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Heinrich Josef Plattes kauft die Anteile seiner drei Geschwister vom Bonnenhof
Enthält: Hypothekeneintragung im Zusammenhang mit dem Kauf vom 10. Februar 1893, verhandelt vor dem Amtsgericht Krefeld am 13. Juli 1893 vor Amtsgerichtsrat Lauer. Witwe Heinrich Josef Plattes, Caroline geb. Langenfels, Landwirtin zu Anrath auf Bonnenhof mit ihren Kindern Maria, verheiratet mit Mühlenbesitzer Josef Bützen, Willich, in völliger Gütertrennung lebend, der selbst nicht erschienen ist, der seiner Frau aber eine Vollmacht ausgestellt hat, Henriette geb. Plattes, verheiratet mit Landwirt Jacob Platen zu Willich, Alwine Plattes, Landwirtin, unverheiratet, zu Anrath auf dem Bonnenhof. Es geht hier um eine Abänderung der Urkunde vom 10. Februar 1893. Demzufolge verzichtet Witwe Caroline Plattes auf ihre Alimentation von 960 Mark zugunsten ihrer Kinder. Außerdem wird festgehalten, dass die Verkäufer den Bonnenhof für 18000 Mark verkaufen, so dass jeder der drei Geschwister 6000 Mark erhält, verzinst mit vier Prozent. Käufer Heinrich Josef Plattes überreicht in dem Zusammenhang eine Löschungsbewilligung vor Notar Kahlenborn zu Viersen vom 12. Juli 1893. Und zwar sind Hypotheken in Höhe von 21000 Mark und 6000 Mark gelöscht worden, die auf die Eheleute Goeters, Viersen eingetragen waren. Auf die hier betreffenden Grundstückde will Heinrich Josef Plattes Hypotheken bei der Landesbank in Höhe von 42000 Mark aufnehmen. Diese 42000 Mark werden nun an erster Stelle im Grundbuch eingetragen. Es folgt eine Abschrift der Urkunde vom 10. Februar 1893: „Kauf theilungshalber zwischen Erben Heinr. Jos. Plattes, vom 10. Februar 1893“ Witwe Heinrich Josef Plattes, Caroline geb. Langenfels, Landwirtin zu Anrath auf Bonnenhof, Maria, geb. Plattes, verheiratet mit Mühlenbesitzer Josef Bützen, Willich, Henriette geb. Plattes, verheiratet mit Landwirt Jacob Platen in Willicherhardt, Bürgermeisterei Willich, Alwine Plattes, Landwirtin, unverheiratet, zu Anrath auf dem Bonnenhof und Heinrich Joseph Plattes, ebenfalls Landwirt auf dem Bonnenhof; Notar: Justizrat Karl Hundt, Notar im Bezirk des Oberlandesgerichts Köln, wohnhaft in Krefeld. Es geht um das Erbe von Heinrich Josef Plattes. Dieser hinterlässt den Bonnenhof seinen vier Kindern. Der Bonnenhof umfasst Ländereien überwiegend in Anrath gelegen, in Teilen aber auch in Willich und Schiefbahn. Die Teile, die in der Gemeinde Anrath liegen, sind dort in der Grundsteuermutterrolle unter der Artikelnummer 403 eingetragen. Sie haben einen Gesamtflächeninhalt von 10 Hektar 89 Ar 92 Meter. Den anhängenden Auszug aus der Mutterrolle haben die oben genannten bereits am 29.10.1892 im königlichen Katasteramt zu Krefeld von einem Notar anfertigen lassen. Die Teile, die in der Gemeinde Willich liegen, sind dort in der Grundsteuermutterrolle unter der Artikelnummer 477 eingetragen und haben einen Gesamtflächeninhalt von 10 Hektar 36 Ar 58 Meter. Den anhängenden Auszug aus der Mutterrolle haben die oben genannten ebenfalls bereits am 29.10.1892 im königlichen Katasteramt zu Krefeld von einem Notar anfertigen lassen. Die Teile, die in der Gemeinde Schiefbahn liegen, sind dort in der Grundsteuermutterrolle unter der Artikelnummer 361 eingetragen und haben einen Gesamtflächeninhalt von 3 Hektar 15 Ar 9 Meter. Den anhängenden Auszug aus der Mutterrolle haben die oben genannten am 31.10.1892 im königlichen Katasteramt in Mönchengladbach von einem Notar anfertigen lassen. Die Verkäufer übertragen den Bonnenhof mit allem genannten an Heinrich Josef Plattes. Der Wert des gesamten Hofes wird auf 72000 Mark Reichswährung festgesetzt. Der Verkäufer übernimmt alle auf den Immobilien lastenden Schulden: 27000 Mark zu Gunsten des in Viersen wohnenden Kaufmanns Hermann Goeters, 3000 Mark zu Gunsten des in Willich wohnenden Sattlers Hermann Schmitz, 3000 Mark zu Gunsten des in St. Tönis wohnenden Arztes Peter Schmitz, alles inklusive Zinsen. Die somit verbleibenden schuldfreien 39000 Mark werden wie folgt auf die Verkäufer aufgeteilt: Alwine Plattes 12000 Mark, die drei Geschwister Maria, Henriette und Heinrich Joseph je 9000 Mark. Seiner Mutter hat Heinrich Josef bis zu ihrem Lebensende Unterhalt und freie Kost und Logis zu leisten.
Akten
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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