Der Ulmer Bürger Klaus Braitinger erhält von den Ulmer Bürgern Wilhelm Ehinger dem Älteren und Konrad Ott, Pfleger des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254], einen Garten des Spitals als Zinslehen verliehen. Der Garten liegt in Ulm vor dem Glöcklertor [abgegangen, Bereich nordwestlich vor Neue Straße 22] anstoßend an Gärten des Johann Färber ("Verber") und des Kürschners Iltis ("Yltis") und reicht bis an die Blau. Diesen Garten besitzt derzeit die Ulmer Bürgerin Agnes Rollubutz, Ehefrau des Ulrich Rollubutz, gegen einen jährlichen Zins von 2 Gulden als Leibgeding. Von dem Garten steht der Deutschordenskommende ("den Tutschenherren") in Ulm [abgegangen, Bereich Bahnhofstraße 11-13, Bahnhofstraße 5, Parz. 281/1 und 281/3] ein jährlicher Zins von 1 Pfund und 6,5 Schilling Heller sowie 7 Weihnachtshühnern zu. Klaus Braitinger kann den Garten nach dem Tod der derzeitigen Inhabern in Besitz nehmen und soll ihn dann in gutem Kulturzustand halten. Er hat dann den Spitalpflegern jährlich 7 rheinische Gulden als Zins zu entrichten, und zwar zur Hälfte am 24. Juni ("vff sant Johanns tag zu sunwennden") und zur Hälfte am 27. Dezember ("vff sant Johanns tage in den Wyhennechten"). Für die Verleihung hat er den Pflegern 13 rheinische Gulden als Handlohn bezahlt. Ihm und seinen Erben steht das Recht zu, den Zins gegen Zahlung von 140 rheinischen Gulden abzulösen.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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