Johann und Jakob Leyrer aus Zuffenhausen, die zur Tatzeit in Stuttgart tätig waren, sowie mehreren anderen Zuffenhausenern, die für ihren Leumund bürgten. Dabei habe er jedoch keine neuen Erkenntnisse gewinnen können. Ludwigsburg, 17. Dezember 1738. Vgl. Nr. 6.
d) Schreiben des Gewölbeverwalters (Johann) Hehl (1709-1789) über am Vortag erfolgte Nachforschungen in Bezug auf die Leiter, die bei dem Einbruch in der Nacht vom 11. auf den 12. verwendet wurde, mit Verweis auf beiliegendes Verhörprotokoll; 17. November 1738.
e) Protokoll des Verhörs von drei Burschen aus Zuffenhausen, die sich bei Hehl gemeldet hatten, um sich zu vergewissern, ob die beim Einbruch benutzte Leiter mit einer in Zuffenhausen gestohlenen Leiter identisch sei; 16. November 1738.
6.) Protokoll zu den durch Expeditionsrat Leibius gemäß Dekret vom 20. November 1738 durchgeführten Verhören wegen des Einbruchsversuchs in der Kunstkammer (vgl. Nr. 5 c); Ludwigsburg, 1.-3. Dezember 1738.
Verhörleitung:
- Friedrich Christoph Leibius, Rentkammer-Expeditionsrat und Vogt zu Ludwigsburg.
Gerichtsverwandte:
- Gottlieb Jakob Bischof;
- Georg David Seitz.
Verhörte:
- Lorenz Sigloch, Bürger aus Zuffenhausen, 50 Jahre;
- Jakob Leyrer, Bürger und Maurer aus Zuffenhausen, 57 Jahre;
- dessen Sohn Johannes Leyrer, Bürger, Maurer und Steinhauer zu Zuffenhausen, 30 Jahre;
- Michel Pfisterer, Sohn des verstorbenen Bernhard Pfisterer und Stiefsohn des Friedrich Hansjörg Kürnberger zu Zuffenhausen, 17 Jahre;
- Michael Pfisterer, Sohn des Lorenz Pfisterer aus Zuffenhausen, 15 Jahre;
- Georg Friedrich Baisch, geboren in Böblingen, in Dienst bei dem Schuhmacher Bernhard Wörwag, 19 Jahre;
- Konrad Junghans, Pfleger zu Zuffenhausen, 37 Jahre;
- Margarethe Kürnberger, Ehefrau des Friedrich Hansjörg K. aus Zuffenhausen, 58 Jahre;
- Konrad Pfisterer, Gerichtsverwandter zu Zuffenhausen, 50 Jahre.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.